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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

1:0 gegen den HSV Luhukays letzter Sieg

 ·  Klasse gehalten, Trainer weg: Augsburg kann nach dem Sieg gegen den Hamburger SV nicht wirklich feiern. Immerhin gibt es wohl schon einen Nachfolger für Jos Luhukay.

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© dapd Für die Spieler ein Held: Jos Kuhukay wird von seiner Mannschaft auf Händen getragen

Es hätte ein ausgelassener Saisonausklang für den FCAugsburg werden sollen. Sportlich wäre es auch angebracht gewesen, schließlich hatte der Aufsteiger, der für die meisten noch zu Beginn der Rückrunde der erste Abstiegskandidat gewesen war, schon am vergangenen Wochenende den Klassenverbleib in der Bundesliga geschafft. Der 1:0-Sieg gegen den Hamburger SV am Samstag bewies nur noch einmal, wie gut sich die Mannschaft entwickelt hat. Aber die große Party, die davor und danach auch rund um Stadion und in der ganzen Stadt stattfinden sollte, war getrübt durch den Abschied von Trainer Jos Luhukay. Schon Tage zuvor wurde darüber spekuliert, nach Abpfiff folgte die Bestätigung durch einige Spieler.

Dass es der letzte Arbeitstag von Luhukay sein würde, stand schon bei Anpfiff außer Frage. Von einem gestörten Verhältnis zu Klubchef Walter Seinsch war die Rede und davon, dass Luhukay verärgert sei, weil die auslaufenden Verträge seiner Assistenten noch nicht verlängert worden waren. Vielleicht hat es auch nur damit zu tun, dass Luhukay weiß, das Maximum in Augsburg erreicht zu haben.

Einen Kandidaten für die Nachfolge gibt es schon: Die Gerüchte, wonach Markus Weinzierl in der nächsten Saison versuchen würde, die Schwaben noch einmal vor dem Abstieg zu retten, verdichteten sich am Samstag.Der bisherige Klub von Weinzierl, Jahn Regensburg, bestätigte, dass es eine Anfrage für den Trainer aus Augsburg gebe. Man müsse damit rechnen, „dass er uns wirklich in Richtung Augsburg verlassen wird“, sagte der Geschäftsführer des Drittligaklubs, Franz Gerber, am Samstag im Bayerischen Fernsehen. Die Unruhe dürfte den Regensburgern nicht gelegen kommen, schließlich kämpfen sie in zwei Relegationsspielen noch um den Aufstieg in die zweite Liga.

Luhukay gab sich am Samstag an der Linie nicht erleichtert und befreit wie ein Trainer, der Augsburg die größten Erfolge in der Klubgeschichte bescherte, der einer fußballerisch eher minderbegabten Mannschaft ein System verpasste und die Leidenschaft schürte. Er wirkte angespannt und selbst beim Treffer von Ja-Cheol Koo (34. Minute) jubelte er nur verhalten. Es war kein ganz großer Freudentag in Augsburg.

FC Augsburg - Hamburger SV 1:0 (1:0)

FC Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Sankoh, Langkamp (65. Sinkala), Ostrzolek - Callsen-Bracker (59. Ndjeng), Hosogai - Koo, Baier, Bellinghausen (70. Davids) - Rafael
Hamburger SV: Neuhaus - Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo - Tesche, Skelbred (71. Rincón) - Sala (66. Son), Töre - Guerrero, Berg (71. Petric)
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)
Tor: 1:0 Koo (35.)
Gelbe Karten: Koo (2) / Aogo (6), Guerrero (2)

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