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1:3 in Leverkusen Frankfurter Niederlage mit Unterbrechung

Leverkusen kommt gut aus den Startlöchern und gewinnt mit 3:1. Frankfurt ist und bleibt in fremden Stadien ein ungern gesehener Gegner - weil die zündelnden Fans wieder negativ auffallen.

© dpa Wegen des Abbrennens von Pyrotechnik wurde die Partie sieben Minuten unterbrochen

Eintracht Frankfurt ist und bleibt in fremden Stadien ein ungern gesehener Gegner. Das liegt in erster Linie am gewachsenen Selbstbewusstsein des Aufsteigers auf dem Fußballplatz, der auch zum Rückrundenauftakt in Leverkusen unerschrocken zu Werke ging, so dass die Werkself alle Hände voll zu tun hatte, ehe sie sich ihres 3:1-Siegs sicher sein konnte.

Marc Heinrich Folgen:

Wesentlich zum schlechten Image der Hessen fern der Heimat trägt schon seit langem ein kleiner, aber unbelehrbarer Kern unter den Frankfurter Anhängern bei, denen es vor allem auf die eigene Selbstinszenierung und die Lust am Unruhestiften auf den Rängen ankommt. Einige Pyromanen sorgten auch am 18. Spieltag einmal mehr für einen unrühmlichen Zwischenfall, der die Eintracht demnächst vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes teuer zu stehen kommen dürfte.

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Nach einer Viertelstunde am Samstagnachmittag zündeten einige Vermummte im mit mehr als tausend Besuchern gefüllten Frankfurter Fanblock für ein Feuerwerk, bei dem Kanonenschläge explodierten, Silvesterraketen auf den Rasen geschossen und bengalische Fackeln gezündet wurden - Schiedsrichter Wolfgang Stark entschied sofort, die Partie zu unterbrechen und beorderte beide Teams, auch zu ihrer eigenen Sicherheit, in die Kabine.

Nach einer mehrminütigen Zwangspause, in der sich der dichte Qualm aus der Arena verzogen hatte, ging die Partie ohne weitere Zwischenfälle weiter. Zunächst waren es dabei die Profis von Trainer Armin Veh, die den Takt bestimmten und mit schnellen Kombinationen im Mittelfeld gefährlich in die Bayer-Hälfte vorstießen. Takashi Inui, Sebastian Rode und Stefan Aigner besaßen bis zur 30. Minute gute Einschussmöglichkeiten für die Hessen, schlossen die Vorstöße kurz vor Torwart Bernd Leno aber jeweils zu überhastet ab.

Keine Feier ohne Bayer: Leverkusen startet gut in die Rückrunde © dpa Vergrößern Keine Feier ohne Bayer: Leverkusen startet gut in die Rückrunde

In der Schlussphase des ersten Abschnitts stand den Leverkusenern das Glück zur Seite, als sie den bis dahin sicher stehenden Abwehrblock der Frankfurter überraschend knacken konnten: Marco Russ, in der Winterpause aus Wolfsburg wieder an den Main gewechselt, gelang es nicht, den Ball nach einem Eckstoß von Gonzalo Castro aus der Gefahrenzone weit weg zu schlagen. Er bugsierte ihn direkt vor die Füße von Sebastian Boenisch - der Leverkusener Abwehrspieler nahm das Angebot im Strafraumgewühl dankend an und drosch die Kugel aus rund zwölf Metern zum 1:0 ins Netz (31.).

Rückkehrer Russ sah auch schlecht aus, als keine 120 Sekunden später der nächste Treffer fiel. Er und Nebenmann Carlos Zambrano waren sich nicht schnell genug einig, wer aus der Innenverteidigung heraus rücken und sich dem heraneilenden Castro in den Weg stellen sollte, so dass der Deutsch-Spanier bei diesem Konter freie Bahn besaß und den Überblick behielt, um den noch besser postierten Stefan Kießling zu bedienen: Der Torjäger hatte keine Mühe, mit seinem 13. Saisontor zum 2:0 einzuschieben.

Die Bengalos landeten auch auf dem Spielfeld und gefährdeten die eigenen Spieler © AFP Vergrößern Die Bengalos landeten auch auf dem Spielfeld und gefährdeten die eigenen Spieler

Nach dem Seitenwechsel mühten sich die Frankfurter nach Kräften, den Anschluss herzustellen, doch in der Offensive fehlte es ihnen bis kurz vor Schluss, als Alexander Meier noch traf (78.), vielfach an Durchschlagskraft. Entschieden war die Begegnung zu diesem Zeitpunkt bereits, denn André Schürrle hatte zuvor alle Zweifel am Ausgang beseitigt: Sein Tor bedeutete zugleich ein Leverkusener Jubiläum der besonderen Art: Das 3:0 war der 1904. Bundesligatreffer für den 1904 gegründeten Fußballklub.

Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 3:1 (2:0)

Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Rolfes - Reinartz, Bender - Castro (90.+2 Hosogai), Schürrle (83. Hegeler) - Kießling (89. Sam)
Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano (73. Butscher), Russ, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner, Meier, Inui (83. Kittel) - Matmour (62. Occean)
Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Zuschauer: 28.767
Tore: 1:0 Boenisch (31.), 2:0 Kießling (33.), 3:0 Schürrle (58.), 3:1 Meier (78.)
Gelbe Karten: Boenisch (2) / Russ (1), Zambrano (7)

Quelle: FAZ.NET

 
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