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2:0 gegen Dortmund Nürnberg schöpft wieder Hoffnung

25.11.2007 ·  Der 1. FC Nürnberg hat mit dem zweiten Heimsieg der Saison seine großen Abstiegssorgen etwas gelindert. Der „Club“ gewann 2:0 gegen Borussia Dortmund. Beim BVB gerät Trainer Doll weiter unter Druck.

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Mit dem ersten Sieg gegen Borussia Dortmund seit über 15 Jahren ist dem 1. FC Nürnberg der Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga gelungen. Nach drei Niederlagen nacheinander schaffte der deutsche Pokalsieger am Sonntag mit dem hochverdienten 2:0 (1:0) gegen die erschreckend schwachen Dortmunder einen überlebenswichtigen Erfolg im Abstiegskampf.

Kapitän Tomas Galasek (10.) brachte seine Mannschaft mit einem 25- Meter-Schuss in Front, bei dem BVB-Torwart Roman Weidenfeller schlecht aussah. Sekunden vor dem Ende erlöste der wiedergenesende Angelos Charisteas mit seinem zweiten Saisontreffer die lange zitternden Franken. Die Gastgeber verpassten aufgrund ihrer schwachen Chancenverwertung allerdings einen höheren Sieg. „Ich bin heute so froh wie nach dem Pokalsieg“, sagte Matchwinner Galasek nach dem zweiten Heimsieg erleichtert.

Desolate Dortmunder

Während die Nürnberger den Abstand zu einem Nicht-Abstiegsplatz auf zwei Punkte verkürzten, taumeln die über weite Strecken desolaten Dortmunder nach dem fünften Spiel ohne Sieg der Gefahrenzone entgegen. Auch der lange Zeit verletzte Kapitän Sebastian Kehl konnte in seinem ersten Einsatz seit dreieinhalb Monaten seinem Team keine Sicherheit geben. Die Elf von Trainer Thomas Doll präsentierte sich ohne Ideen und Einsatzwillen und musste nach der Gelb-Roten Karte für Markus Brzenska die letzten fünf Minuten dezimiert spielen.

„Wir haben den Sieg richtig verdient“, meinte „Club“-Trainer Hans Meyer. Trotz der Überlegenheit der Gäste nach der Pause habe sein Team „kaum etwas zugelassen“. Sein Dortmunder Kollege Doll war indes enttäuscht: „Der Gegner hat uns gezeigt, was Einsatzwillen bedeutet“, sagte er. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, hatten keinen Biss. In der zweiten Halbzeit war das okay, aber das Spiel in die Spitze fehlte.“ Er müsse nun erst einmal seine Mannschaft aufrichten.

Weidenfeller rutschte weg

Dabei hatte die Westfalen in den ersten Minuten vor 41.020 Zuschauern noch das Geschehen bestimmt. Doch danach war es mit der schwarz- gelben Herrlichkeit vorbei. Nürnberg übernahm das Kommando. Das zweitägige Trainingslager in Herzogenaurach vor dem „Schicksalsspiel“ schien zu wirken. Angetrieben von einem überragenden Galasek überzeugte der „Club“ vor allem vor der Pause nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch und zeigte vier Tage vor dem Uefa-Pokal-Spiel in St. Petersburg.

Der Tscheche war es auch, der mit dem ersten Schuss der Nürnberger auf das Dortmunder Tor nach zehn Minuten die Führung erzielte. Bei seinem 25-Meter-Knaller profitierte er davon, dass Weidenfeller wegrutschte und den haltbaren Ball nicht mehr erreichte. Zu dem Zeitpunkt war der BVB allerdings nur mit zehn Spielern auf dem Platz. Kehl hatte sich nach einem Zusammenprall mit FCN-Stürmer Charisteas zwei Minuten behandeln lassen müssen. Charisteas war bereits auf das Spielfeld zurückgekehrt.

Herrliches Tor von Charisteas

Nach dem Treffer wurden die Nürnberger noch überlegener und brachten die unsichere Dortmunder Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Einziges Manko des „Clubs“: die schlechte Chancenverwertung. So scheiterte Dominik Reinhardt (18.) an Weidenfeller. Erneut Reinhardt (23.) mit einem Fernschuss sowie Mintal (43., 44.) zweimal aus aussichtsreicher Position verfehlten das Ziel.

Völlig unverständlich, dass nach dem Wechsel die Franken nicht an ihre Leistung im ersten Durchgang anschlossen. Dortmund machte Druck, die Gastgeber kamen kaum noch aus ihrer Hälfte. Erst nach einer Viertelstunde befreiten sich die Nürnberger. Der überzeugende Adler (60.) prüfte noch einmal Weidenfeller. Danach konzentrierten sich die immer nervöser werdenden Nürnberger darauf, die Führung zu verteidigen - und hatten Erfolg: Die Borussen kamen zu keinen Chancen mehr. Charisteas sorgte mit seinem schönen Tor aus 20 Metern für die Entscheidung.

1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund 2:0 (1:0)
Nürnberg: Blazek - Reinhardt, Wolf, Beauchamp, Engelhardt - Galasek, Kluge (90.+1 Glauber) - Misimovic, Mintal, Adler (77. Sajenko) - Charisteas
Dortmund: Weidenfeller - Amedick, Brzenska, Kovac, Dede - Blaszczykowski (46. Federico), Tinga (79. Buckley), Kehl, Kringe - Petric, Klimowicz (63. Valdez)
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Tore: 1:0 Galasek (10.), 2:0 Charisteas (90.)
Zuschauer: 41.020
Gelb-Rote Karte: Brzenska wegen wiederholten Foulspiels (86.)
Gelbe Karten: Kluge (5), Engelhardt (3) - Amedick, Klimowicz (5), Dede (2)

Quelle: FAZ.NET
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