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1:2 gegen Stuttgart Die Eintracht trifft und verliert

Nach fünf Spielen ohne Torerfolg erzielt Eintracht Frankfurt wieder ein Tor. Trotzdem verlieren die Hessen gegen den VfB Stuttgart. Die Eintracht rückt dennoch auf Rang vier vor. Und Trainer Armin Veh will die Entscheidung über seine Zukunft bekanntgeben.

© dapd Vergrößern Was soll ich tun? Armin Veh will in den kommenden Tagen über seine Zukunft entscheiden

Jetzt hat auch Eintracht-Trainer Armin Veh genug von dem Theater. Er wird in den nächsten Tagen mitteilen, ob er in Frankfurt bleibt oder nicht. Ursprünglich wollte er seine Entscheidung erst verkünden, nachdem die Mannschaft die 40-Punkte-Barriere übersprungen hat. Aber das lässt auf sich warten. Am Sonntag verloren die Frankfurter zuhause sogar gegen das bis dahin schwächste Rückrundenteam VfB Stuttgart 1:2. I Im Moment ist aus dem mutigen und bewunderten Aufsteiger ein Team geworden, das bei allem Bemühen sein Ziel aus den Augen verloren hat - das Toreschießen. „Wir werden uns jetzt in der Länderspielpause zusammensetzen und dann noch vor dem Fürth-Spiel sagen, wie es weitergeht. Dieses Rumgeeiere ist auf Dauer unerträglich“, erklärte Veh nach dem Spiel.

Peter Heß Folgen:  

Zwar beendete Stefan Aigner in der 17. Minute die Torflaute, die insgesamt sechs Stunden gedauert hatte. Aber der Führungstreffer war zu wenig, um das Spiel zu gewinnen. In der 48. Minute glich Vedad Ibisevic durch einen Foulelfmeter aus, den Schwegler an Boka verschuldet hatte. In der 71. Minute köpfte Niedermeier zum 2:1 ein, das den Endstand bedeutete, weil die Frankfurter trotz eines Sturmlaufs in der Schlussphase kaum eine Torchance erspielten. Die Eintracht rückte trotz der Niederlage wieder auf den vierten Tabellenplatz vor, weil Schalke in Nürnberg höher verloren hatte.

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Veh möchte gerne bleiben, die Eintracht möchte unbedingt, dass er bleibt. Perfekte Bedingungen für eine Vertragsverlängerung, aber der Trainer macht sie davon abhängig, wie viel Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen bereit ist, in neue Spieler zu investieren. Denn die sieht Veh als dringend notwendig an, um neue Aufgaben und Ansprüche zu bewältigen. Schon viele Aufsteigerteams, die sich überraschend für das internationale Geschäft qualifizierten, sahen sich in der nächsten Spielzeit plötzlich in den Abstiegskampf verstrickt.

Bruchhagen will Vehs Wünsche erfüllen

Drei Millionen Euro an Investitionen hat Bruchhagen schon fest zugesagt und eine Aufstockung des Personaletats auf 31 Millionen Euro. Aber er signalisiert, dass es mehr werden könnte, vor allem, wenn tatsächlich, ein Europacupplatz erreicht würde. „Ich schließe nicht aus, dass wir viele Wünsche von Armin Veh erfüllen werden können“, sagte der Vorstandsvorsitzende am Sonntag.

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart © dapd Vergrößern Stuttgarter Sieg: Torschütze Georg Niedermeier hat den Siegtreffer erzielt

Während der Woche hatte er schon scherzhaft damit gedroht, Vehs Hund im Main zu ertränken, falls der Trainer sich gegen die Eintracht entscheiden würde. „Ich hoffe, dass diese Drohung eine Wirkung auf ihn hat.“ Veh betont, dass er sich in Frankfurt wohl fühlt. „Ich kann nicht sagen, dass mir irgendwas oder irgendwer nicht passt. Aber wir brauchen Verstärkungen.“ Er dementierte, von Schalke schon einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen zu haben. „Das ist Nonsens.“

Trapps Unsicherheiten

Auf der Torhüterposition sind keine Veränderungen bei der Eintracht vorgesehen. Denn Kevin Trapp spielt so gut, dass sogar Joachim Löw auf ihn aufmerksam geworden ist. Der Bundestrainer nannte in der vergangenen Woche den Frankfurter, als er die drei jungen Torhüter aufzählte, die um die Position drei hinter Neuer und Adler kämpften: Zieler, ter Stegen und eben Trapp. „Er hat in dieser Saison absolut überzeugt und jede Menge überragende Spiele gemacht.“ Löw hob heraus, dass Trapp „der Eintracht viele Punkte gerettet hat.“

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart © dapd Vergrößern Jubelnde Eintracht: Das erste Tor nach fünf torlosen Spielen durch Stefan Aigner reicht nicht

Gegen Stuttgart brachte der Torhüter sein Team aber in Bedrängnis. In zwei Szenen verließ Trapp überoptimistisch sein Tor und verpasste dabei den Ball. Er hatte Glück, dass die Stuttgarter die Momente nicht zu nutzen verstanden. Kurz darauf waren diese Unsicherheiten vergessen, als Aigner auf Steilpass von Schwegler die Eintracht in Führung brachte. Und auch als Ibisevic den berechtigten Foulelfmeter verwandelte, erinnerte sich niemand an die anfänglichen Unsicherheiten des Eintracht-Torwarts. Aber den Gegentreffer, der die Niederlage bedeutete, begünstigte Trapp, weil er nach einer Ecke erst nach vorne lief, dann aber verharrte und Niedermeier den Kopfball ermöglichte.

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart © dapd Vergrößern Die Wende für Stuttgart: Ibisevic verwandelt den Elfmeter gegen Trapp

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 1:2 (1:0)

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler - Celozzi (74. Lakic), Rode (74. Matmour) - Meier - Aigner (81. Kittel), Inui
VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Gentner, Kvist, Boka - Okazaki (69. Maxim), Traoré (87. Rüdiger) - Ibisevic (90.+2 Macheda)
Schiedsrichter: Sippel (München)
Zuschauer: 50 600
Tore: 1:0 Aigner (17.), 1:1 Ibisevic (49./Foulelfmeter), 1:2 Niedermeier (71.)
Gelbe Karten: Meier (4) / Kvist (5), Molinaro (5)

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 17.03.2013, 19:11 Uhr

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