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2:0 in Hamburg : Gestatten, Lakić!

  • -Aktualisiert am

Lakić zum Ersten: Der Neu-Frankfurter trifft zur Führung, René Adler (links) ist geschlagen Bild: AFP

Nachdem er Kaiserslautern verlassen hatte, fasste Srdjan Lakić weder in Wolfsburg, noch in Hoffenheim Fuß. Für die Frankfurter Eintracht trifft er in seiner ersten Halbzeit gleich doppelt, so dass der Aufsteiger beim HSV mit 2:0 siegt.

          Besser kann ein neuer Spieler nicht beginnen. Seit Dienstag ist Stürmer Srdjan Lakić in Frankfurter Diensten, seit Samstagabend haben die Eintracht-Fans einen neuen Liebling: Beim überzeugenden 2:0-Sieg der Frankfurter beim Hamburger SV hieß der Torschütze beide Male Lakić. Seine Tore in der 22. und 36. Minute bescherten der Eintracht den vierten Auswärtssieg der Saison. Durch die Niederlage der Schalker und Mainzer konnte Eintracht Frankfurt den Vorsprung auf Rang fünf damit ausbauen.

          Es war nicht nur die Wolfsburger Leihgabe Lakić, der an diesem kalten Abend überzeugte – die ganze Mannschaft des ehemaligen Hamburger Trainers Armin Veh spielte wie ein Spitzenteam und war vor allem in der ersten Halbzeit in vielen Szene eine Klasse besser als die lange Zeit biederen Norddeutschen. Der HSV hätte im Falle eines Sieges Mainz und Schalke hinter sich lassen und auf Rang fünf klettern können. Doch daraus wurde nichts; die Hamburger kamen zu selten aussichtsreich vor das Frankfurter Tor, nur kurz nach der Pause hatte der HSV eine starke Phase und brachte die Eintracht einige Male in Bedrängnis.

          Für Lakić hatte es hingegen aussichtsreich begonnen. Der 29 Jahre alte Kroate war nach neun Minuten einem Treffer nah, doch sein Kopfball strich knapp am Hamburger Tor vorbei. Schon hier war zu sehen, dass sein häufiger Gegenspieler Dennis Diekmeier überfordert sein würde. Beim 1:0 dann hatte Lakić auch Glück, dass Stefan Aigners Hereingabe bei ihm landete und er den Ball letztlich über die Linie stochern konnte. Der Hamburger Milan Badelj hatte Aigner nicht mehr gestört. In der 36. Minute war es wieder Aigner, der die Vorlage gab – diesmal köpfte Lakić per Aufsetzer in den Winkel. Keine Chance für Adler. Lakić hatte Diekmeier in dieser Szene düpiert, in dem er erst einen Schritt zurück, dann nach vorn lief.

          Starker Aigner auf rechts

          Beinahe hätte Aigner seine starke Leistung auf der rechten Seite gekrönt, als er in der 39. Minute frei zum Schuss kam. Doch Adler hielt die Hände hin. Der HSV wurde im ersten Durchgang nur einmal auffällig, als Kevin Trapp den Schuss von Tolgay Arslan abwehren musste (44. Minute). Nach der Pause wurde Hamburg mit den frischen Kräften Beister und Rincon etwas munterer. Die Eintracht zog sich zurück und wartete auf Konter. Heung Min Son und vor allem Rafael van der Vaart in der 72. Minute waren dem Hamburger Anschlusstreffer nah, doch letztlich ließ die Eintracht-Defensive nichts mehr anbrennen und entführte drei Punkte bei zuletzt heimstarken HSV.

          Lakić zum Zweiten: Wieder bezwingt der Frankfurter Stürmer HSV-Keeper Adler - diesmal per Kopf
          Lakić zum Zweiten: Wieder bezwingt der Frankfurter Stürmer HSV-Keeper Adler - diesmal per Kopf : Bild: REUTERS

          Hamburger SV - Eintracht Frankfurt 0:2 (0:2)

          Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Bruma, Westermann, Jansen - Badelj (46. Beister) - Arslan (46. Rincón), Aogo (78. Berg) - van der Vaart - Son, Rudnevs
          Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Zambrano, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner (89. Celozzi), Meier, Inui (87. Russ) - Lakic (83. Matmour)
          Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
          Zuschauer: 52.523
          Tore: 0:1 Lakic (22.), 0:2 Lakic (36.)
          Gelbe Karten: Badelj (5), Bruma (1), Rudnevs (3) / Matmour (1)

          Quelle: F.A.S.

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