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1:0 gegen Mainz Ungewohnte Freiburger Glücksgefühle

20.03.2010 ·  Im Aufsteigerduell beim SC Freiburg hat Mainz nach zuletzt überzeugenden Leistungen nichts Zählbares zustande gebracht. Das frühe Freiburger Tor von Flum besiegelte die Niederlage der 05er.

Von Daniel Meuren, Freiburg
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Der SC Freiburg kann doch noch gewinnen und hat nach dem 1:0-Erfolg im Bundesligaspiel gegen Mainz 05 durch ein Tor von Johannes Flum (10. Minute) wieder gute Aussichten, den Klassenverbleib doch noch zu erreichen und dem eigenen Fußball-Projekt neues Bundesligaleben zu schenken.

Nach zwölf sieglosen Spielen nacheinander haben die weiter auf Abstiegsrang 17 plazierten Freiburger nun wieder Kontakt zu den Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib aufgenommen. Die Mannschaft von Trainer Robin Dutt ist nun wieder punktgleich mit Hannover 96, nur die schlechtere Tordifferenz trennt die Freiburger noch vom Relegationsrang. „Ich bin sehr froh, dass wir endlich gewonnen haben. Wir haben sehr lange auf diesen Sieg gewartet“, sagte Dutt.

Das zu einem „Endspiel“ ausgerufene Duell vor 20.000 Zuschauern begannen die Freiburger mit dem Mut der Verzweiflung und einer Ausrichtung mit vier offensiven Mittelfeldspielern hinter der Spitze Papiss Cissé. Wie schon beim Auswärtsspiel in München rückte Flum aus seiner zentralen Position im defensiven Mittelfeld wieder eine Reihe nach vorne. Zudem nutzte er in der zehnten Minute die ungewohnte Nähe zum gegnerischen Tor zu seinem ersten Saisontreffer. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler überwand den Mainzer Torwart Heinz Müller aus rund zwanzig Metern zum 1:0.

„Die Wachsamkeit meiner Mannschaft hat mir total gefehlt“

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel, der schon im Verlauf der Woche aufgrund des plötzlichen Frühlingsanfangs und der damit verbundenen wärmeren Temperaturen einen Formeinbruch bei seinem Team fürchtete, versuchte unmittelbar nach dem Gegentor, durch einen Systemwechsel vom recht forschen 4-1-4-1-System zu einer 4-2-3-1-Grundordnung etwas mehr Stabilität zu verleihen.

Konstruktive Szenen blieben auf Mainzer Seite jedoch weiterhin Mangelware, weil die Freiburger beherzt ihren eigenen Torraum verteidigten. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Die Wachsamkeit meiner Mannschaft hat mir total gefehlt“, sagte Tuchel. Lediglich die zur Halbzeit ins Spiel gebrachten Offensivspieler Chadli Amri und André Schürrle, die in der vergangenen Woche nach der gemeinsamen Einwechslung im Zusammenspiel den Heimsieg gegen Köln sicherstellten, brachten etwas Dynamik in die Mainzer Aktionen.

Bei Schürrles bester Szene in der 53. Minute verteidigte der Freiburger Torhüter Simon Pouplin mit einer famosen Parade den Sieg seiner Mannschaft. Damit hat der französische Schlussmann seiner Mannschaft noch einmal erheblich dabei geholfen, dass sie vielleicht auch im kommenden Jahr noch erstklassig war.

SC Freiburg - FSV Mainz 05 1:0 (1:0)
Freiburg:
Pouplin - Mujdza, Toprak, Butscher, Bastians - Schuster (61. Barth), Flum - Abdessadki, Makiadi, Jäger (89. Caligiuri) - Cisse (90. Bechmann). - Trainer: Dutt
Mainz: Müller - Zabavnik (46. Schürrle), Svensson, Noveski, Fathi - Polanski, Karhan (46. Amri), Soto - Heller, Ivanschitz (77. Hyka) - Szalai. - Trainer: Tuchel
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Tor: 1:0 Flum (10.)
Zuschauer: 20.000
Gelbe Karten: Schuster (4), Bechmann (4) - Noveski (3), Svensson (4), Heller (4)

Quelle: FAZ.NET
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Jahrgang 1973, Sportredakteur.

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