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1:4 in Hoffenheim Das nächste Dortmunder Debakel

21.09.2008 ·  Der Heim-Niederlage im Uefa-Cup folgte die erste Schlappe in der Bundesliga. Und wie! Borussia Dortmund kassierte bei Aufsteiger TSG Hoffenheim eine herbe 1:4-Packung. Während das Klopp-Team auf Rang 10 abstürzte, kletterte der Neuling auf Platz 2.

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Borussia Dortmund hat seinen Europacup-Schock noch nicht verkraftet und die zweite bittere Pleite innerhalb von drei Tagen kassiert. Nach dem 0:2 gegen Udinese Calcio in der ersten Runde des Uefa-Pokals kamen die Westfalen mit 1:4 (0:2) bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim unter die Räder und wurden bei ihrer ersten Liga-Niederlage in dieser Saison teilweise vorgeführt.

Vor 26.300 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion trafen Torjäger Vedad Ibisevic (5./47. Minute), Sejad Salihovic (25.) und Carlos Eduardo (67.) für die beherzt auftrumpfenden Schützlinge von Trainer Ralf Rangnick. Der Neuling stellte als Zweiter mit zehn Punkten den Anschluss an Spitzenreiter FC Schalke 04 her. „Die Tabelle hat jetzt natürlich einen gewissen Charme, wenn man sieht, welche Mannschaften alle hinter uns sind“, frohlockte Rangnick nach dem Coup. „So ungefähr habe ich mir das vorgestellt. Meine Mannschaft hat den Dortmundern ja kaum Luft zum Atmen gelassen.“

Kehl und Hajnal auf der Bank

Bei der auf Rang zehn abgerutschten Borussia (8 Punkte), für die nur Felipe Santana in der Nachspielzeit (90.+1) traf, ist dagegen die Klopp-Euphorie vorerst verflogen. Drei Tage nach der bitteren 0:2-Heimschlappe im Uefa-Pokal gegen Udinese Calcio hatte der Trainer Konsequenzen gezogen und gleich auf sechs Positionen umgestellt.

So fanden sich unter anderem überraschend auch Kapitän Sebastian Kehl und Spielmacher Tamas Hajnal beim Anpfiff auf der Reservebank wieder. Der BVB-Coach versprach sich von seinem Durchgreifen auch eine andere Einstellung bei seinen Akteuren, die im ersten Bundesliga-Duell zwischen beiden Mannschaften dennoch nach nur knapp fünf Minuten schon wieder hinten lagen.

Hoffenheim hätte noch höher führen können

Ibisevic nutzte eine mustergültige Flanke von Tobias Weis zu seinem fünften Saisontreffer. Die in Bestbesetzung angetretenen Hoffenheimer erwiesen sich mit der Führung im Rücken als das ballsichere und klar spielbestimmende Team. Dem gepflegten Fußball des Aufsteigers hatten die Westfalen in dieser Phase nur Härte entgegenzusetzen. Einen der vielen daraus resultierenden Freistöße nutzte Salihovic mit einem strammen 18- Meter-Schuss zum 2:0.

Während Demba Ba (17./33.) und Ibisevic (27.) es verpassten, die Führung weiter auszubauen, bot sich dem vor der Pause erschreckend harmlosen BVB nur eine gute Einschussmöglichkeit durch Nelson Valdez (18.), der den Ball freistehend über das Tor hob.

Der Neuling konterte eiskalt

Nach dem Wiederanpfiff wollte Klopp mit der Hereinnahme von Jakub Blaszczykowski und Bajram Sadrijaj den Umschwung herbeiführen, doch gleich der erste 1899er-Angriff gegen die noch unsortierte BVB-Abwehr erstickte Dortmunds Hoffnungen im Keim. Der nie zu bremsende Ba flankte und Ibisevic zog mit dem Leverkusener Patrick Helmes an der Spitze der Torjägerliste (je 6 Treffer) gleich. Kurz darauf traf Ibisevic (52.) nur die Latte.

Die Dortmunder lockerten die Defensive ein wenig - Hoffenheim konterte eiskalt. Der von Gustavo glänzend freigespielte Carlos Eduardo setzte noch einen drauf und rundete mit dem vierten Treffer den Jubeltag für 1899 ab. Daran änderte auch der „Schönheitsfehler“ (Rangnick) des 1:4 nichts.

1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund 4:1 (2:0)
Hoffenheim:
Özcan - Beck, Nilsson, Compper, Ibertsberger - Weis, Luis Gustavo (74. Vorsah), Salihovic (75. Teber) - Carlos Eduardo - Ba (71. Obasi), Ibisevic
Dortmund:
Weidenfeller - Rukavina, Subotic, Felipe Santana, Schmelzer - Federico (46. Blaszczykowski), Tinga, Sahin, Kringe (64. Kehl) - Valdez, Klimowicz (46. Sadrijaj)
Schiedsrichter:
Rafati (Hannover)
Zuschauer: 26.300 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Ibisevic (5.), 2:0 Salihovic (25.), 3:0 Ibisevic (47.), 4:0 Carlos Eduardo (67.), 4:1 Santana (90.+1)
Gelbe Karten: - / Valdez (1)

Quelle: FAZ.NET / ad.
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