29.11.2008 · Alle Hoffnungen auf einen Befreiungsschlag entpuppten sich als Wunschdenken. Borussia Mönchengladbach musste beim 1:3 im Kellerduell gegen Energie Cottbus einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen.
Von Richard Leipold, MönchengladbachDreimal hatte Energie Cottbus vergeblich versucht, auswärts gegen Borussia Mönchengladbach ein Bundesligator zu erzielen. Beim 1:3 im vierten Versuch ist es ihnen gelungen. Dem Eigentor von Michael Bradley (17. Minute) folgten zwei selbsterzielte Treffer von Dennis Sörensen (51.) und Emil Jula (85.).
Diese für Cottbus ungewöhnliche Ausbeute reichte zum Sieg gegen schwache, erst nach der Pause kämpferische Gladbacher, für die nur Steve Gohouri traf (59.). Nach diesem Rückschlag im Abstiegskampf liegt Gladbach schon vier Punkte hinter Cottbus. „Wir haben unter meiner Regie noch kein Spiel über neunzig Minuten erstligareif gespielt“, sagte Borussen-Trainer Hans Meyer. „So wie in der ersten Halbzeit kann man nicht auftreten.“
Gladbach ließ es gemächlich angehen
Eine frühe Kopfballchance für Bradley hatte auf einen schwungvollen Start der Borussia hingedeutet. Doch der erste Eindruck täuschte. Die Gladbacher ließen es gemächlich angehen - und den Gegner gewähren. Was soll uns gegen diese Mannschaft schon geschehen? Dieser Gedanke schien sich ins Unterbewusstsein der Borussen eingebrannt haben.
Die Sorglosigkeit erwies sich als unbegründet. Energie übernahm die Initiative und erzielte alsbald den neunten Saisontreffer. Ivica Iliev flankte parallel zur Grundlinie vor das Tor und fand in Bradley einen unfreiwilligen Abnehmer, der die Kugel ins eigene Tor lenkte. Die Borussen brauchten lange, um den Schock zu verdauen. Ihr Bemühen um den Ausgleich wirkte nicht zwingend.
Cottbus ist eben nicht Bayern
Nach dem Wechsel entwickelte Gladbach mehr Tatkraft und Angriffslust. Alexander Baumjohann hatte den Ausgleich auf dem Fuß, vermochte Torhüter Tremmel aber nicht zu überwinden. Aber auch im zweiten Durchgang musste die Heimelf schon nach wenigen Minuten einen Rückschlag hinnehmen. Sörensen nutzte einen Steilpass von Iliev, und wieder stand es in Mönchengladbach 0:2 - wie zwei Wochen zuvor gegen den FC Bayern München, als den Borussen noch der Ausgleich gelang.
Auch gegen Cottbus wurde es nach Steve Gohouris Anschlusstreffer (59.) noch einmal spannend - bis Jula alles klar machte. Cottbus ist eben nicht Bayern. „Wir sind mit Mut und Engagement ins Spiel gegangen“, sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns.“
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |