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1:1 gegen Bielefeld Köhler verhindert weitere Frankfurter Niederlage

28.09.2008 ·  Benjamin Köhler verhinderte kurz vor Schluss eine weitere Pleite seiner Frankfurter Eintracht. Die Situation bleibt für Trainer Friedhelm Funkel aber auch nach dem 1:1 unangenehm. Die Eintracht bleibt als einziges Bundesliga-Team sieglos.

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Für Friedhelm Funkel brechen in Frankfurt ungemütliche Zeiten an. Er muss sich um seine Zukunft als Fußballtrainer in Frankfurt seit Sonntag sicher ein paar mehr Sorgen machen. Durch das glückliche 1:1 gegen Arminia Bielefeld setzte sich die Eintracht zum Ausklang des sechsten Spieltags als Siebzehnter endgültig am unteren Ende des Klassements fest. (siehe auch: Frankfurt im Tabellenkeller: Funkel sieht viel Eintracht in der Krise)

Die Diskussionen um den Coach, der bei Teilen des eigenen Anhangs spätestens seit dem Aus im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock nicht mehr wohlgelitten ist, dürfte nach dem Remis voraussichtlich nicht an Schärfe verlieren. Als einziges Team in der Bundesliga ist die Eintracht weiter ohne Sieg, während die Ostwestfalen durch das Unentschieden den Anschluss ans hintere Mittelfeld herstellten.

„Arminia Wichniarek“ gegen Frankfurt

In einer ersten Halbzeit, in der das Niveau von Beginn an zum schwachen Bild passte, das beide Teams seit Saisonbeginn in der Tabelle abgaben, erwischte das Schlusslicht einen denkbar schlechten Start. Bielefeld ging schon mit dem ersten Schuss aufs Tor der Frankfurter in Führung.

Goalgetter Artur Wichniarek behauptete in der 7. Minute durch guten Körpereinsatz trotz Bedrängnis von Habib Bellaid an der Strafraumecke den Ball und schlenzte ihn aus der Drehung und einer Abseitsposition über den verdutzt wirkenden Oko Nikolov hinweg ins Netz. Für Wichniarek war es bereits der sechste Treffer in dieser Saison.

Bielefeld verpasst 2:0

War den Hessen zumindest in der kurzen Phase unmittelbar nach Anpfiff das Bemühen anzumerken, die vielen unzulänglichen Auftritte der jüngsten Vergangenheit vergessen zu machen, nahm nach dem nicht einkalkulierten Rückstand die Nervosität bei ihnen wieder Überhand - und es lief fast gar nichts mehr nach Plan.

Im Mittelfeld verstanden es weder Michael Fink noch Faton Toski, für einen systematischen Spielaufbau zu sorgen, in der Defensive waren Bellaid und Junichi Inamoto durch ihre Stellungsfehler zwei ständige Unruheherde, die durch ihre Patzer den Bielefeldern immer wieder in die Karten spielten. Wichniarek hätte in der 10. Minute auf 2:0 erhöhen müssen, doch nach einem flotten Vorstoß zusammen mit Kollege Michael Lamey, der die Abwehrkette der Frankfurter sprengte, verzog er aus aussichtsreicher Position.

Eintracht wartet weiter auf ersten Sieg

Schon zu diesem frühen Zeitpunkt war es um die Geduld vieler Fans in der WM-Arena geschehen, sie skandierten Anti-Funkel Parolen und verhöhnten die eigene Elf. Die aufgebrachte Stimmung hätte Nikos Liberopoulos, der auffälligste Frankfurter an diesem Spätnachmittag, beruhigen können, doch der Grieche stand bei seinem Abschluss, mit dem er aus kurzer Distanz Arminia-Torwart Dennis Eilhoff überwand (18.), weithin sichtbar im Abseits.

Die Bielefelder machten vor und nach dem Seitenwechsel den Fehler, sich zu weit in die eigene Hälfte zurückzuziehen, anstatt gegen den angeschlagenen Gegner die vorzeitige Entscheidung zu suchen. Mehr als ein Fernschuss von Inamoto, den Eilhoff mit einem sehenswerten Reflex zur Ecke klärte, sprang für die verunsicherten Hessen nicht heraus.

Funkel suchte in der letzten halben Stunde für sich und seine Elf das Heil mit einer Alles-oder-Nichts-Taktik. Er tauschte mit Caio, Steinhöfer und Tsoumou drei technisch versierte Offensivkräfte ein. Doch zu mehr als dem 1:1-Ausgleich in der 87. Minute durch einen Kopfball von Benjamin Köhler reichte es nicht mehr. Die Eintracht wartet als einziges Bundesligateam auf den ersten Saisonsieg.

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld 1:1 (0:1)
Frankfurt: Nikolov - Ochs, Russ, Bellaid, Spycher - Inamoto,
Fink (59. Steinhöfer) - Köhler, Toski (59. Caio), Fenin -
Liberopoulos (74. Tsoumou). - Trainer: Funkel
Bielefeld: Eilhoff - Lamey, Herzig, Kucera, Schuler - Kauf -
Kirch (38. Laas), Tesche - Marx - Katongo (88. Halfar), Wichniarek
(84. Janjic). - Trainer: Frontzeck
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Landshut)
Tore: 0:1 Wichniarek (7.), 1:1 Köhler (87.)
Zuschauer: 37.600

Gelbe Karten: Russ, Ochs (2), Liberopoulos - Marx (2)

Quelle: FAZ.NET
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