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1. Runde im DFB-Pokal Alle Erstliga-Klubs weiter - Randale und Unterbrechung in Halle

09.08.2008 ·  Die Samstagsspiele des DFB-Pokals sind gespielt - und die Favoriten hielten sich schadlos. Bremen und Gladbach feierten Schützenfeste, Hamburg hatte mehr Mühe. Schalke und Dortmund feierten gelungene Trainer-Debüts mit dem Einzug in Runde zwei.

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Die Fußball-Bundesliga-Vereine haben sich im DFB-Pokal bislang keine Blöße gegeben. Nach dem 1. FC Köln, dem VfL Bochum und Hertha BSC zogen am Samstag auch Borussia Dortmund, der Hamburger SV, Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach, Hannover 96, der FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt und Energie Cottbus in die zweite Runde ein (Siehe auch: DFB-Pokal-Ergebnisse auf einen Blick).

Borussia Dortmund gewann das Ruhrderby bei Rot-Weiss Essen mit 3:1. Schalke 04 siegte beim Fünftliga-Klub FC Homburg 3:0. Der HSV kam beim Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt zu einem mühevollen 3:1. Werder deklassierte Eintracht Nordhorn mit 9:3, Mönchengladbach den Siebtliga-Verein Fichte Bielefeld mit 8:1. Hannover 96 (5:0 beim Halleschen FC), Eintracht Frankfurt (3:0 beim SC Pfullendorf) und Energie Cottbus (3:0 bei TeBe Berlin) hatten ebenfalls keine Mühe.

Farfan, Altintop und Kuranyi machen alles klar für Schalke

Beim Debüt seines niederländischen Trainers Fred Rutten tat sich der FC Schalke 04 in Homburg zunächst sehr schwer. Erst kurz vor der Pause brachte Neuzugang Jefferson Farfan die Königsblauen auf die Siegerstraße. Halil Altintop (55.) und Kevin Kuranyi (62.) machten alles klar.

1. Runde im DFB-Pokal: Alle Erstliga-Klubs weiter - Randale und Unterbrechung in Halle

Wie Rutten musste auch Jürgen Klopp in seinem ersten Pflichtspiel als BVB-Coach beim Regionalliga-Klub Essen etwas bangen. Nur vier Minuten nach der Dortmunder Führung durch Tamas Hajnal hielt Essens Kapitän Stefan Lorenz (18.) die Partie wieder offen. Florian Kringe (59.) und Nelson Valdez (70.) beruhigten dann die Klopp-Elf.

Hamburgs Trainer Jol feiert gelungenen Einstand

Einen packenden Pokal-Fight lieferten sich Ingolstadt und der HSV. Nach Ersin Demirs (33.) Führungstreffer schlug die Stunde von Ivica Olic. Innerhalb von vier Minuten bescherte der Kroate (51./54.) mit seinem Doppelpack dem neuen Coach Martin Jol doch noch einen gelungen Einstand. Den Schlusspunkt setzte Paolo Guerrero (90.+1).

Keine Probleme hatte dagegen Frankfurt beim Regionalliga-Verein SC Pfullendorf. Chris (2./53.) und Nikos Liberopoulos (19.) trafen für die Hessen, bei denen Marco Russ in der 45. Minute die Gelb-Rote Karte sah. Auch Cottbus blieb bei TeBe Berlin ohne Schwierigkeiten. Dimitar Rangelov (20./72.) und Branko Jelic (27.) erzielten die Treffer für die Lausitzer.

Kaiserslautern scheitert in Jena - Hannover im Schongang

Das Aus beim Drittliga-Klub Carl Zeiss Jena kam dagegen für den Zweitliga-Klub 1. FC Kaiserslautern. André Schembri (50.) und Marco Riemer (55.) trafen für die Thüringer, Srdjan Lakic verkürzte für den FCK (77.), bei dem Axel Bellinghausen Gelb-Rot sah (81.), nur noch auf 1:2. Erst im Nachsitzen kam der FSV Mainz 05 beim Regionalliga-Verein SV Babelsberg 03 weiter. Dragan Bogavac (107.) erzielte in der Verlängerung den 2:1-Siegtreffer für die Mainzer.

In Halle gewann Hannover 96 im Schongang. Jan Schlaudraff (10.), Hanno Balitsch (47.), Arnold Bruggink (69./85.) und Mike Hanke (76.) trafen für die Niedersachsen. In der 80. Minute unterbrach Schiedsrichter Lutz Wagner die Partie beim Stand von 4:0, ließ dann aber die Begegnung doch noch zu Ende spielen.

