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1:0 gegen Frankfurt Schalke quält sich an die Spitze

20.09.2008 ·  Eintracht-Abwehrspieler Ochs sorgte per Eigentor für den entscheidenden Treffer. Kurz zuvor hatte der Frankfurter Chris nach einem Ellenbogen-Schlag gegen Westermann Rot gesehen.

Von Ralf Weitbrecht, Gelsenkirchen
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Der Sprung an die Spitze ist geglückt. Nach dem knappen 1:0-Sieg gegen die Frankfurter Eintracht darf der FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga zumindest für einen Tag auch deshalb Höhenluft schnuppern, weil zeitgleich Meister Bayern München dem SV Werder Bremen entscheidend 2:5 unterlag (siehe: 2:5 gegen Bremen: Bayern wie eine Wiesn-Mannschaft). In der mit 61.500 Zuschauern traditionell ausverkauften Schalker Arena sorgten die nach und nach eingeblendeten Treffer der Bremer für mehr Begeisterung, als es das Spiel des Meisterschaftsanwärters Schalke zu entfachen vermochte.

Schon in der 12. Minute hätte Schalke in Führung gehen können, doch Jefferson Farfan, der flinke und fleißige Mann von der rechten Außenbahn, scheiterte aus 18 Metern mit einem Freistoß, der an die Latte klatschte. Eintracht-Torwart Oka Nikolov war in dieser Szene ebenso machtlos wie vier Minuten vor der Pause, als den überlegenen Westdeutschen der Führungstreffer glückte.

Platzverweis für den Frankfurter Chris

Farfan, Schalkes Bester, ließ sich zwar als Torschütze feiern, doch war es in Wirklichkeit der beherzt dazwischengrätschende Frankfurter Patrick Ochs, der den Ball an Nikolov vorbei über die Linie drückte. „Das Tor ist leider etwas spät gefallen, sonst wäre es einfacher geworden“, sagte Schalke-Trainer Fred Rutten.

Wer damit gerechnet hatte, nach dem torreichen Gipfel der Gefühle in Dortmund nun vor heimischer Kulisse eine abermals phasenweise furios aufspielende Schalker Mannschaft zu sehen, sah sich getäuscht. Das Ensemble von Trainer Fred Rutten brauchte länger als erhofft, um schwungvoll in die Partie zu kommen. Zupass kam ihr in jedem Fall der Platzverweis des Frankfurter Brasilianers Chris, der nach einem Ellbogenschlag gegen Heiko Westermann mit Rot des Feldes verwiesen wurde (34.).

Engelaar und Farfan erstmals gemeinsam

Die Partie war zugleich eine Premiere, denn erstmals in dieser Saison konnte Schalke-Coach Rutten die beiden Neuzugänge Farfan und Orlando Engelaar Seite an Seite präsentieren. Doch der große finanzielle Kraftakt der Schalker, die sich die Verpflichtungen im Paket rund 16 Millionen Euro Ablöse kosten ließen, scheint sich noch nicht zu rechnen.

Kuranyi mit Pfiffen bedacht ausgewechselt

In dem Maße nämlich, in dem Farfan die Frankfurter Defensive fleißig durcheinanderwirbelte, enttäuschte der gemeinsam mit Rutten von Twente Enschede nach Schalke gekommene Engelaar. „In der zweiten Halbzeit war das Tempo zu niedrig. Aber gegen zehn zu spielen, ist nicht so einfach, wie es von draußen aussieht“, befand Rutten nach dem Spiel.

Und auch im Sturmzentrum zeigte Nationalspieler Kevin Kuranyi, der in der 82. Minute, von heftigen Pfiffen begleitet, ausgewechselt wurde, eine bemitleidenswerte Leistung. Immerhin: Die Pflichtaufgabe gegen die Eintracht, die in der Arena noch nie gewinnen konnte, hat Schalke mit dosiert-kontrolliertem Fußball erfüllt.

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)
Schalke: Fährmann - Rafinha, Bordon, Krstajic, Kobiaschwili - Westermann, Jones, Engelaar - Farfan, Kuranyi (83. Streit), Rakitic (72. Sanchez). - Trainer: Rutten
Frankfurt: Nikolov - Ochs, Russ, Galindo, Spycher - Chris - Fink, Toski (39. Bellaid) - Meier, Fenin (85. Steinhöfer) - Liberopoulos. - Trainer: Funkel
Schiedsrichter:
Herbert Fandel (Kyllburg)
Tor: 1:0 Ochs (41., Eigentor)
Zuschauer: 61.542
Rote Karte: Chris nach einer Tätlichkeit (34.)
Gelbe Karten: Galindo, Spycher, Fenin

Quelle: FAZ.NET
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Jahrgang 1961, Sportredakteur.

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