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1:1 gegen Bochum Immerhin das erste Saisontor für Cottbus

20.09.2008 ·  Der FC Energie hat nach 373 erfolglosen Saison-Minuten den Tor-Fluch gebrochen - auf den ersten Sieg aber müssen die Lausitzer weiter warten. Gegen Bochum kamen die Cottbuser im eigenen Stadion über ein 1:1 nicht hinaus.

Von Mattias Wolf, Cottbus
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373 Minuten hatten sie auf ihr erstes Saisontor warten müssen - dann war der Bann gebrochen. Der Däne Dennis Sörensen versetzte die Fans im Stadion der Freundschaft in Verzückung. Sein noch abgefälschter Schuss zum 1:0 (13.) für Energie Cottbus gegen den VfL Bochum war aber einer der wenigen bemerkenswerten Momente in einer über weite Phasen niveauarmen Partie. Abstiegskampf und -krampf zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Saison.

Und der rot-weiße Rausch des Glücks währte nicht lange. Denn auch Bochum nutzte einen seiner wenigen lichten Momente. Das 1:1 durch Anther Yahia (48.) war der gerechte Endstand, denn drei Punkt hatte im Grunde keiner verdient. In einem Arbeitszeugnis würde stehen: Beide haben sich bemüht.

„Die Außenwirkung war zuletzt fatal“

In der Lausitz dürfte dieses Ergebnis kaum für neuen innerbetrieblichen Frieden sorgen. „Die Außenwirkung war zuletzt fatal“, sagte der Cottbuser Präsident Ulrich Lepsch, „wir werden jetzt jede negative öffentliche Äußerung der Spieler mit Vertragsstrafen ahnden.“

Die Spieler hatten sich am Donnerstag zum Teamabend getroffen. Die gute Nachricht: Die Cottbuser sprechen endlich wieder mit- statt übereinander. Zuletzt hatten einige durch abfällige öffentliche Äußerungen den Eindruck vermittelt, das Ensemble sei ein zerstrittener Haufen. Die schlechte Nachricht: Einige aus der „Balkan-Fraktion“ gingen bei dem Treffen auf einer Bowlingbahn schon nach dem offiziellen Teil, also nach einer guten halben Stunde, nach Hause - ein wenig überraschender Vorgang. Der aktuelle Vierzehn-Nationen-Mix wirkt wie eine reine Zweckgemeinschaft. Ob das für den Klassenverbleib reicht, muss zurzeit stark bezweifelt werden. Trainer Bojan Prasnikar sagt tapfer: „Die Saison ist noch jung, wir sind noch nicht abgestiegen.“

Es war reiner Abstiegskampf

Nur 12.174 Zuschauer waren zum so wichtigen Spiel gegen Bochum ins Stadion gekommen. Sie sahen zwei Mannschaften, die mehr arbeiteten als sie spielten. Das kann bisweilen ja auch interessant sein, doch diese Partie wirkte zerfahren, ja richtig zerhackt durch viele Foulspiele und Fehlpässe. Überall Unzulänglichkeiten. Immerhin, Trainer Prasnikar wurde anfangs dafür belohnt, dass er diesmal zwei Stürmer aufbot. Doch der neue Mut währte nicht lange. Nach dem Ausgleich kurz nach der Halbzeit zogen sich die Lausitzer verunsichert zurück. „Wir haben das Spiel völlig aus der Hand gegeben“, sagte der Cottbuser Stürmer Sörensen, der sich nach der Begegnung nicht mehr über seinen Treffer freuen wollte.

Am Ende durfte Energie nämlich sogar froh sein, dass die aufkommenden Bochumer auch nicht wirklich ideenreich spielten und ansonsten immer wieder am starken Cottbuser Torwart Tremmel scheiterten. Es war reiner Abstiegskampf, den sie in Cottbus zwar bestens kennen, aber schon mal schöner erlebt haben. Die Fans pfiffen am Ende drauf.

Energie Cottbus - VfL Bochum 1:1 (1:0)
Cottbus: Tremmel - Radeljic (66. Pavicevic), Kukielka, Cvitanovic, Ziebig - Rost - Angelow, Skela - Rangelow, Jelic (54. Iliev), Sörensen (84. Jula). - Trainer: Prasnikar
Bochum: Fernandes - Pfertzel, Maltritz, Yahia, Bönig (77. Christian Fuchs) - Freier, Azaouagh, Imhof (33. Zdebel), Dabrowski - Sestak, Mieciel (65. Hashemian). - Trainer: Koller
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)
Tore:
1:0 Sörensen (13.), 1:1 Yahia (48.)
Zuschauer:
12.174
Gelbe Karten: Skela, Rangelow - Imhof, Maltritz, Sestak (3), Zdebel

Quelle: FAZ.NET mit dpa
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