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1:3 gegen Freiburg Schalke in Not

 ·  Nach dem 1:3 gegen Freiburg wird die Lage für den Schalker Trainer Huub Stevens immer bedrohlicher. Zu allem Überfluss sieht Torjäger Klaas-Jan Huntelaar Gelb-Rot - genau wie SC-Doppeltorschütze Jan Rosenthal.

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© REUTERS Vergrößern Kapitän Höwedes will bei der Schalker Talfahrt gar nicht mehr hinsehen

Vor ein paar Wochen hatten die Profis des FC Schalke 04 und ihr Trainer Huub Stevens viel Lob für den besten Bundesligastart des Klubs seit mehr als vier Jahrzehnten erhalten. Doch gegen Ende des ersten Halbjahres steckt Schalke in einer Krise. Vor dem letzten Spieltag der Hinrunde geisterten sogar Spekulationen durch die Medien, es könnte sich um eine Art Endspiel für Stevens handeln, der sich zuletzt oft übellaunig präsentiert hatte.

„Ich weiß nicht, wer auf diese Idee gekommen ist“, entgegnete Sportdirektor Horst Heldt vor der Partie gegen den SC Freiburg. Doch beim 1:3 gegen die Badener am Samstagabend hat sich die Lage der Königsblauen abermals zugespitzt. In den zurückliegenden sechs Ligaspielen erreichten sie den äußerst dürftigen Ertrag von insgesamt zwei Punkten und rutschten in der Tabelle auf den siebten Platz ab.

Der Führungstreffer von Jefferson Farfan (19. Minute) nützte Schalke nichts. Freiburg nutzte die Schwächen der Heimelf mit kühlem Kopf aus und entschied die Partie dank der Tore von Jan Rosenthal (26. und 61. Minute) und Jonathan Schmid (32.) für sich. Während die Westfalen meist kopflos wirkten, gefiel der Sportclub, inzwischen Fünfter, durch solide Abwehrarbeit und effektive Angriffe.

Die Gelsenkirchener zeigten sich zunächst voller Tatendrang und gingen in Führung. Nach einem Steilpass legte Holtby den Ball im Strafraum quer auf Farfan, der seine Schnelligkeit ausspielte und zum 1:0 traf. Der Vorsprung verlieh den Schalkern jedoch keine Sicherheit. Im Gegenteil: Sie verloren die Kontrolle über Ball und Gegner und ließen Freiburg ins Spiel kommen. Die Breisgauer erarbeiteten sich binnen weniger Minuten drei Chancen, die dritte davon nutzte Jan Rosenthal mit einem Volleyschuss zum Ausgleich.

Schalke geriet aus dem Tritt - und folgerichtig auch in Rückstand. Symptomatisch war das Zustandekommen des zweiten Gegentores. Innenverteidiger Joel Matip schlug über den Ball und machte so den Weg frei für Schmid, der Freiburg, ohne zu zögern, in Führung schoss.

Kurz vor der Pause bot sich dem Sportclub sogar die Chance, den Vorsprung auszubauen, doch Holtby, knapp vor der Torlinie postiert, wehrte Max Kruses Schuss in höchster Not mit dem Fuß zur Ecke ab. Zur Halbzeit mussten sich die Schalker Profis Pfiffe anhören. Nach dem Seitenwechsel ließen die Freiburger sich zurückfallen, Schalke versuchte Druck aufzubauen, ließ es aber an Durchsetzungsvermögen fehlen.

Die Freiburger verteidigten konzentriert und warteten auf die Gelegenheit zu kontern. Sie bot sich nach gut einer Stunde. Begünstigt von einem Fehlpass Metzelders schlug Rosenthal abermals zu. Schalke blieb noch eine halbe Stunde, die Niederlage abzuwenden.

Doch es reichte nicht mehr zur Wende. Neun Minuten vor dem Ende schien sich für Schalke zwar ein Vorteil abzuzeichnen, nachdem Schiedsrichter den Torschütze Rosenthal mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen hatte. Doch schon eine Minute später sah auch der Schalker Stürmer Klaas-Jan Huntelaar, seit Wochen außer Form, Gelb-Rot.

17. Spieltag: Die Verfolger holen auf

FC Schalke 04 - SC Freiburg 1:3 (1:2)

FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida (29. Metzelder), Höwedes, Matip, Fuchs - Neustädter, Moritz (59. Pukki) - Farfán, Holtby (83. Marica), Draxler - Huntelaar
SC Freiburg: Baumann - Sorg, Flum, Diagne, Hedenstad - Schuster, Makiadi - Schmid, Rosenthal, Caligiuri - Kruse (88. Guédé)
Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)
Zuschauer: 60.620
Tore: 1:0 Farfán (20.), 1:1 Rosenthal (26.), 1:2 Schmid (32.), 1:3 Rosenthal (61.)
Gelbe Karten: Holtby (2) / -
Gelb-Rote Karten: Huntelaar (82./wiederholtes Foulspiel) / Rosenthal (81./wiederholtes Foulspiel)

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