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1:2 in Hannover Eintracht-Trainer Funkel: „Das war Dummheit“

12.04.2008 ·  Die Eintracht ging in Hannover durch Russ in Führung und spielte nach Pintos Tätlichkeit in den letzten 30 Minuten in Überzahl. Dennoch verloren die Frankfurter bei den Niedersachsen mit 1:2. Der Siegtreffer für 96 durch Schulz fiel erst in letzter Minute.

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Christian Schulz hat Hannover 96 den zweiten Rückrundensieg in der Fußball-Bundesliga beschert. Mit seinem Treffer kurz vor dem Abpfiff sicherte der ehemalige Bremer seiner Mannschaft ein äußerst glückliches 2:1 (1:1) im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Der Erfolg schmeichelt den Niedersachsen, denn die Frankfurter waren am Samstag vor 38.104 Zuschauern die spielerisch bessere Mannschaft und verpassten trotz numerischer Überlegenheit nach Sergio Pintos Platzverweis in den letzten 30 Minuten einen möglichen Auswärtssieg.

„Wir sind heute schwer in die Gänge gekommen. Ich hatte ein deutlich besseres Zweikampfverhalten erwartet“, sagte Hannovers Trainer Dieter Hecking. „Nach der Roten Karte gegen uns hat die Mannschaft gezeigt, dass sie zusammenrückt, wenn es ihr dreckig geht.“ Sein Frankfurter Kollege Friedhelm Funkel schimpfte: „Das war Dummheit, und das ärgert mich. Wir sind in der ersten Halbzeit mit unseren Chancen zu fahrlässig umgegangen. Besonders geärgert habe ich mich über die Leistung meiner Spieler nach dem Platzverweis für Hannover.“

Sergio Pinto: erst Torschütze, dann Rotsünder

Das Tor von Marco Russ (28.) war für einen „Dreier“ der mit einem Auge nach Europa schielenden Hessen zu wenig. Pinto (35.) schaffte mit einem sehenswerten Schuss und seinem dritten Saisontor noch vor der Pause den Ausgleich. Mit einer Tätlichkeit gegen Faton Toski, für die der 96-Torschütze nach 61 Minuten zum zweiten Mal in dieser Saison die Rote Karte sah, leistete er seiner Mannschaft allerdings einen Bärendienst.

Beide Trainer mussten vor dem Anpfiff mehrere Umstellungen vornehmen. Bei Hannover 96 fielen die etatmäßigen Mittelfeldspieler Hanno Balitsch (Magen-Darm-Grippe) und Arnold Bruggink (Innenbanddehnung) aus. Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel wechselte erwartungsgemäß die Torhüter: Für den angeschlagenen Oka Nikolov feierte Markus Pröll nach langer Verletzungspause ein Comeback. Er und seine Vorderleute hatten in der ersten Halbzeit wenig zu tun.

Torwart Enke verhindert weitere Gegentreffer

Bis auf das Tor von Pinto und einem Abseitstreffer von Valérien Ismael (15.) blieb der 96-Angriff trotz der Rückkehr des zuvor gesperrten Nationalspielers Mike Hanke harmlos. Während Hannover 96 große Probleme im Spielaufbau hatte, verschaffte sich Frankfurt durch schnelle und direkte Kombinationen Vorteile. Der technisch starke Martin Fenin düpierte die keineswegs sattelfeste Abwehr mehrmals, das Tor von Russ zeichnete sich ab.

Nur der starke 96-Torwart Robert Enke verhinderte weitere Gegentreffer. Mit der Einwechslung des zweiten 96-Stürmers Vahid Hashemian änderte sich nach der Pause das Geschehen. Der Iraner brachte frischen Wind in die Angriffsbemühungen, die allerdings durch den Platzverweis für Pinto zunächst gestoppt wurden. In Unterzahl geriet das zwischenzeitliche 1:1 dank der Frankfurter Abschlussschwächen nicht ernsthaft in Gefahr. Im Gegenteil: Nach einem der gefährlichen Konter über Hashemian gelang Schulz noch der umjubelte Siegtreffer.

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:1)
Hannover:
Enke - Cherundolo, Ismael, Fahrenhorst (46. Hashemian), Vinicius - Christian Schulz, Lala - Pinto, Stajner, Huszti (90. Krebs) - Hanke (68. Rausch). - Trainer: Hecking
Frankfurt: Pröll - Ochs, Russ, Galindo, Spycher - Inamoto (78. Mahdavikia) - Fink, Köhler - Fenin, Toski (68. Mantzios) - Amanatidis. - Trainer: Funkel
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore: 0:1 Russ (28.), 1:1 Pinto (35.), 2:1 Christian Schulz (89.)
Zuschauer: 38.104
Rote Karte: Pinto nach einer Tätlichkeit (61.)
Gelbe Karten: Amanatidis (3), Toski, Mantzios

Quelle: FAZ.NET
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