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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

2:1 gegen Augsburg Werkself produziert drei Punkte

Beim 2:1 gegen Augsburg ist Leverkusens Kießling wieder einmal Mann des Spiels. Ein Tor erzielt der Stürmer selbst, den zweiten Treffer bereitet er vor. Bayer erreicht ohne Glanz sein Tagesziel.

© AFP Vergrößern Da hat er wieder zugeschlagen: Kießling erzielt das 1:0 mit dem Kopf

Auf Stefan Kießling ist in dieser Saison Verlass. Beim 2:0 über den FC Augsburg spielte der Stürmer von Bayer Leverkusen abermals eine tragende Rolle. Das erste Tor für die „Werkself“ schoss er selbst (26. Minute); zum zweiten Treffer, den Lars Bender erzielte (75.) gab er die Vorlage. Dank dieses mühsam erkämpften Heimsieges behalten die Leverkusener eine aussichtsreiche Position im Rennen um die direkte Qualifikation für die Champions League.

Gegen die widerstandsfähigen, aber im Angriff zu harmlosen Augsburger beendete Bayer zudem eine kleine Ergebniskrise. Zuvor hatten sie von den fünf Pflichtspielen nach der Winterpause nur eines gewinnen können. Mit dem Sieg übten sie sogar Druck auf den deutschen Meister Borussia Dortmund aus, der am Abend im Spitzenspiel des 22. Bundesliga-Spieltages auf Eintracht Frankfurt traf. Die Augsburger, für die Sascha Mölders traf (89.), erlitten ihre erste Niederlage in der Rückrunde.

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Bayers Cheftrainer Sascha Lewandowski hatte von seinem Personal ein konsequenteres Vorgehen und mehr Zielstrebigkeit gefordert. Zuletzt war Leverkusen in der Bundesliga dreimal nacheinander ohne Sieg geblieben – eine solche Serie hatte es noch nie gegeben, seit Lewandowski gemeinsam mit Teamchef Sami Hyypiä für die Mannschaft verantwortlich zeichnet. Nicht einmal achtundvierzig Stunden nach der Heimniederlage gegen Benfica Lissabon in der Europa League (0:1) fiel es der Werkself, die auf fünf Positionen verändert war, jedoch schwer, die Vorgabe des Trainergespanns in die Tat umzusetzen.

Den Vorstößen fehlte meist der letzte Pfiff

Die Rheinländer hatten viel Ballsbesitz, wussten damit aber wenig anzufangen. Viele Angriffe im ersten Durchgang blieben unvollendet; den Vorstößen fehlte meist der letzte Pfiff. Die erste heikle Situation im Augsburger Strafraum entsprang dem Zufall und wurde von einem Verteidiger hervorgerufen. An seiner früheren Arbeitsstätte testete Jan-Ingwer Callsen-Bracker mit einem fehlgeleiteten Abwehrversuch das Reaktionsvermögen seines eigenen Torhüters Alexander Manninger, der den Ball geistesgegenwärtig abwehrte. Wenn die Leverkusener schon nicht spielend zum Erfolg kamen, dann wenigstens im Standardformat. Wie so oft war Stefan Kießling zur Stelle.

Der mit Abstand gefährlichste Schütze des Bayer-Ensembles wuchte die Kugel nach einer Freistoßflanke von Gonzalo Castro mit dem Kopf plaziert ins Eck. Mit seinem fünfzehnten Saisontor schloss Kießling zu Mario Mandzukic, dem Führenden der Torschützenliste aus München, auf. Leichtfüßig wirkten die Leverkusener auch nach dem ersten Treffer nicht. Aber der Gegner machte es ihnen auch nicht leicht. Augsburg ist nicht mehr die Mannschaft, die nach der Hinrunde sicher dem Abstieg geweiht schien. Der Tabellenvorletzte vermochte durchaus mit- und dagegenzuhalten und wagte sich zuweilen sogar nach vorn, aber selten erzeugte ein Augsburger so viel Gefahr wie Tobias Werner, der einen Steilpass aufnahm und Bayer-Torwart Bernd Leno zu einer Parade zwang.

Bild Kießling Abstauber, Abräumer, Abschirmer: Kießling behauptet den Ball gegen Parkhurst © AFP Bilderstrecke 

Auch im zweiten Durchgang gewann der Favorit nicht an Souveränität. Trotz einiger Möglichkeiten gelang es Bayer nicht, sich abzusetzen. Die beste Chance, klare Verhältnisse zu schaffen, verpasste Kießling mit einem weiteren Kopfstoß. So blieb die Partie noch eine Weile offen – bis Lars Bender Kießlings Vorlage zum zweiten Treffer nutzte. Zu diesem Zeitpunkt hätte es schon unentschieden stehen können, doch ein Freistoß von Dong Won Ji hatte knapp das Ziel verfehlt. Die Leverkusener aber erreichten, wenn auch ohne Glanz, ihr Tagesziel. Der Augsburger Anschlusstreffer kurz vor Schluss kam zu spät, um noch die Wende herbeizuführen.

Bayer Leverkusen - FC Augsburg 2:1 (1:0)

Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Bender (84. Schwaab), Reinartz, Castro - Sam (37. Rolfes), Kießling, Schürrle (78. Hegeler)
FC Augsburg: Manninger - Parkhurst (90.+1 Hain), Callsen-Bracker, Klavan, de Jong - Vogt, Baier (69. Oehrl) - Koo, Ji, Werner (57. Hahn) - Mölders
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 22.784
Tore: 1:0 Kießling (26.), 2:0 Bender (75.), 2:1 Mölders (89.)
Gelbe Karten: - / -

Quelle: F.A.S.

 
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Veröffentlicht: 16.02.2013, 17:50 Uhr

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