Das Spiel in Halle wird beim DFB ein Nachspiel haben

Der DFB-Kontrollausschuss will sich in der kommenden Woche mit den Zuschauer-Ausschreitungen beschäftigen. Das teilte der Deutsche Fußball- Bund (DFB) am Samstagabend auf seiner Homepage mit. Die Partie war nach einem Handgemenge am Zaun des Hannoveraner Fanblocks unterbrochen worden. Erst durch einen massiven Polizei-Eingriff konnte die Ordnung auf den Tribünen wieder hergestellt werden.

Zunächst werde der Eingang des Schiedsrichterberichts abgewartet, in dem die Unterbrechung und die Gründe dafür vermerkt seien, teilte der DFB mit. Außerdem habe der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn Kontakt mit dem Spielbeobachter aufgenommen und bei ihm einen schriftlichen Bericht bestellt. Das vorliegende Material werde dann zeitnah an den DFB-Kontrollausschuss zur Auswertung übermittelt.

Gladbach mit Kantersieg - Rostock gewinnt Duell im Norden

Eine Woche vor dem Bundesliga-Start bei Arminia Bielefeld zeigte sich Werder in Spiellaune. Beim Oberliga-Verein Nordhorn schossen Markus Rosenberg (6./31./55./74.), Hugo Almeida (15./22./50.), Boubacar Sanogo (72.) und Jurica Vranjes (75.) mit ihren Toren den Erfolg heraus. Dennis Brode (37.), Herion Novaku (81.) und Bertino Nacar (90.) trafen für den Außenseiter.

Ohne Mühe marschierte Borussia Mönchengladbach in die zweite Runde. Beim klassentiefsten Pokal-Teilnehmer Fichte Bielefeld kam der Bundesliga-Rückkehrer zum Kantersieg. Jung-Nationalspieler Marko Marin (7./12./17.), Roberto Colautti (9./24.), Sascha Rösler (19./54.), Roel Brouwers (36.) erzielten die Tore gegen den überforderten Siebtliga-Klub, für den Sami Önen (66.) den Ehrentreffer erzielte.

Im Nord-Duell beim Regionalliga-Vereine Holstein Kiel behielt Hansa Rostock mit 2:0 (1:0) die Oberhand. Neuzugang Robert Lechleiter (22.) und Kevin Schindler (83.) markierten die Tore für das Team von Coach Frank Pagelsdorf. Der FC Augsburg setzte sich im Elfmeterschießen gegen den SC Paderborn mit 3:1 (1:1, 0:0, 0:0) durch.

FC Wegberg-Beeck träumt nur kurz von der Sensation

Zweitliga-Verein Alemannia Aachen verwies den Mittelrheinliga-Klub FC Wegberg-Beeck nach anfänglichen Schwierigkeiten sicher in die Schranken. Nach Aachens Führungstreffer durch Andreas Lasnik (12.) gelang Wegberg-Beecks Angreifer Michael Meven (45.) kurz vor dem Halbzeitpfiff der umjubelte Ausgleich. Aachens Stürmer Benjamin Auer (49./73.) und Markus Daun (90.) sorgten dann aber für den 4:1 (1:1)- Sieg des Favoriten.

Erst im Nachsitzen kam der FSV Mainz 05 beim Regionalliga-Klub SV Babelsberg 03 weiter. In der turbulenten Schlussphase der regulären Spielzeit trafen Mainz-Profi Markus Feulner (90.+2) und Patrick Moritz (90.+3), ehe Dragan Bogavac (107.) in der Verlängerung den glücklichen Sieg der Rheinhessen sicherstellte. Zuvor hatten auch bereits die Zweitliga-Klubs FSV Frankfurt und SC Freiburg sowie die Drittliga-Vereine Kickers Offenbach und Erzgebirge Aue die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht.

DFB-Pokal, 1. Runde (Spiele am Samstag)

Holstein Kiel - Hansa Rostock 0:2 (0:1)
SV Babelsberg 03 - FSV Mainz 05 1:2 (0:0, 1:1) nach Verlängerung
Rot-Weiss Essen - Borussia Dortmund 1:3 (1:1)
Hallescher FC - Hannover 96 0:5 (0:1)
Fichte Bielefeld - Borussia Mönchengladbach 1:8 (0:7)
FC Wegberg-Beeck - Alemannia Aachen 1:4 (1:1)
FC Ingolstadt 04 - Hamburger SV 1:3 (1:0)
Eintracht Nordhorn - Werder Bremen 3:9 (1:4)
FC Homburg - FC Schalke 04 0:3 (0:1)
SC Pfullendorf - Eintracht Frankfurt 0:3 (0:2)
Tennis Borussia Berlin - Energie Cottbus 0:3 (0:2)
FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Kaiserslautern 2:1 (0:0)
SC Paderborn - FC Augsburg 1:3 nach Elfmeterschießen

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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