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2:0 gegen Stuttgart Diego macht Hecking glücklich

Dieter Hecking feiert bei seinem neuen Verein einen gelungenen Einstand. Der VfL Wolfsburg besiegt den VfB Stuttgart mit 2:0. Der Brasilianer Diego macht seinen Trainer mit einem schönen Solo glücklich.

© dapd Im Fokus: Wolfsburgs neuer Trainer Hecking vor dem Spiel gegen Stuttgart

Der Wolfsburger Trainer Dieter Hecking hatte bei seinem Einstand die  Mannschaft auf drei Positionen verändert, und gleich wurde dem Wolfsburger Trainer vorgerechnet, mit was für einem Kapital er es zu tun hat. Ivan Perisic war als teuerste Bundesliga-Neuerwerbung in der Winterpause (7,5 Millionen Euro) sofort dabei, aber Hecking holte auch den frühren Stuttgarter Christian Träsch (9 Millionen Euro) sowie Rodriguez vom FC Zürich (7,5 Millionen Euro) aus dem Wolfsburger Abseits heraus.

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Ein Qualitätssprung kam auch mit der 24-Millionen-Euro-Lösung nicht heraus, wohl aber ein wichtiger Erfolg. Der 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart nach einem schönen Solo von Diego (51. Minute) und einem Kopfball  Alexander Madlungs (67.) nach einem Diego-Freistoß brachte Wolfsburg unter Hecking einen ersten Schritt voran. Zum Relegationsplatz sind es nun elf Punkte, bis zur Europa League nur noch fünf.

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In der ersten Halbzeit war eine Wolfsburger Mannschaft zu besichtigen, die immerhin in der Defensive stabil wirkte – alles andere als eine Selbstverständlichkeit beim bisherigen Tabellenfünfzehnten. Seit fast einem Jahr hatte der VfL kein Heimspiel ohne Gegentor mehr hinter sich gebracht. Bis kurz vor der Pause wurde VfL-Torhüter Benaglio überhaupt nicht gefordert. Aber als Gentner es von der Strafraumkante versuchte, reagierte er prächtig  (43.). Das war in der ersten Halbzeit schon die beste Szene des Spiels. Wolfsburg hatte bis dahin auch nur einmal so etwas wie Gefahr erzeugt, als Rodriguez nach einer schönen Flanke von Fagner mit einer Kopfballvorlage  die VfB-Abwehr aushebelte. Aber Perisic und Olic verpassten den Ball.

Diego mit feinem Solo

Vom schönen Offensivfußball, den Hecking in Wolfsburg präsentieren will, war bei seiner Premiere erst mal nichts zu sehen. Hecking reagierte und brachte in der zweiten Halbzeit mit Stürmer Dost für Rodriguez eine neue Offensivkraft. Der Erfolg stellte sich umgehend ein – aber die 1:0-Führung in der 51. Minute durch Diego war alleine das Resultat einer feinen Einzelleistung. An der Mittellinie schnappte sich der Brasilianer den Ball, spielte zwei Stuttgarter aus und wurde danach nicht mehr angegriffen. Seinen Schuss aus gut zwanzig Metern, der vom Innenpfosten ins Tor prallte, hätte Sven Ulreich an einem besseren Tag gehalten. Das Spiel wurde nun weit unterhaltsamer, aber nicht besser. Beide Defensivreihen produzierten viele Fehler, aber die Offensivkräfte aus Wolfsburg und Stuttgart wussten damit abwechselnd nichts anzufangen. Es war dann eine Standardsituation nach einem zweifelhaften Freistoß, der die Entscheidung brachte. Madlung traf in der 67. Minute mit dem Kopf nach Diegos Vorarbeit zum verdienten 2:0-Erfolg.

Bild VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart © dapd Vergrößern Komm, tanz mit mir! Stuttgarts Harnik (links) und Wolfsburgs Madlung im Zweikampf

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 2:0 (0:0)

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Madlung, Kjaer, Schäfer - Träsch (68. Hasebe), Polak - Perisic (75. Kahlenberg), Diego, Rodriguez (46. Dost) - Olic
VfB Stuttgart: Ulreich - Rüdiger, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Gentner, Kuzmanovic (76. Holzhauser) - Harnik, Hajnal (67. Didavi), Traoré (85. Benyamina) - Okazaki
Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 24.125
Tore: 1:0 Diego (51.), 2:0 Madlung (67.)
Gelbe Karten: - / Niedermeier (3), Rüdiger (1)

Quelle: F.A.S.

 
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