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0:3 in Nürnberg Der nächste Schalker Rückschlag

 ·  Schalke 04 verliert beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 und ist drauf und dran, die direkte Qualifikation für die Champions League zu verspielen. Da nutzt auch das optische Übergewicht nichts.

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© dpa Feulner frei vor Hildebrand: Trifft der Nürnberger?

Ein Hauch von Abschiedsschmerz lag über dem FC Schalke in der vergangenen Woche. Nach dem Aus in der Champions League grämte sich noch mancher Königsblaue, wie leichtfertig die Chance auf das Viertelfinale gegen Galatasaray Istanbul vertan worden war. Die Hoffnung, es in der kommenden Saison wieder versuchen zu dürfen, erscheint da wie ein schwacher Trost - zumal die Schalker Seele am Samstag einen weiteren Stich erlitt. 0:3 verloren die Gelsenkirchener beim 1. FC Nürnberg, und es waren, dem Resultat zum Trotz, unnötig vergebene Punkte, an die man sich bei der Abrechnung am Saisonende noch zurückerinnern könnte.

An Willen und Angriffslust mangelte es den Schalkern lange Zeit nicht. Für die Vielzahl der vergebenen Möglichkeiten aber war fehlende Frische allein keine ausreichende Erklärung. Die Nürnberger, die sich seit vergangener Woche aller Abstiegssorgen ledig fühlen, freuten sich über so viel Großzügigkeit und schlugen durch Markus Feulner (31. Minute), Alexander Esswein (69.) und Mike Frantz (87.) ungleich entschlossener zu. Seit nunmehr sieben Ligaspielen sind die Franken ungeschlagen - zu Hause sind es zehn -, und jeder Punkt ist ein weiteres Argument für das Trainerduo Michael Wiesinger/Armin Reutershahn und eine Verlängerung ihres Engagements über das Saisonende hinaus.

Atmosphärisch bot der sonnige Nachmittag die Einladung zu gepflegter Behaglichkeit auf beiden Seiten. Anderswo mögen Fan-Freundschaften wie Relikte aus dem vergangenen Jahrtausend wirken - nicht so in Nürnberg, wo man etwas auf die besondere Beziehung zum FC Schalke hält. „Schalke und der FCN“, tönte es aus der schwarz-roten Kurve.

Weil die Nürnberger zunächst alles andere als hellwach wirkten, kamen die Schalker zu zwei, drei Möglichkeiten der gehobenen Kategorie. Immer, wenn es gefährlich wurde, waren Farfan und Draxler beteiligt. Zu einem Pfostentreffer durch Draxler reichte es (25.), nicht aber zu einem Tor. Dass die bis dahin recht biederen Nürnberger in Führung gingen, lag an einem Geistesblitz Pekharts und der Durchsetzungsfähigkeit Feulners - oder war es Schlitzohrigkeit? Die Schalker Verteidiger reklamierten Handspiel, was von den Fernsehbildern untermauert wurde.

Es sprach für die Schalker, dass sie sich nicht aus der Ruhe bringen ließen. Nur kurz nach der Pause blieb der Lohn bei einem weiteren Pfostentreffer, diesmal durch Höwedes, abermals knapp versagt (49.). Die Nürnberger beschränkten sich auf Konter - die aber hatten es in sich. Schon in der 66. Minute hätte es 2:0 stehen müssen, doch Kiyotake versäumte es, den frei stehenden Frantz zu bedienen. Es folgte der große Auftritt von Esswein, der schon das Spiel in Augsburg entschieden hatte. Ein Antritt, ein Schuss - eine Wucht. Schalke hingegen wirkte plötzlich sehr, sehr müde.

1. FC Nürnberg - FC Schalke 04 3:0 (1:0)

1. FC Nürnberg: Schäfer - Balitsch, Nilsson, Klose, Pinola - Simons - Chandler (84. Ildiz), Kiyotake, Feulner, Esswein (90. Polter) - Pekhart (46. Frantz)
FC Schalke 04: Hildebrand - Höger, Höwedes, Matip, Fuchs - Kolasinac (59. Raffael), Jones - Farfán, Draxler, Bastos (84. Barnetta) - Obasi (64. Pukki)
Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)
Zuschauer: 46 055
Tore: 1:0 Feulner (31.), 2:0 Esswein (69.), 3:0 Frantz (87.)
Gelbe Karten: - / Höger (4)

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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