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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

1:4 in Stuttgart Nächster Rückschlag für Bremen

10.02.2007 ·  Werder Bremen hat das zweite Spitzenspiel binnen einer Woche verloren und gerät im Rennen um die Meisterschaft immer mehr ins Hintertreffen. Nach der Niederlage gegen Schalke 04 unterlag Bremen 1:4 beim Tabellendritten VfB Stuttgart.

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Werder Bremen hat im Meisterschaftsrennen den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Der Titelkandidat verlor am Samstag das hochklassige Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga bei Verfolger VfB Stuttgart mit 1:4 (1:3). Die Schwaben rückten dank ihres ersten Heimsiegs gegen die Hanseaten seit sechs Jahren bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten heran und sind damit weiter auf Champions-League-Kurs. Roberto Hilbert (3. Minute), Neu-Nationalstürmer Marco Gomez (10.) mit seinem zwölften Saisontreffer, Ludovic Magnin (33.) und Marco Streller (86.) erzielten die Tore für die überlegenen Stuttgarter. Spielmacher Diego traf für Bremen (21.).

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw sorgte vor allem der VfB für ein rauschendes Fußball-Fest vor 55.900 Zuschauern im Daimlerstadion. „Wir haben ein sensationelles Spiel gesehen und verdient gewonnen“, sagte VfB-Teammanager Horst Heldt. Nach der frühen, toll herausgespielten Führung trumpften die Stuttgarter groß auf und trieben die Bremer zunächst in die Defensive. Gegen das schnelle Kombinationsspiel fanden die Gäste kein Gegenmittel. Wie zuletzt beim 0:2 zu Hause gegen Schalke blieb Werder zu oft den Nachweis seiner spielerischen Klasse schuldig.

„Dann haben wir kein Recht, Meister zu werden“

„Wenn wir so spielen, dann haben wir kein Recht, Meister zu werden“, sagte Bremens Nationalspieler Torsten Frings, der den Titel dennoch nicht abgeschrieben hat. „Wir haben zwei Mal hintereinander verloren. Warum sollte das den Schalkern nicht auch mal passieren?“ Der Mittelfeldspieler ärgerte sich jedoch darüber, „dass wir denken, es geht nur vom Spielerischen her“. Stürmer Miroslav Klose meinte: „Wir haben uns nur vorzuwerfen, dass wir die erste Halbzeit verschlafen haben.“

Das mit Spannung erwartete direkte Duell der beiden Top-Torjäger Gomez und Klose entschied der junge Stuttgarter zu seinen Gunsten. Gomez, der fünf Minuten zuvor noch kläglich vergeben hatte, traf bei seinem zweiten Versuch wie zuletzt am Mittwoch bei seinem Länderspiel-Debüt gegen die Schweiz (3:1) zum 2:0. Der trotz einer Daumenverletzung spielende Klose fand dagegen nie richtig ins Spiel.

Stuttgart mit Glück und Geschick

Im zweiten Durchgang machte Bremen mehr Dampf und bestimmte anfangs eindeutig das Geschehen. Der VfB ließ sich viel zu weit in die eigene Hälfte drängen und entwickelte kaum noch Initiative. Zudem wirkte sich die verletzungsbedingt notwendige Auswechslung von Abwehrchef Fernando Meira (52.) nachteilig für die Sicherheit in der Defensive aus. Der portugiesische Nationalspieler wurde wegen einer Knieverletzung ins Krankenhaus zur Kernspintomographie gebracht.

Nun konnte sich auch Klose besser in Szene setzen: Ein Kopfball (61.) und ein strammer Schuss (63.) verfehlten jedoch das Ziel. Die größte Chance zum Anschlusstreffer bis zu diesem Zeitpunkt vergab jedoch Tim Borowski: Seinen Schuss aus vier Metern konnte Timo Hildebrand in Weltklassemanier abwehren (69.). Dem VfB schien nach dem hohen Tempo der ersten Hälfte immer mehr die Kraft auszugehen. Mit gelegentlichen Kontern konnten sich die unter Dauerdruck stehenden Schwaben kaum Entlastung verschaffen. Mit Glück und Geschick verhinderte der Tabellendritte jedoch einen weiteren Treffer. Der eingewechselte Schweizer Streller erlöste dann die Stuttgarter mit dem 4:1.

VfB Stuttgart - Werder Bremen 4:1 (3:1)
Stuttgart: Hildebrand - Tasci, Meira (52. Khedira), Delpierre, Magnin - Pardo - Hilbert, Hitzlsperger - da Silva (79. Gentner) - Cacau (74. Streller), Gomez
Bremen: Wiese - Fritz (62. Rosenberg), Mertesacker, Naldo, Wome - Frings - Daniel Jensen (30. Vranjes), Borowski - Diego - Klose, Hunt (77. Hugo Almeida)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore: 1:0 Hilbert (3.), 2:0 Gomez (14.), 2:1 Diego (21.), 3:1 Magnin (33.), 4:1 Streller (86.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Cacau (4), Magnin (4) - Frings (5/1), Naldo (4)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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