Markus Babbel hatte genug von seinem Zweitjob, und Andreas Müller drängte es zurück in seine eigentliche Profession: Manager eines Fußball-Bundesligaklubs.
Am Dienstag wurden beide Wünsche wahr. Babbel kann sich ab sofort auf sein Kerngeschäft Cheftrainer konzentrieren, das ihm derzeit schwer genug fällt beim Klassenletzten 1899 Hoffenheim; der frühere Schalker Sportdirektor Müller dagegen, dort 2009 entlassen, fängt ab sofort als Babbels Vorgesetzter im Kraichgau an.
Zuletzt war der 49 Jahre alte Schwabe Anteilseigner einer Spielerberatungsagentur (Goalsky AG). Nach der Auflösung dieser Verbindung freut sich Müller („Ich habe gemerkt, dass die Beraterszene doch nicht das Richtige für mich ist“) nun über die „Riesenchance“, in Hoffenheim.
Er unterschreibt an diesem Mittwoch einen bis 2014 datierten Vertrag und stellt sich der Mannschaft vor. Erste Gespräche mit Mäzen Dietmar Hopp, dem mächtigsten Mann des Vereins, hatte es schon vorher gegeben, da Babbel, seit März 2012 Trainer und Manager in Personalunion, seit längerem nur noch Fußballlehrer sein wollte.
Müllers erstes Ziel beschrieb er gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung so: „Wir müssen die Mentalität der Mannschaft, in der viel Potential steckt, verändern. Es muss der unbändige Wille erkennbar werden, Spiele gewinnen zu wollen.“
Trainer Babbel werde er „in aller Form unterstützen“. Der neue Hoffenheimer Teamgeist soll möglichst schon am Sonntag zum Erfolg führen: im Heimspiel gegen Hannover.
"Murphy's law"...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 18.09.2012, 17:03 Uhr