Die Stimmung war wieder einmal bestens. Aus sportlicher Sicht aber halfen auch der späte Anstoßtermin und Flutlichtatmosphäre dem FSV Mainz nicht, endlich das ersehnte Wohlfühlklima im neuen Stadion zu erzeugen. Das 1:3 gegen Werder Bremen war bereits die fünfte Heimniederlage in Serie für das Team von Trainer Tuchel. Niko Bungert brachte den FSV zwar in der 23. Minute in Führung. Doch Claudio Pizarro (29.) mit seinem achten Saisontor, Aaron Hunt (47.) und Sebastian Prödl (78.) wendeten die Partie noch zugunsten der Bremer, die sich ihrerseits über das Ende einer kleinen Negativserie freuen konnten. Aus drei Spielen zuvor hatten sie nur einen Punkt geholt. Es war ein rasantes und abwechslungsreiches Spiel, das die effektivere zweier leidenschaftlicher und offensiver Mannschaften für sich entschied.
Der FSV erwischte nicht unbedingt den besseren Start, zumal schon nach 15 Minuten Kapitän Noveski verletzt vom Feld musste. Dann aber brachte ein Standard die Führung. Bungert köpfte den von Malli kurz hereingebrachten Eckball ins kurze Eck. Trainer Tuchel hatte jener im Pokal in Hannover siegreichen Elf vertraut. Das bedeutete auch, dass Wetklo, der Elfmeterheld vom Mittwoch, im Tor stand. Er war noch ohne jede Beschäftigung, als Pizarro sich in den Strafraum hineinwurstelte – und äußerst elegant vollendete. Es war sein 150. Bundesligator.
Choupo-Moting und Caligiuri scheiterten kurz nacheinander nur knapp, später hatte auch Ujah eine Chance. Doch wieder erwiesen sich die Bremer als Spielverderber. Gerade einmal eine Minute war in der zweiten Hälfte gespielt, als Hunt aus gut zwanzig Metern in den Winkel traf – ein sehenswertes Tor. Es blieb auch danach ein flottes, intensives Spiel mit erstklassigen Chancen für beide Mannschaften. Erst als Prödl am schnellsten reagierte, nachdem er selbst per Kopf den Pfosten getroffen hatte, zeichnete sich der Bremer Sieg endgültig ab.
Mainz 05: Wetklo - Pospech (70. Ivanschitz), Bungert, Noveski (15. Ju. Baumgartlinger), Fathi - Kirchhoff - M. Caligiuri, Soto - Malli - Choupo-Moting, Ujah (70. N. Müller)
Werder Bremen: Wiese - Sokratis, Prödl, Naldo, L. Schmitz - Ignjovski (88. A. Wolf) - Fritz, Hunt - Ekici (68. Bargfrede) - Rosenberg (63. S. Wagner), C. Pizarro
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 34.000
Tore: 1:0 Bungert (23.), 1:1 C. Pizarro (29.), 1:2 Hunt (47.), 1:3 Prödl (78.)
Gelbe Karten: Kirchhoff, Soto - L. Schmitz, Ignjovski, C. Pizarro, S. Wagner
So nicht
Peter Schmitt (drahtlos)
- 30.10.2011, 11:00 Uhr
Werder verbesst, aber Nationalspieler Marin, Rosenberg und Wesley
rutschen weiter ab ...
Peter Slater (Wales-Rhondda)
- 29.10.2011, 23:59 Uhr