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1:0 in Hoffenheim Bremer Geduld zahlt sich aus

14.03.2010 ·  Durch ein Tor von Claudio Pizarro hat Werder Bremen weiterhin gute Karten im Kampf um die internationalen Plätze: Nach dem 1:0 in Hoffenheim sind die Bremer nun seit sechs Spielen ungeschlagen. Hoffenheim wartet weiter auf einen Lichtblick.

Von Thomas Klemm, Sinsheim
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An Bekenntnissen hatte es zuletzt nicht gemangelt bei 1899 Hoffenheim. Trainer Ralf Rangnick versuchte, die Diskussion um seine Zukunft im Kraichgau zu beenden, indem er sich bis auf weiteres zu dem Bundesligaklub bekannte; und die Fußballprofis wie Josip Simunic wollten die Wogen nach der blamablen 0:1-Niederlage gegen Mainz 05 glätten, indem sie unter der Woche als Fürsprecher des Trainers und in eigener Sache auftraten. Als es am Sonntagnachmittag darauf ankam, die gegenseitigen Solidaritätsbekundungen durch einen gemeinsamen Erfolg gegen Werder Bremen zu bekräftigen, erlebten die Hoffenheimer einen weiteren Rückschlag. Durch seinen Treffer in der 80. Minute brachte der Bremer Claudio Pizzarro die Stimmung im Kraichgau auf den Tiefpunkt. Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena fehlte es den Hoffenheimern an Energie und Einfällen, um beim zweiten 0:1 binnen acht Tagen gegen die eher abgeklärt als angriffslustig auftretenden Norddeutschen für interne Ruhe zu sorgen.

Während Hoffenheim trotzdem auf Tabellenplatz elf verharren, bleiben die Bremer als Sechste in Sichtweite der internationalen Startplätze auf Position sechs. Der Hoffenheimer Trainer Ralf Rangnick sagte anschließend: „Das Ergebnis ist extrem bitter. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, tun uns aber schwer mit dem Toreschießen.“ Der Bremer Torwart Tim Wiese lobte den Kollegen Pizarro: „Claudio ist immer für ein Tor gut. Eine Chance, patsch, Tor.“

Bei den Bremern störte nur der Ausfall Mesut Özils den normalen Arbeitsablauf. Der Mittelfeldspieler hatte die Reise nach Sinsheim wegen Rückenbeschwerden nicht antreten können. Zudem nahm Marko Marin drei Tage nach dem kraftraubenden 1:1 in der Europa League beim FC Valencia bis zur 67. Minute auf der Bank Platz. Von Beginn an waren die Kraichgauer bemüht, Bewegung und Tempo in die Partie zu bringen, fanden aber in den Bremern keine willigen Gespielen. Ansätze von Elan erstickten die geduldigen Werder-Profis im Keim.

Als die Norddeutschen aus der Lauerstellung heraus ihrerseits zu einer flotten Kombination ansetzten, reagierten die Hoffenheimer nur schleppend, hatten aber Glück, dass Borowski eine Hereingabe Hunts nicht verwertete (25.). Langsam schaffte es Rangnicks Team, in dem vier Stammkräfte fehlten, den Bremer Riegel öfter anzukratzen. Den Aktivsten unter den Aktiven, Carlos Eduardo (28.) und Maicosuel (34.), boten sich die besten Gelegenheiten, doch verzogen beide knapp. Die größte Chance vor der Halbzeit hatten allerdings die Bremer nach einem Eckball von Frings, als Mertesacker mit seinem Schuss aus vier Metern an 1899-Torhüter Hildebrand scheiterte. In den zweiten 45 Minuten fanden beide Teams noch weniger Mittel und Wege, um sich zwingende Torchancen zu erspielen - bis Pizarro nach Pasanens Zuspiel Torhüter Hildebrand mit einem Heber überwand.

1899 Hoffenheim - Werder Bremen 0:1 (0:0)
Hoffenheim: Hildebrand - Raitala (86. Terrazzino), Simunic, Compper, Eichner - Weis, Salihovic, Vukcevic - Carlos Eduardo (83. Luiz Gustavo), Ibisevic (72. Tagoe), Maicosuel. - Trainer: Rangnick
Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Borowski, Frings (69. Jensen), Bargfrede - Hunt (67. Marin) - Pizarro, Hugo Almeida (90.+1 Rosenberg). - Trainer: Schaaf
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tor: 0:1 Pizarro (80.)
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Gelbe Karte: Simunic (5/2) -

Quelle: FAZ.NET
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Jahrgang 1966, Sportredakteur.

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