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1:1 in Bremen Spielverderber Arnautovic

11.02.2012 ·  Der neue Trainer Markus Babbel kann lange auf einen erfolgreichen Einstand bei Hoffenheim hoffen. Nach der frühen Führung durch Jannik Vestergaard sieht in Bremen alles nach einem Sieg aus - bis zur letzten Minute.

Von Frank Heike, Bremen
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© dapd Gut aufgewärmt, eiskalt zugeschlagen: der Bremer Marko Arnautovic (rechts)

Wie eine Mannschaft in der Krise wirkte 1899 Hoffenheim am Samstagnachmittag nicht. Gefestigt, aktiv und zweikampfstark spielten die Nordbadener bei Werder Bremen und sahen lange wie Sieger aus.

Jannik Vestergaard brachte Hoffenheim nach einem Eckball per Kopf früh in Führung (4. Minute), doch in der Schlussminute tauchte plötzlich Marko Arnautovic frei vor dem Tor auf und traf zum 1:1-Endstand. Es war also kein Einstand nach Maß für den neuen Hoffenheimer Trainer Markus Babbel, der den Job erst am Freitag vom entlassenen Holger Stanislawski übernommen hatte.

Zwei der Spieler, die in Reihen der Hoffenheimer als besonders schwierig gelten, waren am Samstag nicht dabei: Sejad Salihovic und Ryan Babel fehlten wegen ihrer Gelbsperren. Ohne die beiden, die sich tendenziell zu Höherem berufen fühlen, stand eine solide Hoffenheimer Mannschaft auf dem Rasen, die ihre wenigen Chancen sofort nutzten.

Der dänische Innenverteidiger Vestergaard köpfte den Ball nach einer Ecke als Bogenlampe über den verdutzten Tim Wiese hinweg ins Bremer Tor (4.) zur 1:0-Führung der Hoffenheimer. 120 mitgereiste Fans freuten sich.

Solide, sicher, kompakt, das war der Fußball, den die Mannschaft von Babbel anbot. An seinem Vorgänger Stanislawski war kritisiert worden, er sei nicht in der Lage, modernen Fußball zu lehren. Ob Babbel dies zur Zufriedenheit der Hoffenheimer Vereinsführung beherrscht, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen

– für den Moment dürften Vereinsboss Dietmar Hopp und Sportdirektor Ernst Tanner ganz zufrieden mit ihrer Wahl sein. Denn gegen die jüngste Bremer Mannschaft der Bundesligageschichte genügte die Darbietung zunächst vollauf.

Verunsichert, ideenlos, hadernd, das waren die Vokabeln, die das Bremer Spiel illustrierten. Gegen diese verunsicherten Bremer hätte die Halbzeitführung noch höher ausfallen können – aber Firmino schoss freistehend neben das Bremer Tor, nachdem er zuvor François Affolter sehr schön ausgespielt hatte (27.).

Hoffenheim machte nach dem Seitenwechsel konzentriert und engagiert weiter und zeigte, dass man ein Spiel bestimmen kann, wenn man die Mehrzahl der Zweikämpfe gewinnt. Zauberfußball erwartete auch niemand nach einer Serie von frustrierenden Erlebnissen.

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Werder wurde ein wenig besser nach der Einwechslung von Marko Marin (46.), zwingende Chancen aber spielten sich die Norddeutschen trotzdem nicht heraus. Bis kurz vor dem Ende, als Arnautovic eine Kopfballvorlage von Markus Rosenberg souverän verwandelte (90.).

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:1)

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Affolter, Sokratis, Hartherz - Bargfrede - Junuzovic (71. Füllkrug), Ignjovski - Ekici (46. Marin) - Arnautovic, Rosenberg
1899 Hoffenheim: Starke - Beck, Vestergaard, Compper, Johnson - Rudy (83. Strobl), Williams - Vukcevic, Roberto Firmino, Weis (71. Musona) - Lakic (80. Mlapa)
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)
Zuschauer: 39.176
Tore: 0:1 Vestergaard (4.), 1:1 Arnautovic (90.)
Gelbe Karten: Ekici (3), Sokratis (7), Wiese (1) / Compper (4), Roberto Firmino (3), Vestergaard (2), Weis (2)

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