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2:1 gegen Mainz Bremen hat auch einen „Hunter“

Hunt schießt Werder Bremen zum 2:1-Sieg über Mainz 05. Die Norddeutschen stehen damit in der Tabelle vor dem FSV. Szalai trifft für die Gäste. Zu wenig für Mainz. Er selbst schließt in der Torjägerliste zu Bayerns Mandzukic auf.

© dpa Doppeltorschütze: Aaron Hunt (im Foto links) schießt Bremen zum vierten Saisonsieg

Seit Wochen schon spielt Aaron Hunt in bestechender Form. Am Sonntagabend ließ der Bremer Kapitän eine nächste Gala folgen: Er erzielte beide Treffer beim 2:1 Werder Bremens gegen den FSV Mainz 05. Zunächst war ihm das 1:0 in der elften Minute gelungen. In der 64. Minute schaffte der Mainzer Adam Szalai mit seinem achten Saisontreffer den Ausgleich. Als beide Mannschaften auf den Sieg drängten, war es Hunts Freistoß aus 20 Metern, der Werder Bremen den vierten Saisonsieg ermöglichte. Die Bremer zogen durch den verdienten Sieg an Mainz vorbei und verdrängten den FSV von Rang sieben.

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Die Mainzer mussten sich ärgern, im ersten Durchgang drei gute Chancen nicht genutzt zu haben. Werder wurde in einem schnellen und offenen Spiel dafür belohnt, bis zum Ende entschlossen nach vorn gespielt zu haben. Dass Hunt den Siegtreffer erzielte, hatte er sich nach einer spielerisch und kämpferisch  überzeugenden Darbietung verdient – allerdings wäre Szalai in der Nachspielzeit fast der Ausgleich gelungen, als Werder-Schlussmann Sebastian Mielitz seinen Schuss so gerade noch abwehrte.

Zur Pause herrschte eine gewisse Ratlosigkeit auf Seiten des FSV: Wie Nicolai Müller seine Torchance in der siebten Minute vergab, dürfte ihm selbst nicht ganz klar gewesen sein. Szalai passte auf die zweite Mainzer Spitze, Müller stand ziemlich frei vor Mielitz im Bremer Tor, doch irgendwie hob er den Ball über das Gehäuse. Mainz hätte die gute Anfangsphase mit einem Treffer krönen können. So aber kam Werder Bremen vier Minuten später zur überraschenden Führung. Marko Arnautovic steckte den Ball zu Nils Petersen durch, und dessen Rückpass fand durch die Beine Noveskis den Weg zu Aaron Hunt – gegen dessen Rechtsschuss aus wenigen Metern Entfernung fand Christian Wetklo im Mainzer Tor keine Abwehrmöglichkeit. Werder Bremen führte 1:0.

Bild Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 © dapd Vergrößern Wo ist der Ball? Bremens Lukimya (Mitte) und der Mainzer Noveski verlieren im Zweikampf kurzzeitig die Orientierung

Doch Mainz 05 schien unbeeindruckt und kam nur eine Minute später wieder durch Müller zur nächsten großen Tormöglichkeit – Mielitz lenkte seinen Schuss mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Die Partie blieb munter, weil beide Mannschaften den Weg nach vorn einschlugen. Erst der Bremer Eljero Elia mit einem Rechtsschuss an den Pfosten, dann Andreas Ivanschitz für Mainz – allesamt Chancen, die zu Toren hätten führen können (13. und 15. Minute). Wiederum Ivanschitz war es in der 30. Minute, dem der Ausgleich hätte gelingen müssen, wenn er mit rechts genauso gut schießen könnte wie mit links. Werder hatte Glück, dass Mainz in dieser Szene Sebastian Prödls Tändelei nicht bestrafte.

Mainz jederzeit gefährlich

Die Bremer hatten viel läuferischen Aufwand betrieben in dieser ersten Halbzeit, und eine der Fragen, die sich in der Pause stellte, war, ob Schaafs Mannschaft das eingeschlagene Tempo würden halten können gegen eine Mainzer Elf, die über Szalai, Ivanschitz und Müller jederzeit gefährlich wirkte, sich nach dieser ersten Halbzeit mit zwei besten Chancen aber ärgern müssten, zurück zu liegen.

Bremen schien die Partie nach der Pause im Griff zu haben, aber was heißt das schon bei einer Mannschaft wie dem aktuellen Werder? Mitten in eine starke Bremer Phase hinein profitierte Mainz vom Stellungsfehler des eingetauschten Assani Lukimya in der Bremer Innenverteidigung – die Flanke Zabavniks flog über Lukimya hinweg auf Szalais Kopf. Der Ungar drückte den Ball in der 64. Minute in die Maschen. Doch Hunts Traumtor in der 86. Minute entwertete Szalais Treffer.

Die Verfolger patzen © REUTERS Bilderstrecke 

Werder Bremen - FSV Mainz 05 2:1 (1:0)

Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis (46. Lukimya), Schmitz - Junuzovic - Arnautovic, de Bruyne, Hunt, Elia (60. Füllkrug) - Petersen (78. Akpala)
FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Kirchhoff - Baumgartlinger, Soto (83. Malli) - Ivanschitz (77. Júnior Díaz) - Nicolai Müller (39. Risse), Szalai
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 39.114
Tore: 1:0 Hunt (10.), 1:1 Szalai (64.), 2:1 Hunt (85.)
Gelbe Karten: de Bruyne (2) / Kirchhoff (4), Szalai (1), Zabavnik (1)

Quelle: F.A.Z.

 
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