Felix Magath hat Wort gehalten. Der Trainer des VfL Wolfsburg feierte am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga, wie zuvor angekündigt, den ersten Auswärtssieg mit seiner Mannschaft. 2:0 gewannen die Niedersachsen in Frankfurt und behielten damit die Spitzengruppe in Sichtweise. „Ich freue mich über unsere Situation“, sagte der Wolfsburger Trainer Felix Magath, „Wir haben die Partie gut kontrolliert und kamen gut ins Spiel.“
Die Eintracht, die in der Rückrunde weiter auf ein Erfolgserlebnis wartet, erlebte einen Kaltstart in diesen Winternachmittag, an dem sich nur 35.000 Zuschauer für einen Besuch des WM-Stadions erwärmen konnten: Den Wolfsburgern brachte schon ihr erster präziser Vorstoß die Führung. Nach Flanke von Christian Gentner vollendete Torjäger Edin Dzeko mit dem Kopf zum 1:0 (9. Minute).
Frankfurt-Trainer Funkel: „Wir haben nicht gut gespielt“
Der achte Saisontreffer des bosnischen Goalgetters erzürnte Friedhelm Funkel sichtlich. Die Laune des Frankfurter Trainers wurde in der Folgezeit nicht besser. Was vor allem daran lag, dass seine Elf die wenigen Ausgleichsmöglichkeiten leichtfertig ausschlug: Martin Fenin zögerte zu lange (19.), Benjamin Köhler und Alexander Meier konnten sich nicht einigen, wer schießen soll (23.), und Neuzugang Nikola Petkovic entschied sich egoistisch für einen Alleingang, anstatt die besser postierten Kollegen zu berücksichtigen (27.).
„Wir haben nicht gut gespielt“, sagte Funkel. „Das lag auch daran, dass drei, vier Spieler nicht ihr Leistungsvermögen abrufen konnten. Da war es natürlich sehr schwer gegen so eine clevere, robuste und ballsichere Mannschaft wie Wolfsburg.“ Nach dem Seitenwechsel verwalteten die Wolfsburger den Vorsprung. Zvjezdan Misimovic verwandelte einen Handelfmeter zum 2:0-Endstand (65.).