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1:0 gegen Nürnberg Die Minimalisten aus Gladbach siegen weiter

24.09.2011 ·  Fünf Siege aus sieben Spielen: Die Borussia behält auch gegen Nürnberg nur knapp die Oberhand, aber die drei Punkte in Mönchengladbach.

Von Peter Penders, Mönchengladbach
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© dpa Obenauf: Die Spieler der Borussia dürfen sich über die vorübergehende Tabellenführung freuen

Wer in dieser Saison auf einen 1:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach tippt, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig. Am Samstag reichte das Elfmetertor von Filip Daems am siebten Spieltag zum vierten Erfolg in dieser Saison mit dem knappsten aller Ergebnisse. Der Kapitän nutzte in der 77. Minute die Möglichkeit, die ihm Marco Reus auf den Präsentierteller gelegt hatte - der überragende Nationalspieler in spe war allerdings so bereitwillig im Strafraum zum Boden gegangen, dass der Elfmeter zumindest als zweifelhaft gelten durfte. Daems ließ sich davon nicht beirren und traf zum 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg - der Gladbacher hat bislang in der Bundesliga noch keinen Elfmeter verschossen. „Wir freuen uns erst einmal alle, dass wir es wieder geschafft haben, ein Spiel mit einem Tor Unterschied zu gewinnen. Wir haben nicht viele Chancen zugelassen, insofern geht der Sieg in Ordnung“, sagte der Gladbacher Torhüter Marc-André ter Stegen.

Nötig gehabt hätten die Borussen einen Strafstoß nicht unbedingt, um zu drei Punkten zu kommen, wären sie nicht so überaus schludrig mit ihren Möglichkeiten umgegangen. Doch was immer in der Regel Reus vorbereitete, seine Arbeitskollegen trafen entweder das Tor nicht oder scheiterten am Nürnberger Torwart Alexander Stephan, der eigentlich nur die Nummer drei des „Clubs“ ist, aber wie eine kommende Nummer eins auftrat. Selbst als der eingewechselte Bobadilla in der 63. Minute nach einem Querschläger der Nürnberger Abwehr ganz alleine vor ihm auftauchte, war Stephan nicht zu bezwingen, und kurz nach dem Führungstreffer scheiterte auch Reus in ähnlicher Position.

Die erstaunliche Metamorphose der Gladbacher geht allerdings weiter. Unter ihrem früheren Trainer Michael Frontzeck hatten die Borussen in 22 Spielen der vergangenen Saison 56 Gegentore hingenommen, dann löste ihn Lucien Favre ab und ordnete zu allererst die Abwehrarbeit neu. Die Wirkung ist durchschlagend - in nunmehr 19 saisonübergreifenden Spielen unter dem Schweizer haben die Gladbacher nur 12 Gegentore hinnehmen müssen. Vor allem in dieser Spielzeit scheint sich der Trend zu bestätigen. Mit nur drei Gegentreffern stellt die frühere Schießbude der Bundesliga plötzlich die zweitbeste Abwehr hinter Bayern München (vor dem Abendspiel gegen Leverkusen). Gar nicht auszudenken also, wie gut die Borussia da stünde, ginge sie auch im Angriff so zielstrebig zur Sache.

Bor. Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0)
Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Marx (87. Nordtveit), Neustädter - Reus, Arango - Hanke (63. Bobadilla), de Camargo
1. FC Nürnberg: Stephan - Chandler, Wollscheid, Klose, Pinola - Simons - Hegeler (78. Eigler), Mendler (46. Cohen), Feulner, Esswein (81. Bunjaku) - Pekhart
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg) - Zuschauer: 51 117
Tor: 1:0 Daems (76./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Bobadilla (3) / Klose (1)

Quelle: FAZ.NET
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Jahrgang 1959, Sportredakteur.

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