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1:0 gegen Cottbus Nürnberg wird zum Bayern-Jäger

18.02.2007 ·  Der 1. FC Nürnberg hat seinen Höhenflug fortgesetzt und nimmt Kurs in Richtung Uefa-Cup. Der Tabellenfünfte bezwang Energie Cottbus mit 1:0. Der Rückstand auf Bayern München beträgt nur noch einen Punkt.

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Der 1. FC Nürnberg setzt seinen Sturmlauf Richtung Uefa-Pokal fort. Der australische Innenverteidiger Michael Beauchamp (73. Minute) knackte am Sonntagabend nach einem Fehler von Torhüter Tomislav Piplica den Abwehrriegel des FC Energie Cottbus und sorgte für den hochverdienten 1:0 (0:0)-Sieg der Franken gegen die Lausitzer, die auf einen Abstiegsplatz zurückfielen.

Nach dem vierten Sieg im fünften Rückrundenspiel der Fußball-Bundesliga ist der „Club“ bis auf einen Punkt an den FC Bayern München herangekommen. Die Cottbuser verloren vor 39.000 Zuschauern im Easycredit-Stadion nicht nur die Punkte, sondern auch Abwehrspieler Daniel Ziebig, der wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (72.). In der 89. Minute hielt FCN-Keeper Raphael Schäfer mit seiner einzigen Großtat den Sieg gegen Francis Kioyo fest.

„Ich bin sehr glücklich. Ich stand im richtigen Moment am richtigen Platz“, freute sich Beauchamp über sein erstes Profi-Tor überhaupt. Zufrieden war auch der überragende, wenngleich glücklose Nürnberger Angreifer Robert Vittek: „Wir wussten, dass wir Geduld haben mussten. So ein Spiel hätten wir früher verloren, heute haben wir mit ein wenig Glück gewonnen.“ Enttäuscht reagierte dagegen Daniel Gunkel, der mit einem Freistoß an den Pfosten (51.) Pech hatte: „Das ist eine bittere Niederlage, denn es war ein dummes Tor. Wir dürfen jetzt aber nicht die Nerven verlieren.“

Druckvoll aber fehlerhaft

Nürnbergs Trainer Hans Meyer sah sich schon bald in seinen Warnungen vor den Cottbusern bestätigt. Eine Woche nach dem 1:4-Debakel in Mainz spielte der Aufsteiger überaus diszipliniert und ging mit viel Biss in die Zweikämpfe. Der Tabellen-Fünfte - erstmals in der Rückrunde vor heimischer Kulisse in der Favoritenrolle - waren zwar von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, leisteten sich aber immer wieder Ballverluste im Aufbau. Gefährlich wurden die Aktionen der Hausherren immer dann, wenn die flinken Spitzen Iwan Saenko und Robert Vittek in Ballbesitz kamen.

Der „Club“ begann die Partie wie immer vor heimischer Kulisse druckvoll. In der 7. Minute flog der Schuss von Saenko nach Vitteks scharfer Hereingabe nur um Zentimeter am Cottbuser Tor vorbei. Sekunden später wäre Piplica beinahe von einem 25 Meter-Schuss des Russen Saenko überlistet worden. Dann zielte Vittek aus 16 Metern knapp am Gehäuse der Lausitzer vorbei (16.).

Piplicas Patzer

Obwohl die Gäste Mitte der ersten Halbzeit Innenverteidiger Igor Mitreski verloren, der nach einem Zusammenprall mit Markus Schroth verletzt ausgewechselt werden musste, stellte sich die Defensive immer besser auf die Nürnberger Angriffe ein, denen häufig die Präzision fehlte. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit setzte der „Club“ noch einmal einen Offensivakzent, als Vittek (37.) sein Solo mit einem Schuss ans Lattenkreuz abschloss.

Sechs Minuten nach Wiederbeginn folgte die erste Schrecksekunde für die beste Abwehr der Liga und den seit mehr als 400 Minuten unbezwungenen Schäfer: Nach einem Freistoß von Daniel Gunkel prallte der Ball vom Pfosten des Nürnberger Tores zurück. In der Schlussphase verstärkte der „Club“ seine Bemühungen, zum Torerfolg zu kommen, und wurde nach Piplicas Patzer durch Beauchamp belohnt. Anschließend vergaben der eingewechselte Jan Polak (79.) und Vittek (83.) mit einem Pfostenschuss das 2:0.

1. FC Nürnberg - Energie Cottbus 1:0 (0:0)
Nürnberg: Schäfer - Reinhardt, Wolf, Beauchamp, Pinola - Galasek, Mnari (59. Polak) - Gresko - Vittek, Schroth (66. Sibon), Sajenko
Cottbus: Piplica - Szelesi, Mitreski (23. Ziebig), Kukielka, Cvitanovic - da Silva - Rost, Gunkel (80. Shao), Munteanu (80. Baumgart) - Radu, Kioyo
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tor: 1:0 Beauchamp (73.)
Zuschauer: 40.580
Gelb-Rote Karte: Ziebig (72.)
Gelbe Karten: Galasek (2) - Rost (5/2), da Silva (5), Gunkel (3), Kukielka (5/1)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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