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1:4 in Hannover : Brave Mainzer bleiben hinter Bayern

Hinweisschild Richtung Siegerstraße: Sobiechs Tor bringt Hannover in Führung Bild: dpa

Mainz 05 hätte zumindest für einige Stunden Tabellenführer werden können. Nach der deftigen Niederlage in Hannover reihen sich die Rheinhessen aber brav hinter den Bayern ein. Dabei hatte Nicolai Müller wie immer zur Führung getroffen.

          Die Mainzer Träume von einer möglichst lang anhaltenden Siegesserie  sind am Samstag von der Realität eingeholt worden. Bei Hannover 96, wo der  1. FSV 05 noch nie ein Bundesligaspiel gewonnen hat, setzte es nach drei Siegen  zu Beginn die erste Saisonniederlage. Nur eine halbe Stunde hatte das Team von  Trainer Thomas Tuchel dieses Spitzenspiel des vierten Spieltags dominiert und  dabei auch die Führung durch Nicolai Müller (12. Minute) erzielt; danach  wendeten die Niedersachsen mit ihrem dritten Heimsieg dieser Spielzeit durch  die Tore von Diouf (31.), Sobiech (37.), Ya Konan (80.) und Prib (82.) die  Partie eindrucksvoll und schob sich nach dem zu hoch ausgefallenen 4:1 in der  Tabelle als Vierter an den Mainzern vorbei. 

          Roland Zorn

          Sportredakteur.

          Dreißig Minuten lang wirkte 96 ratlos angesichts eines Mainzer  4-3-1-2-Systems, das dazu führte, dass im Zweifel immer die Rheinhessen die  strategisch wichtigen Räume besetzten. Mit den beiden außen heimischen Spitzen  Nicolai Müller und Okazaki und Moritz als pendelndem Mittelmann dazwischen  kamen die hannoverschen Innenverteidiger nicht zurecht. Marcelo und Sané  wussten kaum, was gegen so viel Wendigkeit zu tun war und ermöglichten, weil  unterbeschäftigt, den Mainzern ständig Überzahlsituationen im Mittelfeld. Da  Marcelo auch noch mit einem kapitalen Fehlpass auf Pospech den Führungstreffer  der 05er einleitete, hielt der Brasilianer fürs erste den schwarzen Peter in  der Hand, nachdem der Tscheche Müller freigespielt und der auch im vierten  Bundesligaspiel getroffen hatte (12.), sein fünftes Saisontor.

          Als 96-Trainer Slomka schon angestrengt darüber nachdachte, was er in der  Halbzeit ändern müsse, half ihm der Mainzer Torwart Heinz Müller aus der  Bredouille. Der Schlussmann bekam Pribs Eckball nicht in den Griff, so dass Dioufs Kopfball das 1:1 (31.) markierte, weil Geis den Ball hinter der Torlinie abwehrte. Damit nicht genug, ließen sich Zimling und Moritz sechs Minuten  später vom Hannoveraner Kapitän Stindl austanzen, dessen Flanke Sobiech per  Kopf zum 2:1 ins Netz wuchtete.

          Mainz wird offensiver

          Tuchel reagierte zur zweiten Hälfte mit der Hereinnahme von Choupo-Moting  als drittem Stürmer und der Umstellung auf eine 4-3-3-Formation. Slomka  verstärkte das spielerische Element, als er den spielstarken Bittencourt für  die rechte Seite aufbot, dafür den starken Allrounder Stindl ins defensive  Mittelfeld zurückzog und die Kämpfernatur Hoffmann in der Kabine ließ.

          Da schient Mainz noch auf dem richtigen Weg: Nicolai Müller trifft auch im vierten Saisonspiel
          Da schient Mainz noch auf dem richtigen Weg: Nicolai Müller trifft auch im vierten Saisonspiel : Bild: dpa

          96 setzte nun mit neuem Selbstbewusstsein und besserer Ordnung auf  Konterfußball. Da Hannover ihn konsequenter in die Tat umsetzten als Mainz  zuvor sein Überzahlspiel, verdiente sich 96 durch die sehenswerten  Distanzschüsse von Ya Konan (80.) und Prib (82.) zum 3:1 und 4:1 den Erfolg  dank der größeren Effizienz im Ergebnissport Fußball.

          Hannover 96 - FSV Mainz 05 4:1 (2:1)

          Hannover 96: Zieler - Sakai, Marcelo, Sané, Pocognoli - Stindl, Andreasen, Hoffmann (46. Bittencourt), Prib - Diouf (85. Schulz), Sobiech (70. Ya Konan)
          FSV Mainz 05: Heinz Müller - Pospech, Svensson, Noveski, Park - Baumgartlinger (46. Choupo-Moting) - Geis, Zimling (68. Parker) - Moritz (81. Polter) - Okazaki, Nicolai Müller
          Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
          Zuschauer: 38 600
          Tore: 0:1 Nicolai Müller (12.), 1:1 Diouf (31.), 2:1 Sobiech (37.), 3:1 Ya Konan (80.), 4:1 Prib (82.)
          Gelbe Karten: Bittencourt (2), Pocognoli (2), Sakai (2) / Svensson
          (1)

          Quelle: F.A.S.

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