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1:3 in Karlsruhe Dortmund geht durch „richtig tiefes Tal“

29.09.2007 ·  Aufsteiger Karlsruher SC entwickelt sich immer mehr zur Überraschungsmannschaft. Die Badener feierten mit dem 3:1 gegen Borussia Dortmund ihren fünften Saisonsieg und haben dafür gesorgt, dass der BVB endgültig in der Krise steckt.

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Borussia Dortmund stürzt immer tiefer in die Krise und bringt Trainer Thomas Doll in große Not. Das 1:3 (1:1) am Samstag beim Karlsruher SC war die dritte Niederlage für den BVB innerhalb nur einer Woche in der Fußball-Bundesliga.

Vor 29.290 Zuschauern boten die Gäste gegen den kampf- und zeitweise auch spielstarken Aufsteiger eine indiskutable Leistung und waren mit dem Ergebnis noch gut bedient. Die einzige Chance nutzte Abwehrspieler Christian Wörns zum zwischenzeitlichen Ausgleich (41.). Massimilian Porcello (25.), Kapitän Mario Eggimann (64.) und Sebastian Freis (75.) trafen für den KSC.

Doll: „Wird viel auf uns einprasseln“

Freis erzielte das erste Stürmertor in dieser Saison für die Badener, die auf den dritten Tabellenplatz kletterten. „Wir haben den Ball gut laufen lassen“, meinte Trainer Edmund Becker und sprach seinen Spielern ein „ganz, ganz großes Kompliment“ aus. „Wir gehen gerade durch ein Tal durch, durch ein richtig tiefes“, klagte Doll und ahnte: „Jetzt wird viel auf uns einprasseln.“ Auf die Frage, ob er überhaupt noch genug Zeit habe, die Mannschaft wieder auf Vordermann zu bringen, antwortete er mit einem „Ja“.

„Ich will eine andere Mannschaft auf dem Platz sehen“, hatte Manager Michael Zorc nach dem 0:3 zu Hause gegen den Hamburger SV gefordert. Doch die BVB-Profis schienen das weder gehört noch gelesen zu haben: Der KSC ging von der ersten Minute an bissiger und zielstrebiger ans Werk. Dabei hatten die Platzherren auf ihre Stammspieler Godfried Aduobe (Oberschenkelzerrung) und Andreas Görlitz (Gelb-Rot-Sperre) verzichten müssen. Den Dortmundern fehlten allerdings in Sebastian Kehl, Florian Kringe, Alexander Frei, Philipp Degen und Mladen Petric gleich fünf wichtige Spieler.

Durch die Beine von Weidenfeller

Beflügelt vom 1:0-Sieg am Mittwoch in Frankfurt zogen die Karlsruher ihr schwungvolles Offensivspiel auf und hatten gleich in den ersten Minuten Chancen. Dabei tat sich überraschend auch Manndecker Maik Franz als Kunstschütze hervor: Mit einem Fallrückzieher wäre ihm fast das 1:0 gelungen (17.). Genauer zielte wenig später Porcello durch die Beine des zuletzt stark kritisierten Torhüters Roman Weidenfeller - die hochverdiente Führung für den KSC.

Während KSC-Spielmacher Tamas Hajnal von den Gästen kaum zu stoppen war, war von der Dortmunder Offensivabteilung nichts zu sehen. Auch der Ex-Karlsruher Giovanni Federico, im vergangenen Jahr Torschützenkönig der 2. Bundesliga, konnte keine Akzente setzen und wurde ausgewechselt. Nur als Wörns sich im Kopfballduell gegen Porcello durchsetzte, durfte die Borussia jubeln. Franz hatte dabei Glück, dass er nicht Rot sah - wie es sein Gegenspieler Nelson Valdez von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) forderte. Franz hatte noch versucht, auf der Torlinie mit der Hand zu retten.

Mit einem Fehlpassfestival auf beiden Seiten begann die zweite Halbzeit. KSC-Coach Becker gab dann mit der Einwechslung des zweiten Stürmers Edmond Kapllani das richtige Signal für seine Mannschaft. Nur eine Minute danach köpfte der Schweizer Eggimann den Ball nach einem Hajnal-Freistoß zum 2:1 ins Netz. Von einem Aufbäumen der Dortmunder war auch danach nichts zu sehen. Freis nutzte die Trägheit seiner Gegenspieler noch mit einem schönen Schlenzer zum 3:1 aus.

Karlsruher SC - Borussia Dortmund 3:1 (1:1)
Karlsruhe
: Miller - Staffeldt (63. Kapllani), Eggimann, Franz, Eichner - Mutzel, Porcello - Timm, Hajnal, Carnell (46. Iaschwili) - Freis (83. Stoll)
Dortmund: Weidenfeller - Blaszczykowski, Wörns, Kovac, Dede - Federico (74. Nöthe), Kruska, Tinga (46. Njambe), Buckley - Valdez, Klimowicz
Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Zuschauer: 29.290
Tore: 1:0 Porcello (25.), 1:1 Wörns (41.), 2:1 Eggimann (64.), 3:1 Freis (75.)
Gelbe Karten: - / Valdez (1)

Quelle: FAZ.NET
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