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2:1 gegen Hannover Bayern bestehen den Alltagstest

 ·  Zwischen Pokal und Champions League der Bundesliga-Alltag: Die Bayern kommen im Spargang zum 2:1-Sieg über Hannover 96. Kroos und Gomez schießen die Tore.

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© dpa Sein Lupfer bringt die Führung: Toni Kroos (vorne)

Es gibt Phasen in einer Saison, da geht es weniger um Spielkunst, sondern vor allem um eine ergebnisorientierte Spielweise mit perfekter Kräfteeinteilung. Dem in den vergangenen Wochen so angriffslustigen FC Bayern München reichten am Samstag zwei Tore, um den Zweikampf um die deutsche Meisterschaft mit Dortmund spannend zu halten. Zwischen dem Pokal-Halbfinale am vergangenen Mittwoch und dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Olympique Marseille am kommenden Mittwoch schaffte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes einen 2:1-Sieg gegen Hannover.

Nach der sicheren Führung durch Toni Kroos und Mario Gomez gerieten die Münchner vor 69.000 Zuschauer in der heimischen Arena zwar noch einmal unter Druck, weil Ya Konan der Anschluss gelang, aber am Ende bewältigten sie den Bundesliga-Alltag zwischen zwei Höhepunkten doch noch ganz souverän.

Heynckes hatte auf die lange Pokalnacht am Mittwoch in Mönchengladbach reagiert. Er gönnte Mario Gomez und Thomas Müller eine Pause und schickte dafür Ivica Olic und Danijel Pranjic aufs Feld. Dem Bayern-Spiel fehlte ein wenig der Schwung der vergangenen Wochen, was zum einen an den Umstellungen und dem anstrengenden Pokalausflug mit Verlängerung und Elfmeterschießen gelegen haben mag, zum anderen aber auch an der konsequenten Deckungsarbeit der Niedersachsen.

Dass „der Respekt der Gegner vor dem FC Bayern“, wie der Vorstandsvorsitzende im Klubmagazin geschrieben hat, wieder zurückgekehrt sei, bestätigte Hannover 96 nicht. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka hatte Spiel und Gegner eine gute halbe Stunde im Griff. In der 21. Minute hatte Manuel Neuer Glück, dass eine Unkonzentriertheit ohne Folgen blieb. Dem Torhüter war nach einem Rückpass von Jerome Boateng der Ball zu weit vom Fuß geprallt, aber Diouf gelang es nicht, diese Gunst zu nutzen.

Bei den Bayern agierte die Offensive nicht so inspiriert und kombinationssicher wie zuletzt. Hannover ließ auf den Außenpositionen Franck Ribéry und Arjen Robben kaum zur Entfaltung kommen, und vor allem der Niederländer fiel zunächst vor allem durch ungewöhnlich viele Fehler und ständiges Lamentieren auf. Olic war in der Sturmspitze die fehlende Spielpraxis anzumerken, von ihm ging zunächst kaum Gefahr aus. Und während in den vergangenen vier Partien dank Toni Kroos auch aus dem defensiven Mittelfeld Impulse kamen, konnten Gustavo und Pranjic kaum in den Spielaufbau eingreifen.

In der 37. Minute entwischte Ribéry auf der linken Seite dann doch einmal seinem Bewacher Steven Cherundolo und passte quer in die Mitte. Dort leitete Robben weiter zu Kroos, der den Ball über den herauseilenden Ron-Robert Ziegler zum 1:0 ins Tor hob. Es schien sich nun doch noch das Spiel nach dem Geschmack der Bayern zu entwickeln. Hannover wirkte leicht konsterniert, und die Offensive des Rekordmeisters kam ins Rollen.

Müde Bayern überstehen Schlussphase

Die Pause tat vor allem Hannover gut. Die Mannschaft trat nach dem Seitenwechsel wieder geordnet auf und war bemüht, zum Ausgleich zu kommen. Beim FC Bayern war die Angriffslust hingegen etwas verloren gegangen, womöglich auch mit Blick auf die Champions-League-Aufgabe am Mittwoch in Marseille. Erst als Mario Gomez nach einer Stunde kam, wurde es für Hannover wieder gefährlich. Die erste Gelegenheit ließ der Münchner Stürmer noch ungenutzt verstreichen, die zweite in der 68. Minute nutzte er zum 2:0 und seinem 23. Saisontreffer.

Als dann der eingewechselte Ya Konan mit einem feinen Fallrückzieher aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer erzielte (74.), witterten die Niedersachsen ihre Chance. Die Bayern waren müde, überstanden aber die folgende Drangphase von Hannover und waren am Ende sogar dem dritten Tor doch wieder näher als der Gegner dem Ausgleich.

Bayern München - Hannover 96 2:1 (1:0)

Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba - Luiz Gustavo, Pranjic (57. Timoschtschuk) - Robben, Kroos (78. Müller), Ribéry - Olic (61. Gomez)
Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Pogatetz, Pander - Pinto (61. Schlaudraff), Schmiedebach - Stindl, Rausch - Diouf, Abdellaoue (66. Ya Konan)
Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Zuschauer: 69 000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Kroos (36.), 2:0 Gomez (68.), 2:1 Ya Konan (74.)
Gelbe Karten: Pranjic (1) / Cherundolo (3), Ya Konan (3)

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