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1:1 gegen Nürnberg Abseitstor rettet Bremen

Nach Gebharts Tor sieht Nürnberg in Bremen schon wieder Sieger aus. Doch kurz vor dem Ende fälscht Petersen in Abseitsposition einen Schuss von de Bruyne zum 1:1 ab. Beide Teams überwintern im unteren Teil der Tabelle.

© dapd Vergrößern Duell auf Augenhöhe: Bremen und Nürnberg trennen sich 1:1

Ein Abseitstor hat den 1. FC Nürnberg um den ersten Bundesliga-Auswärtssieg seit drei Monaten gebracht. Beim 1:1 (0:0) in Bremen fälschte Werder-Stürmer Nils Petersen in der 88. Minute aus Abseitsposition einen Schuss von Kevin de Bruyne ins Netz ab. „Es reicht“, schimpfte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking und sprach von sich häufenden Fehlern. „Ich habe immer die Schnauze gehalten, aber jetzt ist ein Punkt erreicht, da geht es nicht.“

Erst sechs Minuten zuvor waren die Franken zum Hinrunden-Abschluss durch Timo Gebhart in Führung gegangen. Bis dahin bewahrte die Gäste gleich dreimal das Torgestänge vor einem Gegentor. Mit 20 Punkten hat der Altmeister nun acht Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Werder steht mit jetzt 22 Punkten auf Rang zwölf und konnte nicht näher an die Europapokalplätze heranrücken.

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Die zuletzt unkonstanten Gastgeber übernahmen vom Anpfiff weg die Initiative und erarbeiteten sich genügend Chancen, um schon vor der Pause in Führung zu gehen. Die Nürnberger bewiesen ihrerseits unfreiwillig, warum sie aus den vorangegangenen sechs Auswärtsspielen nur einen Punkt mitnahmen. Einzig Torhüter Raphael Schäfer präsentierte sich bei seinem 200. Bundesligaspiel für Nürnberg in guter Form und verhinderte die eigentlich fällige Führung für Werder.

Vor allem der emsige de Bruyne stiftete Unruhe. Nach acht Minuten lenkte Schäfer einen Schuss des 21-jährigen Belgiers an den Pfosten des langen Ecks, wo zwei Bremer verpassten. Bei einem Kopfball von Per Nilsson auf das eigene Tor (19.) reagierte Schäfer stark, ebenso erneut gegen de Bruyne, der aus Nahdistanz noch bedrängt wurde (34.). Vorgelegt hatte Aaron Hunt - der Offensivmann war nach überstandenen Wadenproblemen für Clemens Fritz ins Team gerückt und übernahm von diesem auch gleich die Kapitänsbinde.

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Obwohl Nürnbergs Trainer Dieter Hecking noch kurz vor dem Anpfiff die zuletzt daheim gezeigte Konsequenz angemahnt hatte, traten seine Schützlinge erst in der 37. Minute offensiv erstmals nennenswert in Aktion: Javier Pinola scheiterte mit einem abgefälschten Schuss an Torhüter Sebastian Mielitz. Sekunden zuvor traf Marko Arnautovic nach Flanke von de Bruyne in bester Position den Ball nicht. Der Österreicher sah zudem seine fünfte Gelbe Karte und fehlt Werder beim Rückrundenstart am 19. Januar daheim gegen Meister Borussia Dortmund (18.30 Uhr / Live im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET).

Nach zuletzt zwei Erfolgen in Bremen hatten die Gäste nach dem Wechsel ihre bis dahin beste Chance zur Führung. Feulner scheiterte mit seinem Kopfball aus spitzem Winkel an Mielitz (53.). Der eingewechselte Robert Mak verzog kurz darauf aus 18 Metern (58.).

Nilsson hingegen brachte mit einer Rettungsaktion erneut das eigene Tor in Gefahr (57.). Danach haderte Werder nach ruhigerem Start in Hälfte zwei gleich zweimal: Nils Petersens Schuss touchierte die Latte (59.), de Bruynes Versuch aus der Distanz den Pfosten (61.) - es waren schon die Aluminiumtreffer zwei und drei in der Partie.

Auf der anderen Seite verhinderte Mielitz im Herauslaufen gegen Sebastian Polter sogar einen Rückstand (72.). Gegen Gebharts überlegten Schlenzer war Mielitz machtlos, doch am Ende hatten die Hausherren bei der Fehlentscheidung zum 1:1 das Glück auf ihrer Seite.

Werder Bremen - 1. FC Nürnberg 1:1 (0:0)

Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Junuzovic - Arnautovic (68. Fritz), Hunt (84. Akpala), de Bruyne, Elia - Petersen
1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Simons - Kiyotake (45. Mak), Feulner (77. Plattenhardt), Balitsch (60. Cohen), Gebhart - Polter
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 38.553
Tore: 0:1 Gebhart (82.), 1:1 Petersen (88.)
Gelbe Karten: Arnautovic (5) / Gebhart (3), Klose (3)

Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 16.12.2012, 19:33 Uhr