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1:0 in Frankfurt Beim KSC fliegen trotz des Sieges die Fäuste

27.09.2007 ·  Eigentlich hätte nach dem Sieg in Frankfurt beim Karlsruher SC beste Stimmung herrschen müssen. Doch kurz nach Schlusspfiff gerieten Torwart Miller und Abwehrspieler Carnell aneinander. Dabei flogen sogar die Fäuste.

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Markus Miller stand mit blutenden Kratzspuren in den Katakomben der Frankfurter WM-Arena. Ob die Wunden vom Zwist mit Mitspieler Bradley Carnell stammten, wollte der Torhüter des Karlsruher SC nicht verraten. Doch das Handgemenge der zwei Streithähne unmittelbar nach dem Schlusspfiff hat das 1:0 des Aufsteigers am siebten Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt überschattet.

Miller und Carnell müssen trotz des Eklats aber wohl keine Sanktionen durch ihren eigenen Klub befürchten. „Es wird keine Geldstrafe geben. Der Vorfall ist geklärt und die Sache aus der Welt geschafft“, sagte KSC-Coach Edmund Becker am Donnerstag nach einem Gespräch mit beiden Spielern. Nach der Rauferei gaben sich beide auch wieder versöhnlich. „Das war nur eine kurze Meinungsverschiedenheit. Nach so einer Partie ist viel Adrenalin drin“, erklärte Miller: „Bis zum nächsten Spiel am Samstag gegen Borussia Dortmund ist das ausgeräumt.“

Erst der Torwarttrainer trennt die Teamkameraden

Miller hatte sich speziell in der zweiten Halbzeit über das Defensiv-Verhalten von Carnell geärgert. Nach dem Spiel gingen sich dann beide an die Wäsche, sogar die Fäuste flogen. Torwarttrainer Peter Gadinger musste schlichten. In Karlsruhe wird Miller immer wieder mit dem ehemaligen Nationaltorhüter Oliver Kahn verglichen, der seine Karriere beim KSC begonnen und dort von 1987 bis 1994 zwischen den Pfosten gestanden hatte.

Der Vergleich mit Kahn wird nicht nur wegen Millers starker Leistungen bemüht - sondern auch aufgrund seines ungezügelten Temperaments. Durch den Streit wurde der bereits dritte Auswärtssieg der Badener in dieser Saison und der Sprung auf Tabellenplatz sechs in den Hintergrund gerückt. Ohnehin dämpften Spieler und Trainer nach dem ersten Erfolg in Frankfurt seit 31 Jahren die Begeisterung.

„Wir können auch spielerisch in der Liga mithalten“

„Bislang ist unsere Punkteausbeute sehr gut. Aber ich werde mich jetzt nicht hinstellen und neue Ziele fordern“, sagte Miller. Das sieht auch Coach Edmund Becker so. „Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch in der ersten Liga mithalten können. Aber ich werde den Teufel tun und nun mit Sicherheit keine Hochrechnungen aufstellen“, erklärte Becker.

Der 51-Jährige nahm vielmehr seine Angreifer in die Pflicht: „Unsere Stürmer müssen jetzt auch endlich mal treffen.“ In Frankfurt sprang Innenverteidiger Maik Franz (51.) mit seinem zweiten Saisontor ein. Die Eintracht wurde unterdessen durch die erste Heimpleite auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt (Siehe auch: Eintracht Frankfurt: Funkel behält recht - und verliert).

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