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0:5 gegen Stuttgart Berliner Systemabsturz

11.02.2012 ·  Vier Gegentore und ein Platzverweis binnen 18 Minuten: Viel schlechter kann sich eine Mannschaft kaum präsentieren. Trainer Skibbes Berliner Bilanz ist desaströs.

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© dpa Torschütze des Tages: Harnik freut sich über einen Dreiklang

Der VfB Stuttgart hat Hertha BSC noch tiefer in die Krise geschossen. Die desolat agierenden Berliner stecken nach der zehnten Partie ohne Sieg im Abstiegskampf. Und für ihren neuen Trainer Michael Skibbe wird die Lage ungemütlich. Martin Harnik überragte beim VfB mit drei Treffern (28., 41., 58. Minute). Neuverpflichtung Vedad Ibisevic (24.) hatte den Torreigen eröffnet. Shinji Okazaki (32.) war ebenfalls erfolgreich. Die harmlosen Berliner mussten eine Stunde lang in Unterzahl spielen: Andreas Ottl sah wegen eines groben Fouls die Rote Karte (30.).

„Die erste Halbzeit war die schlimmste, die ich je als Trainer erlebt habe. Das war so schlecht, dass man dafür kaum Worte findet. Dementsprechend bin ich auch sehr niedergeschlagen“, sagte Skibbe: „Es war eine Katastrophe, ein absolutes Debakel.“ Verteidiger André Mijatovic sagte: „Wenn wir so weiterspielen, steigen wir ab.“

VfB-Trainer Bruno Labbadia hatte sein Team gegenüber dem Pokal-Debakel gegen Bayern München auf drei Positionen umgebaut. Prominentestes Opfer der Rückkehr zum altbewährten 4-2-3-1-System war Nationalstürmer Cacau, der bis zur 72. Minute auf der Bank frieren musste. Nach verhaltener Anfangsphase kamen die Schwaben urplötzlich in Schwung und trumpften auf. Innerhalb von 18 Minuten entschied der VfB mit vier Treffern die Partie vorzeitig.

Ibisevic begann mit einem spektakulären Seitfallzieher, allerdings gingen dem ersten Treffer des Bosniers für den VfB ein Abseits und ein gefährliches Spiel voraus. „Das war ein reguläres Tor, kein gefährliches Spiel“, sagte der Angreifer später. „Der Torwart war nicht so nah am Ball, deshalb konnte ich den Treffer machen.“ Harnik schloss kurz danach einen sehenswerten Konter über Okazaki und Ibisevic zum 2:0 ab. Der kleine Japaner erzielte gegen die inzwischen dezimierten Berliner per Kopf nach präziser Flanke von Khalid Boulahrouz das 3:0. Und Harnik machte mit seinem traumhaften zweiten Treffer schon früh das Hertha-Debakel perfekt.

Der VfB bestimmte auch nach dem Seitenwechsel das Geschehen. Die sich widerstandslos ergebenden Berliner waren meist nur ein Spielball. Zu keiner Zeit erfüllten sie die Forderung ihres glücklosen Trainers, doch endlich ein Signal der Stärke zu zeigen. Bis auf den bedauernswerten Torhüter Thomas Kraft stemmte sich kein anderer Profi gegen die Niederlage. Letztlich konnten die Berliner sogar froh sein, dass der VfB ihre indiskutable Vorstellung nicht noch zu weiteren Treffern nutzte. Harniks 5:0 bedeutete am Ende den höchsten Saisonsieg der Stuttgarter.

21. Bundesliga-Spieltag: Gladbach brilliert, Hertha blamiert

Skibbes Berliner Leistungsbilanz ist desaströs: fünf Spiele, fünf Niederlagen, vier in der Bundesliga, eine im Pokal. „Das war heute ein Auftritt, wie wir ihn uns nicht gefallen lassen können“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz.

VfB Stuttgart - Hertha BSC 5:0 (4:0)

VfB Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz (83. Kuzmanovic), Tasci, Niedermeier, Sakai - Kvist, Gentner (66. Schieber) - Harnik (73. Cacau), Hajnal, Okazaki - Ibisevic
Hertha BSC: Kraft - Morales (46. Janker), Hubnik, Mijatovic, Kobiaschwili - Ottl, Niemeyer - Ebert, Raffael, Bastians - Lasogga (69. Djuricin)
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 45.000
Tore: 1:0 Ibisevic (24.), 2:0 Harnik (28.), 3:0 Okazaki (32.), 4:0 Harnik (41.), 5:0 Harnik (58.)
Gelbe Karten: Tasci (3) / Morales (1)
Rote Karten: - / Ottl (30./grobes Foulspiel)

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