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1:3 gegen Dortmund Hoffenheim chancenlos

 ·  Die TSG zeigt sich beim 1:3 gegen Dortmund ohne Kondition und Selbstbewusstsein. Noch vor Weihnachten wird Hoffenheim wohl einen neuen Trainer präsentieren. Eine gute Nachricht gibt es am Sonntag dennoch.

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© dapd Vergrößern Willkommen im Keller: Hoffenheim überwintert in ungemütlichen Regionen

Der Hoffenheimer Stadionsprecher Mike Diehl hat am Sonntag wenigstens einmal Optimismus verbreiten können, als seine Mannschaft bei der 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Sven Schipplock erzielt hatte (35.). „Hurra, wir leben noch“, rief Diehl den 30.000 Zuschauern zu. Auch nach der Niederlage, bei der Götze (26.), Großkreutz (58.) und Lewandowski (66.) die Dortmunder Tore erzielten sind in Hoffenheim natürlich noch immer alle am Leben.

Denn beim Fußball geht es doch nur um ein Spiel und nicht um wirklich Existenzielles geht wie die gesundheitlichen Fortschritte des vor gut drei Monaten schwer mit dem Auto verunglückten Boris Vukcevic. Von dem Stürmer konnten die Hoffenheimer vor dem Spiel erstmals einen Dank an die Fans für die moralische Unterstützung in den vergangenen Wochen übermitteln. Es gibt also glücklicherweise auch noch positive Nachrichten aus Hoffenheim.

Auf denjenigen, der voraussichtlich am Mittwoch als Nachfolger des glücklosen Zwei-Spiele-Interimstrainers Frank Kramer als neuer Trainer vorgestellt wird, kommt dennoch eine gewaltige Aufgabe zu.

Die Mannschaft ist offenkundig in einem konditionell bedenklichen Zustand, zudem fehlt nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie jegliches Selbstbewusstsein, das ein Tabellen-Sechzehnter bei sieben Punkten Rückstand auf den rettenden 15. Platz und nur drei Punkten Vorsprung auf den endgültigen Abgrund eines direkten Abstiegsplatzes für die Rückrunde benötigt.

Entsprechend brach die TSG nach einer akzeptablen ersten Halbzeit ein. Der Borussia genügte eine kurzzeitige Tempoverschärfung, um das Spiel durch Großkreutz und Lewandowski für sich zu entscheiden und die Vorrunde auf Rang drei zu beenden.

„In den nächsten zwei, drei Tagen wird eine Entscheidung fallen, welches Trainerteam die Mannschaft in die Vorbereitung auf die Rückrunde führt“, sagte Manager Andreas Müller, der offenkundig mit Rückendeckung von Mäzen Dietmar Hopp die alleinige Verantwortung für die Trainerauswahl für sich reklamierte und eingestand, bereits Gespräche mit Anwärtern geführt zu haben.

Naturgemäß äußerte sich Müller nicht zu den Namen möglicher Kandidaten, aber die Rückversetzung des vormaligen U23-Trainer Kramer ins zweite Glied dürfte beschlossene Sache sein. Der neue Mann soll derweil eine „hohe Identifikation mit dem Verein“ einbringen, was den Kandidatenkreis für den Job bei dem einst für Innovation gefeierten, mittlerweile aber konturlosen Retortenklub sehr einschränken dürfte.

Streng genommen trifft dieses Profil nur auf den ehemalige Hoffenheimern U23-Trainer Markus Gisdol zu, der am Sonntag passenderweise im Zuge der Entlassung von Huub Stevens seinen bisherigen Job als Assistenztrainer bei Schalke 04 verlor.

17. Spieltag: Die Verfolger holen auf

1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund 1:3 (1:1)

1899 Hoffenheim: Casteels - Beck, Delpierre, Compper, Johnson - Weis (70. Roberto Firmino), Rudy, Salihovic - Schröck, Schipplock (62. Joselu), Volland (63. Ochs)
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Blaszczykowski - Gündogan, Leitner - Großkreutz (75. Perisic), Götze (35. Hofmann), Reus (83. Kirch) - Lewandowski
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Götze (26.), 1:1 Schipplock (35.), 1:2 Großkreutz (58.), 1:3 Lewandowski (66.)
Gelbe Karten: Weis (2) / -
 

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16.12.2012, 17:30 Uhr

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