http://www.faz.net/-gtm-76z3t

1:0 gegen Gladbach : HSV gewinnt dank van der Vaart

  • -Aktualisiert am

Ein Mann macht den Unterschied: Rafael van der Vaart Bild: dpa

Der Hamburger SV zeigt Nervenstärke und profitiert beim 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach von seinem holländischen Star. Rafael van der Vaart trifft mit einem Weitschusstor.

          Zum Sieg gezittert: Eine Woche nach dem traumhaften 4:1 bei Borussia Dortmund zeigte der Hamburger SV wieder sein normales Gesicht und erarbeitete sich mit Mühe und Not ein 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach. In einer zerfahrenen Partie mit vielen Fehlern, vielen Fouls und wenigen Torszenen war der HSV am Ende eher ein glücklicher als ein verdienter Sieger gegen Gladbacher, die besser wurden, je länger das Spiel dauerte. Den Hamburgern genügte letztlich Rafael van der Vaarts feiner Treffer aus der 24. Minute, um zum zehnten Saisonsieg zu kommen. Der HSV ist nun ein ernsthafter Kandidat für die Europa-League-Plätze.

          Die Gladbacher hatten sich sehr über Datum und Uhrzeit dieser Partie geärgert: Nur 40 Stunden Regenerationszeit blieben den Borussen nach dem 3:3 in der Europa League-Zwischenrunde am Donnerstag gegen Lazio Rom. „Diese Ansetzung ist eine Katastrophe“, schimpfte Sportchef Max Eberl, „bei solchen Konstellationen müssen auch mal drei oder vier Sonntagspiele möglich sein.“ Die Diskussion um die Ruhezeiten der Europapokalteilnehmer ist nicht neu; doch entflammt sie immer wieder, wenn einer der Klubs in den Donnerstag-Samstag-Rhythmus muss. Auf fünf Positionen hatte Trainer Lucien Favre seine Gladbacher Elf umgestellt: Daems, Marx, Xhaka, Rupp und Hanke spielten für die gegen Lazio startenden Brouwers, Cigerci, de Jong, Nordtveit und Wendt. Frischer wurde das Spiel seiner Mannschaft durch die kräftige Rotation aber nicht. Gladbach spielte abwartend, war nach Ballgewinnen einige Male zügig in der Nähe des Hamburger Tors, doch richtig gefährlich wurde es nicht. Die Teams egalisierten sich.

          So lieb haben den „Rafa“ nur seine Mitspieler: Torschütze unter Spielertraube

          Es war dann van der Vaarts Können zu verdanken, dass die Hamburger 1:0 in Führung gingen. Artjoms Rudnevs spielte ihm den Ball in den Fuß - und van der Vaart schoss das Spielgerät aus 25 Metern in die Maschen. Ein schönes Tor des zuletzt unauffälligen Hamburger Spielmachers. Der HSV wirkte nun selbstbewusst und beherrschte die Partie bis zu 60. Minute durch Ballsicherheit und gute Raumaufteilung. Allerdings ließen sich die termingeplagten Gladbacher nicht unterkriegen und versuchten in einer Drangphase ab der 65. Minute zum Ausgleich zu kommen - der HSV zog sich zurück, anstatt auf den zweiten Treffer zu drängen. Doch mit der schon bekannten Portion Nervenstärke überstand der HSV auch die Schlussminuten.

          Hamburger SV - Bor. Mönchengladbach 1:0 (1:0)

          Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Westermann, Rajkovic, Jansen - Badelj - Skjelbred (75. Arslan), Aogo - van der Vaart (88. Berg) - Son (75. Beister), Rudnevs
          Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Daems - Rupp (66. Younes), Marx, Xhaka (82. de Jong), Arango - Herrmann (87. Nordtveit), Hanke
          Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)
          Zuschauer: 54.558
          Tor: 1:0 van der Vaart (24.)
          Gelbe Karten: Badelj (6) / Herrmann (5)

          Weitere Themen

          Homophobe Fanchöre? Video-Seite öffnen

          8.700 Euro Strafe : Homophobe Fanchöre?

          Mexikanische Fußballfans haben für ihre Gesänge bei der WM-Partie gegen Deutschland eine Strafe des Weltfußballverbandes Fifa kassiert. Manche Anhänger geben sich nun einsichtig, andere nicht.

          Topmeldungen

          100 Tage Ministerpräsident : Söders Tanz auf der Rasierklinge

          Volldampf, Beißen, Nicht-Weichen: Wie ein Kampfstier auf dem Höhepunkt seiner Kraft ist Söder in die bayerische Staatskanzlei gesprescht. Sein Vorgehen ist riskant. Das zeigt nicht nur der Asylstreit. Ein Kommentar.

          Verletzung bei WM : DFB-Elf gegen Schweden wohl ohne Hummels

          Schlechte Nachrichten für die deutsche Mannschaft vor dem Duell mit Schweden bei der WM. Abwehrspieler Mats Hummels ist verletzt. Bundestrainer Joachim Löw ist noch auf der Suche nach Ersatz.

          2:0 gegen Island : Musa macht’s für Nigeria

          Zwei Tore des Angreifers lassen die Hoffnungen Nigerias und ihres deutschen Trainers auf einen Einzug in das WM-Achtelfinale wieder aufleben. Für Island sinken diese Chancen derweil erheblich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.