Energie Cottbus bleibt Bundesliga-Schlusslicht, darf aber auf bessere Zeiten hoffen. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie bremste das Team von Trainer Bojan Prasnikar die Talfahrt und erkämpfte sich im Kellerduell bei Arminia Bielefeld trotz langer Unterzahl ein 1:1 (1:1).
Vor 18.200 Zuschauern in der Schüco-Arena durften die Gäste nach der Führung von Dimitar Rangelow (31.) zwischenzeitlich sogar vom zweiten Saisonsieg träumen. Doch Artur Wichniarek (63.) bewahrte die schwache Arminia vor einer Niederlage. Nach der Gelb-Roten Karte für den Torschützen Rangelow (44.) rettete Cottbus das verdiente Remis über die Zeit.
Kein Risiko - wenig Niveau
„Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen, schließlich hat Cottbus so gut wie nicht stattgefunden“, sagte Bielefelds Geschäftsführer Roland Kentsch nach dem Schlusspfiff. „Aber am Ende müssen wir angesichts des frühen Rückstands mit dem einen Punkt zufrieden sein.“
Beide Teams scheuten in der Anfangsphase das Risiko. Die im Vergleich zur unglücklichen 2:3-Niederlage im Heimspiel gegen Frankfurt auf drei Positionen umgestellten Gäste konzentrierten sich zunächst auf die Defensivarbeit. Nicht zuletzt deshalb taten sich die Bielefelder schwer, ihre Vorsätze umzusetzen. So mangelte es dem Offensivspiel an Ideen, um das Schlusslicht - wie geplant - schon früh unter Druck zu setzen.
Kurz nach dem Tor zum Duschen
Die dürftige Vorstellung der Bielefelder ermutigte Cottbus zu einer etwas forscheren Gangart. Gleich die erste nennenswerte Chance der bis dahin überaus tristen Partie nutzte Rangelow zur Führung. Ausgerechnet ein ehemaliger Bielefelder leitete den Treffer ein: Die präzise Flanke von Ervin Skela beförderte der bereits gegen Frankfurt zwei Mal erfolgreiche Energie-Torjäger per Kopf in das Netz.
Doch die Freude des Bulgaren über seinen dritten Saisontreffer währte nur 13 Minuten: Nach einem Zweikampf am Mittelkreis, in dem er zunächst den Ball und erst danach Daniel Halfar traf, sah der schon zuvor verwarnte Rangelow kurz vor dem Pausenpfiff die Gelb-Rote-Karte.
Sehenswerter Treffer von Wichniarek
Erst diese diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidung erweckte die Arminen aus ihrer Lethargie. Anders als in der ersten Halbzeit bedrängten sie das gegnerische Tor. Erste Chancen von Radim Kucera (50.) und Halfar (54.) blieben jedoch ungenutzt. Doch einmal mehr war Verlass auf Torjäger Wichniarek: Mit seinem sehenswerten siebten Saisontreffer von der Strafraumgrenze brachte er sein Team zurück ins Spiel. Dennoch blieben die Gäste gefährlich: Nur drei Minuten nach dem Ausgleich vergab Stiven Rivic die große Möglichkeit zur neuerlichen Cottbuser Führung.