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2:1 gegen Hannover Reus entscheidet das Verfolgerduell

29.10.2011 ·  Gladbach gewinnt mit 2:1 gegen Hannover - dank Marco Reus. Der Nationalspieler spielt überragend und trifft doppelt. In der Tabelle zieht die Borussia an Hannover vorbei.

Von Marc Heinrich, Mönchengladbach
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© dpa Ich kann euch nicht hören: Marco Reus fordert Applaus

Im Duell der beiden bislang einzigen Bayern-Bezwinger in dieser Saison hat Hannover 96 den Kürzeren gezogen. Der Europa-League-Teilnehmer unterlag in Mönchengladbach 1:2 und verlor damit vorerst den Kontakt an die Verfolgergruppe des Rekordmeisters. Das Team von Trainer Lucien Favre beendete dagegen am Samstag nach zuletzt drei erfolglosen Bundesligaspielen seine Mini-Krise und feierte schon den sechsten Sieg.

Vor 51 000 Besuchern war es die Borussia, die sich durch mehr Engagement von Beginn an ein klares Chancenplus verdiente. Während die Niedersachsen in ihrer vierten Partie innerhalb von zehn Tagen darum bemüht schienen, das Tempo nicht zu allzu hoch werden zu lassen, trieb Marco Reus seine Leute immer wieder nach vorne und verschaffte Mönchengladbach damit klare Feldvorteile.

Reus’ Spielfreude

Über den ideenreichen Jung-Nationalspieler lief nahezu jeder sehenswerte Vorstoß der Gladbacher. Zusammen mit Sturmpartner Mike Hanke, der die Kugel nach der Eroberung immer wieder gut abschirmte und danach sofort auf Angriff umschaltete, bescherte das Duo der Verteidigung des Gegners jede Menge Arbeit. Emanuel Pogatetz sah dabei einmal gegen Reus schlecht aus, als ihn der Einundzwanzigjährige auf engstem Raum narrte und aus acht Metern zum 1:0 einschoss (21. Minute).

Doch der österreichische Nationalspieler im Trikot der Hannoveraner machte sein Missgeschick wieder wett: Nach einem Freistoß, getreten durch Christian Pander, traf der Innenverteidiger per Kopf gegen zum Ausgleich (26.). In einer Begegnung, die durch viele Strafraumszenen nach dem Seitenwechsel an Qualität hinzugewann, blieben die Gladbacher das aktivere Team, das den an diesem Nachmittag überragenden Akteur in seinen Reihen hatte: Reus. Der vom FC Bayern heftig umworbene Profi war in seinem Engagement kaum zu bremsen und brachte seine Mannschaft mit einem Fernschuss aus rund 18 Metern wieder in Führung ( 51.).

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© dpa Beim 0:1 hatte Hannovers Zieler keine Chance

Seine Spielfreude musste Reus mehrmals durch heftige Attacken seines Aufpassers Altin Lala bezahlen, der nach knapp einer Stunde entnervt von seiner wenig gelungenen Bewachermission ausgewechselt wurde. Mirko Slomka, der Coach der Hannoveraner, ließ danach an der Seitenlinie seinen Frust über eine schwache Vorstellung seiner Leute unter anderem an Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus, der dem vermeintlichen 2:2 durch Manuel Schmiedebach wegen passiven Abseits die Anerkennung verweigert hatte. Auch die Einwechslung von Didier Ya Konan, der zweimal in aussichtsreicher Position scheiterte (62., 80.), brachte den 96ern kein Glück.

Borussia Mönchengladbach - Hannover 96 2:1 (1:1)

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl (44. Brouwers), Dante, Daems - P. Herrmann, Neustädter (69. Thorben Marx), Nordtveit, Arango - M. Reus, Hanke (82. Bobadilla)
Hannover 96: Zieler - Sofian Chahed, Haggui, Pogatetz, C. Schulz (88. Eggimann) - Stindl, Schmiedebach, Lala (56. Ya Konan), Pander (69. Rausch) - Schlaudraff, Abdellaoue
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Zuschauer: 50.000
Tore: 1:0 M. Reus (21.), 1:1 Pogatetz (26.), 2:1 M. Reus (51.)
Gelbe Karten: Keine - Stindl, Schmiedebach, Ya Konan

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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