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1:4 gegen Stuttgart Eintracht kann schwäbischen Siegeszug nicht stoppen

24.11.2007 ·  Der deutsche Meister VfB Stuttgart hat seine Aufholjagd fortgesetzt und durch den vierten Sieg hintereinander den Anschluss zu den Uefa-Cup-Plätzen geschafft. Für die Frankfurter war das 1:4 das fünfte sieglose Spiel in Serie.

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Der deutsche Meister VfB Stuttgart hat seinen imponierenden Siegeszug in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und mit einem eindrucksvollen 4:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt den vierten Erfolg in Serie gefeiert. Während die langsam wieder an ihre Vorjahrsform anknüpfenden Schwaben schon an einem Uefa-Cup-Platz schnuppern, kommen die seit fünf Spielen sieglosen Frankfurter nicht vom Fleck.

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena erzielten Roberto Hilbert (45.), Ciprian Marica (48.), Thomas Hitzlsperger (57.) und Cacau (90.+1) die Tore für den VfB. Benjamin Köhler (41.) hatte die Eintracht bei ihrer zweiten Heimniederlage in Führung gebracht.

„Wir haben zwar die erste Viertelstunde verschlafen, dann zu einem glücklichen Zeitpunkt den Ausgleich gemacht und in der zweiten Halbzeit richtig guten Fußball gespielt“, resümierte VfB-Trainer Armin Veh. Sein Kollege Friedhelm Funkel räumte die Dominanz des Meisters ein: „Wir haben den VfB zum falschen Zeitpunkt erwischt. In
der zweiten Halbzeit waren wir nicht in der Lage, seinen Spielfluss und seine Spielfreude einzudämmen.“

Frankfurt versteckte sich nicht in der Defensive

Beide Teams mussten im Süd-Schlager auf jeweils drei Stammspieler verzichten. Bei den Frankfurtern machte sich der Ausfall der Kreativkräfte Albert Streit, Alexander Meier und Christoph Preuß jedoch stärker bemerkbar als das Fehlen von Yildiray Bastürk, Serdar Tasci und Arthur Boka beim VfB. Obwohl ihrer spielerischen Mittel beraubt, verlegten sich die Frankfurter nicht wie bei den Auswärts-Unentschieden bei Bayern München (0:0) und Borussia Dortmund (1:1) auf eine defensive Ausrichtung. Dabei hatte Trainer Friedhelm Funkel in Ioannis Amanatidis nur eine Angriffspitze nominiert.

„Wir spielen auf Sieg“, hatte VfB-Trainer Armin Veh angekündigt, und seine Mannschaft setzte dies eindrucksvoll in die Tat um. Bereits in der 10. Minute bot sich Cacau die erste Großchance, doch der Brasilianer scheiterte freistehend an Frankfurts Torwart Markus Pröll. 30 Sekunden später hatte Hitzlsperger die Führung der Gäste auf dem Fuß, die in der letzten Saison auf ihrem Weg zum Titel sogar mit 4:0 in Frankfurt triumphiert hatten.

Hilbert und Gomez treffen für Stuttgart

Die hausbackenen Frankfurter hatten ihre erste Chance (26.) durch den auf sich allein gestellten Amanatidis, der an Raphael Schäfer scheiterte. Drei Minuten später köpfte Sami Khedira den Ball Pröll direkt in die Arme. Mitten in die VfB-Drangperiode fiel der überraschende Frankfurter Führungstreffer durch das erste Saisontor von Köhler, dessen Schuss von VfB-Kapitän Fernando Meira noch unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde.

Frankfurts Freude über das erste Heimtor seit dem 7. Oktober währte jedoch nicht lange. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gelang dem sträflich freistehenden Hilbert der verdiente Ausgleich. In der 41. Minute hatte Torjäger Mario Gomez wegen einer im Frankfurter EM-Qualifikationsspiel gegen Wales erlittenen Brustbeinprellung seinen Platz für Ciprian Marica räumen müssen.

Der Wechsel trug schon unmittelbar nach der Pause Früchte, als der bisher enttäuschende Rumäne ein präzises Zuspiel von Hilbert zu seinem ersten Tor für den VfB verwertete. 60 Sekunden zuvor hatte Pavel Pardo mit einem fulminanten 30-Meter-Schuss den Pfosten getroffen. Die Hessen hatten sich von dem Schock gerade leidlich erholt, als Hitzlsperger gegen die desorientierte Deckung der Gastgeber mit dem 3:1 nachlegte. Funkel brachte mit Naohiro Takahara zwar einen zweiten Stürmer, doch erfolgreich war nur noch der clevere VfB. Cacau krönte seine starke Leistung mit dem 4:1.

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 1:4 (1:1)
Frankfurt: Pröll - Galindo, Chris, Kirgiakos - Ochs (58. Takahara), Inamoto (80. Fink), Spycher - Mahdavikia, Köhler - Thurk - Amanatidis
Stuttgart: Schäfer - Beck, Fernando Meira, Delpierre, Magnin - Pardo, Hilbert (74. Osorio), Hitzlsperger (89. Meißner) - Khedira - Gomez (41. Marica), Cacau
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Köhler (41.), 1:1 Hilbert (45.), 1:2 Marica (48.), 1:3 Hitzlsperger (57.), 1:4 Cacau (90.+1)
Gelbe Karten: Thurk (1) / Beck (1), Hitzlsperger (1), Cacau (3)

Quelle: FAZ.NET
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