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Mittwoch, 19. Juni 2013
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0:4 in Hoffenheim Hamburger Debakel

 ·  Stürmische Zeiten: Hamburg geht in Hoffenheim verdient mit 0:4 unter und hat weiterhin nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Auftritt der Norddeutschen ist nicht bundesligareif.

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© dpa HSV-Trainer Thorsten Fink zeigte mehr Biss als seine Mannschaft

Der Hamburger SV muss im Abstiegskampf wieder kräftig zittern. Das Gründungsmitglied der Bundesliga ging mit 0:4 (0:2) bei 1899 Hoffenheim unter und liegt vier Spieltage vor dem Saisonende weiter nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Während der HSV erst einmal den nächsten schweren Rückschlag verdauen muss, darf die TSG nach dem ersten Heimsieg seit fast einem halben Jahr von der Europa League träumen. Dank der Tore von Jannik Vestergaard (17.), Sejad Salihovic (25./Foulelfmeter), Fabian Johnson (51.) und Sven Schipplock (59.) haben die Hoffenheimer zehn Punkte aus den jüngsten vier Spielen geholt.

In der Anfangsphase deutete allerdings noch wenig auf einen Heimerfolg der Kraichgauer hin. Der HSV begann derart dominant, dass die TSG kaum einmal an den Ball kam. Bereits nach 33 Sekunden musste Tom Starke einen 25-Meter-Schuss von Ivo Ilicevic und den anschließenden Nachschuss von Jacopo Sala parieren.

Verschreckte Hamburger

Hoffenheim war vor 27.000 Zuschauern zielstrebiger in der Offensive, bereits die erste Chance wurde genutzt. Nach einem Eckball zog Vestergaard aus der Drehung von der Strafraumgrenze aus ab, der Ball wurde noch unhaltbar von Verteidiger Jeffrey Bruma abgefälscht.

Die Hamburger wurden dadurch sichtlich verschreckt. Umgekehrt bekam das Hoffenheimer Mittelfeld, das dem Gegner bis zu diesem Tor wie aus dem Nichts nur hinterhergelaufen war, das Spiel besser in den Griff. Für den zweiten Treffer benötigte die TSG dennoch ein Geschenk der Gäste. Verteidiger Heiko Westermann leistete sich im Strafraum einen Stockfehler und traf den dadurch an den Ball gekommenen Sven Schipplock anschließend am Knöchel. Das brachte die gesamte Verunsicherung beim Bundesliga-Dino zum Ausdruck. Und der starke Salihovic erzielte per Strafstoß sein viertes Tor in fünf Spielen.

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Alle auf Einen: Sven Schipplock wird nach dem 4:0 von seinem Mitspieler begraben © dpa Alle auf Einen: Sven Schipplock wird nach dem 4:0 von seinem Mitspieler begraben

Zur Pause korrigierte HSV-Trainer Thorsten Fink seine überraschende Aufstellung. Der 44 Jahre alte Trainer hatte Mladen Petric trotz seines Tores gegen Leverkusen auf die Bank gesetzt. Nach 45 Minuten brachte er aber den Kroaten und auch Gökhan Töre für die zunächst bevorzugten Tolgay Arslan und Sala. Auch diesmal kamen die Hamburger deutlich besser aus der Kabine und hatten durch einen Lattenkopfball von Gojko Kacar gleich wieder eine große Chance (47.). Doch die Tore fielen erneut auf der anderen Seite. Mitten in die Druckphase des HSV hinein startete Johnson ein schönes Solo, das er zum 3:0 abschloss.

Nur sieben Minuten später machte Schipplock alles klar. Der Neuzugang vom VfB Stuttgart ist auf einmal Stürmer Nummer eins im Kader, weil Vedad Ibisevic an den VfB verkauft wurde, Srdjan Lakic nur auf der Bank saß und in Ryan Babel der prominenteste Name nicht einmal im 18-Mann-Kader stand. Vermisst wurde der Niederländer nicht. Die Hoffenheimer nutzten ihre Chancen diesmal eiskalt. Der HSV, der noch nie in der Rhein-Neckar-Arena gewinnen konnte, wurde allerdings auch ein wenig unter Wert geschlagen.

1899 Hoffenheim - Hamburger SV 4:0 (2:0)

1899 Hoffenheim: Starke - Beck, Vestergaard, Compper, Johnson - Weis (85. Williams), Rudy - Vukcevic, Salihovic (79. Musona), Roberto Firmino - Schipplock (61. Braafheid)
Hamburger SV: Drobny - Bruma, Mancienne, Westermann, Jansen - Kacar (70. Rincón), Jarolim - Sala (46. Töre), Arslan (46. Petric), Ilicevic - Berg
Schiedsrichter: Wingenbach (Diez)
Zuschauer: 27.000
Tore: 1:0 Vestergaard (17.), 2:0 Salihovic (25./Foulelfmeter), 3:0 Johnson (51.), 4:0 Schipplock (59.)
Gelbe Karten: Schipplock (1), Weis (5) / Drobny (2), Ilicevic (3), Rincón (8)
 

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