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2:0 gegen Hamburg Die Fortuna kann noch siegen

Nach sieben Spielen ohne Sieg verlässt Fortuna Düsseldorf mit einem 2:0 über den Hamburger SV die Abstiegsränge. Hamburgs Spielmacher Rafael van der Vaart muss früh angeschlagen runter. Kruse und Reisinger treffen für die Fortuna.

© dpa Vergrößern Pure Freude: Düsseldorf gewinnt gegen biedere Hamburger

Fortuna Düsseldorf feiert den ersehnten ersten Heimsieg nach 15 Jahren und sieben Monaten in der Fußball-Bundesliga. Robbie Kruse (45.+2 Minute) und Stefan Reisinger (63.) erzielten die Tore zum 2:0 (1:0) gegen den enttäuschenden Hamburger SV. Es war vor 54.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena an diesem Freitagabend der erste Bundesliga-Erfolg vor heimischem Publikum für die Rheinländer seit dem 5. April 1997. Dabei verließ die Fortuna zu Beginn des 13. Spieltages zumindest vorerst die Abstiegsränge. Nach zuvor vier Auswärtsspielen ohne Niederlage verpassten die schwachen Hamburger den Anschluss an die Europapokalplätze.

Das Team von Trainer Thorsten Fink versuchte es mit Spielkultur, trieb seine Angriffe über die Flügel an, war aber zu schlampig in den Kombinationen. Düsseldorf setzte Kampf und Einsatz entgegen, ließ jedoch ebenfalls die Präzision bei den Abspielen vermissen. So entwickelte sich eine engagiert geführte Partie, die jedoch zunehmend verflachte und in der ersten halben Stunde ohne eine einzige nennenswerte Torchance blieb.

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Nach 31 Minuten musste der HSV auch noch auf Rafael van der Vaart verzichten – die Schaltzentrale des eigenen Spiels war damit lahm gelegt. Der Niederländer verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Fortunas Torwart Fabian Giefer, griff sich wenig später an den rechten Oberschenkel und ging mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss für Tomas Rincon vom Feld. Ein schlechtes Omen: Ohne seinen Superstar haben die Hanseaten in dieser Saison noch nicht getroffen und warten nun seit neun Spielen auf einen Sieg bei den Rheinländern.

Da auf der Gegenseite Innenverteidiger Jens Langeneke nach einer starken Rettungsaktion verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, verlor die Fortuna kurzzeitig die Ordnung. Maximilian Beister, der vergangene Saison elf Tore zum Aufstieg der Rheinländer beigetragen hatte, verpasste mit einem Schuss aus 16 Metern nur knapp die Führung (44.) für den HSV. Die gelang der Heimmannschaft. Nach einem Fehlpass von Heung-Min Son überbrückte Andreas Lambertz schnell das Mittelfeld und passte in den Lauf von Kruse. Den Schuss des Australiers lenkte Michael Mancienne unhaltbar für Nationaltorwart René Adler in die kurze Ecke. „Natürlich ist die Führung glücklich“, meinte Sportdirektor Wolf Werner in der Pause.

Reisinger düpiert die HSV-Abwehr

Unbeeindruckt von dem Rückschlag startete der HSV zunächst in die zweite Halbzeit. Erst scheiterte Marcus Berg, der für Artjoms Rudnevs erstmals seit dem ersten Spieltag in der Startelf stand, mit dem Außenrist an Giefer (50.). Wegen eines Stoßens von Berg gegen Lambertz versagte Schiedsrichter Peter Gagelmann einem Freistoßtreffer von Heiko Westermann (54.) die Anerkennung. Stattdessen sorgte der eingewechselte Reisinger für die Entscheidung. Mit einem Sololauf düpierte der frühere Freiburger die komplette HSV-Abwehr und bezwang den alleingelassenen Adler. Schon während der Schlussminuten herrschte bei den Fortuna-Anhängern Hochstimmung über den ersten Heimerfolg in der Fußball-Bundesliga seit 5.711 Tagen. Damals gelang ein 2:0 gegen den FC St. Pauli. Vor dem verspäteten Anpfiff hatten sich die Gäste-Fans indes daneben benommen. Im HSV-Block waren mehrere Bengalos gezündet worden, dabei ging ein Transparent mit der Aufschrift „Lasst uns ein Spiel spielen“ in Flammen auf.

Bild Fortuna Düsseldorf - Hamburger SV Autsch, das tut weh: Rafael van der Vaart (im Foto rechts) muss verletzt vom Platz © dpa Bilderstrecke 

Fortuna Düsseldorf - Hamburger SV 2:0 (1:0)

Fortuna Düsseldorf: Giefer - Levels, Langeneke (41. Balogun), Juanan, van den Bergh - Bodzek, Lambertz - Garbuschewski (56. Reisinger), Kruse (85. Ilsø), Bellinghausen - Rafael
Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Aogo - Badelj (74. Rudnevs), Arslan (85. Tesche) - Son, van der Vaart (32. Rincón), Beister - Berg
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 54.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Kruse (45.+2), 2:0 Reisinger (63.)
Gelbe Karten: Lambertz (3), Rafael (1) / Beister (2), Mancienne (1)

Quelle: FAZ.NET mit Material der dpa

 
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