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1:1 gegen Mainz Zidan, der Schalker Partyschreck

04.02.2012 ·  Mohamed Zidan trifft beim ersten Einsatz nach der Rückkehr zu Mainz 05. Zwar beherrschen die Schalker die zweite Hälfte - doch mehr als der Ausgleich ist nicht drin.

Von Richard Leipold, Gelsenkirchen
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© dapd Back in red: Mohamed Zidan und Mainz - das passt

Ein früherer Dortmunder ärgert den FC Schalke 04. Kaum vom deutschen Fußballmeister zum FSV Mainz 05 gewechselt, tat Mohamed Zidan seinen früheren Kollegen vom BVB einen großen Gefallen. Sein Treffer aus der 15. Minute reichte Mainz zu einem überraschenden 1:1 in Gelsenkirchen und Borussia Dortmund half das Tor, um sich in der Spitzengruppe ein wenig von den Schalkern abzusetzen, die den sechsten Bundesligasieg nacheinander verpassten.

Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte reichte es für Königsblauen, die zuvor punktgleich mit Bayern und Dortmund waren, nur noch zum Ausgleich von Chinedu Obasi (59.), der wie die gesamte Mannschaft erst nach dem Seitenwechsel in Schwung kam.

© REUTERS Maß genommen: Chinedu Obasi (l.) trifft mit Wucht zum Ausgleich

Horst Heldt sah sich früh bestätigt - und konnte sich darüber gar nicht freuen. Obwohl die Mainzer in den ersten neunzehn Runden fast zwanzig Punkte weniger eingespielt hatten als Schalke, hielt der Manager des FC Schalke 04 es für geboten, vor dem Außenseiter zu warnen. „Mainz hat das Potenzial, jeden zu schlagen und auch uns wehzutun.“

Schalkes Offensive kommt nicht in Fahrt

Den ersten schmerzhaften Stich versetzten die Rheinhessen dem Favoriten schon in der ersten Viertelstunde. Während die Schalker trotz der Kälte noch ein wenig schläfrig wirkten, zeigten sich die Mainzer von Beginn an hellwach, allen voran Mohamed Zidan. Der Stürmer, gerade frisch aus Dortmund eingetroffen, führte sich bei den Mainzern ein, als wäre er nie weggewesen. Zidan verwertete eine weite Flanke von links mit einem Direktschuss zum Führungstreffer. Kurz zuvor hatte der Ägypter mit einem Freistoß nur knapp das Ziel verfehlt.

Die Schalker indes hatten den mutigen Vorstößen ihres Gegners anfangs weder Ideen noch Tempo entgegenzusetzen. Zwar konnte Trainer Stevens wieder auf Offensivspieler Raul und Verteidiger Benedikt Höwedes zurückgreifen, die zuletzt wegen Verletzungen gefehlt hatten. Doch gerade Raul und seine offensiven Mitstreiter kamen nicht in Fahrt. Ihre Angriffsversuche erwiesen sich meist als untauglich oder wurden von der aufmerksamen Mainzer Abwehr zunichte gemacht. Folgerichtig lag zur Pause die Mannschaft vorn, die quirliger und konzentrierter zu Werke gegangen war.

Beim Gegentor sieht Wetklo nicht gut aus

Als Motivationshilfe blieb Schalke vor allem die Erinnerung an das Treffen in der Hinrunde; da hatten die Mainzer nach 45 Minuten sogar mit zwei Toren Vorsprung geführt, die Partie am Ende aber noch 2:4 verloren. Um dem Willen zur Wende Ausdruck zu verleihen, wechselte Stevens zu Beginn des zweiten Durchgangs (neben Jose Manuel Jurado) Jefferson Farfan ein. Der Peruaner feierte nach einer fast dreimonatigen Verletzungspause seine Rückkehr in die Bundesliga und verlieh dem Spiel seiner Elf Flügel.

20. Spieltag: Der Gewinner heißt Dortmund

Gefährlich wurde es zunächst aber wieder vor dem Tor der Heimmannschaft. Abermals wurde ein Freistoß von Zidan zum Schreckschuss. Doch Schalke wirkte nun wacher, steigerte das Tempo und den Druck. Obasi, nach Farfans Hereinnahme von rechts nach links gewechselt, setzte sich auf der Außenbahn mit einer Körpertäuschung gegen Verteidiger Pospech durch und vollendete zum Ausgleich; sein Schuss aus spitzem Winkel erwischte FSV-Torhüter Wetklo, der dabei nicht gut aussah. auf dem falschen Fuß.

Inzwischen beherrschte Schalke den Gegner fast nach Belieben, ließ aber die nötige Präzision vermissen. Dennoch lag der Siegtreffer für die Westfalen in der Luft, so etwa bei einer scharfen Flanke von Huntelaar, die Verteidiger Noveski knapp über das eigene Tor lenkte, oder bei einem Kopfball von Huntelaar, den Wetklo parierte. Die Mainzer kamen kaum mehr über die Mittellinie und waren nur noch darauf bedacht, das Unentschieden zu sichern. Das gelang ihnen letztlich, weil Sie mit Hingabe verteidigten, vor allem aber weil Schalke sich in der Offensive, bei allem Bemühen, zu unproduktiv zeigte.

FC Schalke 04 - FSV Mainz 05 1:1 (0:1)

FC Schalke 04: Unnerstall - Höger, Papadopoulos, Höwedes, Fuchs - Matip - Obasi, Raúl (74. Pukki), Draxler (46. Jurado) - Marica (46. Farfán), Huntelaar
FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Zabavnik - Kirchhoff - Caligiuri (69. Nicolai Müller), Soto (83. Malli) - Polanski (75. Baumgartlinger) - Choupo-Moting, Zidan
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 60.557
Tore: 0:1 Zidan (15.), 1:1 Obasi (59.)
Gelbe Karten: Fuchs (3), Obasi (4) / Kirchhoff (4), Pospech (4)

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