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2:1 gegen Hertha Werder kann doch noch gewinnen

05.02.2010 ·  Nach fünf Niederlagen hintereinander hat Werder Bremen wieder einmal ein Bundesliga-Spiel gewonnen. Gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Berlin dauerte es aber bis zur Schlussphase, ehe Pizarro das erlösende 2:1 erzielte.

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Werder Bremen hat seine Negativserie in der Fußball-Bundesliga gestoppt und beim 2:1 (0:0) gegen Hertha BSC den ersten Heimsieg seit dem 17. Oktober 2009 erzielt. Nach zuvor fünf Niederlagen in Serie bescherte Claudio Pizarro (81. Minute) den Hanseaten mit seinem achten Saisontreffer am Freitagabend den ersehnten ersten „Dreier“ in der Rückrunde. Vor 35.600 Zuschauern hatte Marko Marin (66.) die Bremer in Führung gebracht, die Winter-Neuzugang Theofanis Gekas (68.) für die Berliner postwendend egalisieren konnte. „Wir sind glücklich, dass wir die drei Punkte geholt haben. Nach so einer Negativserie ist das wichtig für das Selbstvertrauen. Das gibt nochmal einen Ruck durch die Mannschaft. Wir wollen jetzt die nächsten Wochen erfolgreich gestalten“, sagte Torschütze Marin. Das abgeschlagene Tabellen-Schlusslicht aus der Hauptstadt stagniert bei 11 Punkten weit abgeschlagen am Ende des Klassements.

Im Weser-Stadion begann Werder, das anlässlich des 111. Vereins-Geburtstages in eigens angefertigten Sondertrikots auflief, klar feldüberlegen, aber bedächtig. Bremens Coach Thomas Schaaf hatte Peter Niemeyer als zusätzlichen defensiven Mittelfeldspieler neben Torsten Frings gestellt. Im Vergleich zum 3:4 bei Borussia Mönchengladbach in der Vorwoche standen die Bremer dadurch kompakter und spielten geordneter nach vorne. In der 6. Minute vergab Mesut Özil freistehend von Keeper Jaroslav Drobny, als er eine schwer zu nehmende Vorarbeit von Aaron Hunt nicht kontrollieren konnte. Werder blieb bis zu Pause deutlich spielbestimmend, hatte aber Probleme mit der dicht gestaffelten Abwehr der Gäste, die als einziges Bundesliga-Team bis Freitag noch ohne Gegentor in der Rückrunde geblieben war.

Nach der Pause erhöhte Werder den Druck

Der Tabellenletzte überließ den Gastgebern das Mittelfeld fast vollständig, zog sich weit zurück und setzte lediglich auf Konter über den agilen Raffael, Gekas und Adrian Ramos. Glück hatte Werder in der 30. Minute, als Schiedsrichter Günther Perl ein Gekas-Tor wegen vermeintlicher Abseitsstellung des Griechen nicht anerkannte. Bei den Bremern traf Torjäger Claudio Pizarro nach einer Özil-Ecke nur an den Pfosten (20.). In der 34. Minute köpfte der Peruaner nach einer scharfen Flanke von Marin völlig freistehend Drobny in die Arme.

Nach der Pause erhöhte Werder den Druck. Drobny hielt die Hertha weiter im Spiel und rettete erneut gegen Pizarro (47.) bravourös. Noch stürmischer wurden die Gastgeber nach der Einwechselung von Hugo Almeida nach 60 Minuten. Erster Lohn war die verdiente Führung durch Marin. Im Gegenzug nutzte Gekas jedoch eine Konfusion im Strafraum der Bremer. Torhüter Tim Wiese konnte nach einer verunglückten Abwehraktion den Ball nicht fangen, wurde jedoch auch von Arne Friedrich bedrängt. Werder drückte weiter und wurde spät belohnt.

Werder Bremen - Hertha BSC Berlin 2:1 (0:0)
Bremen:
Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings - Niemeyer (60. Hugo Almeida), Hunt - Özil (90.+1 Rosenberg) - Pizarro, Marin (83. Borowski)
Berlin: Drobny - Piszczek, Friedrich, von Bergen, Kobiaschwili - Lustenberger - Kringe, Cicero - Raffael (85. Domowtschiski) - Ramos, Gekas
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Zuschauer: 35.600
Tore: 1:0 Marin (66.), 1:1 Gekas (68.), 2:1 Pizarro (81.)
Gelbe Karten:
Fritz (4) - Kobiaschwili (2), Kringe (2)

Quelle: FAZ.NET/dpa/sid
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