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1:1 gegen Frankfurt Bremen auch ohne Sieg gerettet

 ·  Wieder kein Sieg - aber 34 Punkte reichen Werder Bremen für den Klassenerhalt. De Bruyne bringt Werder in Führung, Lakic gleicht für die Eintracht aus. Frankfurt kann noch die Champions League erreichen.

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© AFP Vergrößern

Es war ein Nachmittag, an dem im Weserstadion Tore der Bayern und des HSV bejubelt wurden. Unbeliebter als der alte Süd- und immerwährende Nord-Rivale sind in Bremen keine anderen Klubs, aber am Samstag galt es, deren Tore gegen die Abstiegs-Konkurrenz zu feiern. Werder schaffte den Klassenverbleib, weil Augsburg, Düsseldorf und Hoffenheim verloren - und weil Bremen selbst punktete: In einem packenden Spiel schoss Kevin de Bruyne den SV Werder in der 22. Minute in Führung, Srdjan Lakic glich für Eintracht Frankfurt nach 51. Minuten zum Endstand aus.

Bremen jubelte also kurz vor Ende dieser Zittersaison, und Aufsteiger Frankfurt könnte sogar noch die Champions League erreichen - ein hoher Sieg am letzten Spieltag gegen Wolfsburg und ein Unentschieden zwischen Freiburg und Schalke vorausgesetzt.

De Bruyne entschlossen und gelassen

Für Werder-Coach Thomas Schaaf, der vor genau 14 Jahren zum ersten Mal als Cheftrainer bei den Bremern auf der Bank saß, könnte diese Partie die letzte im Weserstadion gewesen sein - seine Ablösung zum Saisonende gilt trotz Vertrages bis 2014 als wahrscheinlich. In der ersten Halbzeit zeigte de Bruyne, warum ihn Dortmund und Leverkusen gern hätten.

Nach einigen schwächeren Leistungen spielte der Belgier schon vor einer Woche gegen Hoffenheim gut; am Samstag gegen die Eintracht war de Bruyne auf der rechten Seite immer anspielbar und sorgte auch für das erleichternde 1:0 in der 22. Minute: Philipp Bargfrede setzte sich im Mittelfeld robust durch und passte den Ball de Bruyne in den Lauf. Entschlossen und gleichzeitig gelassen setzte de Bruyne das Spielgerät ins Frankfurter Tor.

Die ohnehin ausgelassene Stimmung im ausverkauften Weserstadion erreichte den Siedepunkt; selbst unbedrängt ins Aus gespielte Bälle wurden bejubelt. Die Eintracht kam nun aber besser auf und bestimmte das Spiel; einmal musste Bremens Sebastian Prödl in höchster Not mit einer riskanten Grätsche retten, einmal hatte Werder Glück, dass Marco Russ die Flanke Bastian Oczipkas aufs Bremer Tor köpfte und den Ball nicht dem besser stehenden Lakic überließ.

Man merkte den Bremern an, dass sie sich nicht auf passende Ergebnisse anderer Plätze verlassen, sondern den Klassenverbleib mit einem eigenen Sieg sichern wollten. Kämpferisch und laufstark zeigte sich Thomas Schaafs Mannschaft, während Frankfurt den Ball ordentlich laufen ließ, ohne mehr als das eine Mal konkret zu werden. Doch als Werder-Gegner kann man immer auf eine Schläfrigkeit hoffen: erst misslang es den Bremern, Karim Matmour an der Hereingabe zu hindern, dann war Lakic gedankenschneller als Bargfrede und drückte den Ball aus drei Metern über die Linie - in der 51. Minute stand es 1:1.

Werder verlor völlig den Faden, stellte sich hinten rein, wirkte verunsichert, und die Eintracht drängte auf den Führungstreffer. Den verpasste Jung in der 63. Minute, als er knapp vorbeischoss - wie auf der Gegenseite Nils Petersen, der den Ball nach einem Konter freistehend daneben setzte (64. Minute). Danach neutralisierten sich beide Teams. Der Abpfiff ging im Bremer Jubel unter.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 1:1 (1:0)

Werder Bremen: Mielitz - Fritz, Prödl, Sokratis, Ignjovski - Bargfrede, Kroos (62. Junuzovic) - de Bruyne, Hunt, Yildirim (82. Akpala) - Petersen
Eintracht Frankfurt: Nikolov - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Rode, Russ - Aigner (88. Celozzi), Inui (83. Djakpa), Matmour (86. Stendera) - Lakic
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)
Tore: 1:0 de Bruyne (22.), 1:1 Lakic (51.)
Gelbe Karten: Bargfrede (5) / Rode (7)

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11.05.2013, 17:29 Uhr

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