Eintracht Frankfurt steuert in der Fußball-Bundesliga weiterhin auf einen internationalen Startplatz zu und hat Bayer Leverkusen im Kampf um einen Champions-League-Rang einen herben Dämpfer versetzt. Die seit vier Spielen unbesiegten Hessen gewannen am Samstag in der ausverkauften BayArena mit 2:0 (1:0) und halten mit 42 Punkten Anschluss an das obere Tabellendrittel. Die zuvor in acht Spielen unbesiegten Rheinländer mussten dagegen die zweite Niederlage hintereinander hinnehmen und fielen auf den vierten Platz zurück.
Vor 22.500 Zuschauern erzielten Stefan Kießling (24./Eigentor) und Evangelos Mantzios (90.+1) die Treffer für die Frankfurter. „Nach dem Eigentor ist es für uns immer schwerer geworden. Die Frankfurter standen sehr tief und mit zunehmender Dauer lief uns auch die Zeit davon. Im Rennen um die internationalen Plätze wird es jetzt sehr eng“, meinte Bayer-Coach Michael Skibbe. Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel sagte: „Heute haben wir wieder einmal gezeigt, dass wir nur schwer zu schlagen sind. Unsere Defensive stand exzellent. Der Sieg war sicherlich nicht unverdient.“
Leverkusens Kießling verlängert den Ball ins eigene Tor
Eine Woche nach der 1:2-Niederlage beim FC Bayern München traten die Leverkusener ohne den formschwachen Bernd Schneider, den angeschlagenen Karim Haggui und Torjäger Theofanis Gekas an. Im Angriff erhielt der Russe Dmitry Bulykin eine Chance in der Startelf. Gegen die vom griechischen Nationalspieler Sotirios Kyrgiakos bestens organisierte Frankfurter Abwehr taten sich die Gastgeber allerdings schwer und mussten bis zur 21. Minute warten, ehe Kießling mit einem knapp neben das Tor gezielten Kopfball die erste gute Möglichkeit vergab.
Die Gäste waren erfolgreicher: Nach einer Flanke von Markus Weissenberger verlängerte Kießling im Duell mit Marco Russ den Ball an dem zu unentschlossenen Schlussmann Rene Adler vorbei zum 0:1 ins eigene Tor. Erst danach erspielten sich die Gastgeber weitere Torchancen. Bulykin scheiterte mit zwei Kopfbällen. Zunächst traf der Russe in der 31. Minute nur die Querlatte, zwei Minuten später knapp neben das Tor.
Bayer findet gegen die hessische Defensive kein Mittel
Noch vor der Pause mussten die Hessen einen Rückschlag hinnehmen, als Abwehrchef Kyrgiakos, der mit einer Gesichtsmaske spielte, wegen seiner alten Verletzung ausgewechselt wurde. Mit Paul Freier und Arturo Vidal kamen zwei frische Kräfte im zweiten Abschnitt bei den Leverkusenern zum Einsatz. Doch gegen die kompakte Defensiv-Reihe der Hessen fand die Bayer-Elf keine Mittel.
Mit dem Chilenen Vidal kam zwar etwas mehr Zug aus dem Mittelfeld der Gastgeber, doch Torchancen blieben Mangelware. Auch der Schlussspurt brachte nicht mehr die erhoffte Wende für den Uefa-Cup-Viertelfinal-Teilnehmer. Im Gegenteil: Mit dem Frankfurter 2:0 durch Mantzios war Bayers zweite Heimniederlage der Saison besiegelt.