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0:3 in Hannover Düsseldorfs Misere endet im Abstieg

 ·  Negativer Abschluss einer wochenlangen Misere. Fortuna Düsseldorf blamiert sich mit 0:3 bei Hannover 96, fällt zum Saisonfinale auf Platz 17 zurück und steigt ab.

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© dpa Vergrößern Trauriger Abstieg: Düsseldorfs Axel Bellinghausen (l.)

Das Warten auf die schlimme Kunde raubte ihnen den letzten Nerv. Andreas Lambertz, der tapfere Kapitän von Fortuna Düsseldorf, stand an der Außenlinie und wartete auf das entscheidende Ergebnis der Konkurrenz. Erst fünf Minuten nach dem Ende ihres eigenen Spiels wussten die Profis des Aufsteigers, dass auch die letzte Hoffnung umsonst war. Während sich die TSG Hoffenheim und der FC Augsburg noch retten konnten, müssen die Düsseldorfer in die zweite Bundesliga zurückkehren.

Ihre 0:3-Niederlage bei Hannover 96 war der negative Abschluss einer wochenlangen Misere mit insgesamt zwölf Spielen in Folge ohne Sieg. Mame Diouf (36. Minute) und Didier Ya Konan (61./76.) erzielten die für Düsseldorf folgenschweren Treffer. Statt der erhofften zweite Chance auf eine Rettung durch zwei Relegationsspiele gegen den 1. FC Kaiserslautern gilt es, den fünften Abstieg aus der ersten Liga in der Vereinsgeschichte zu betrauern.

© dpa Vergrößern Langes Gesicht: Düsseldorfs Trainer Norbert Meier

Die gute Laune und der aufmunternde Applaus, den die rund 4000 mitgereisten Düsseldorfer Fans lange Zeit der sich anbahnenden Enttäuschung entgegengesetzt hatten, hielt bis zur 82. Minute an. „Von allen Wogen geschüttelt wird sie niemals untergehen“ stand auf einem von Fortuna-Liebhabern gebastelten Transparent in der Südkurve. Als aber im Stadion bekannt geworden war, dass sich die TSG Hoffenheim bei Borussia Dortmund tatsächlich auf dem Weg zu einem Sieg befand, war der moralische Tiefpunkt erreicht.

Die Düsseldorfer hatten sich mit einer insgesamt kläglichen Leistung blamiert. Und dummerweise hatte Hannover beschlossen, sich mit einer engagierten Leistung aus der Saison zu verabschieden. Der Sieg war mehr als verdient, weil Hannover das Spiel dominierte, während Düsseldorf nur zu vereinzelten Kontern kam.

Wenn es einen im Team der vorerst Gescheiterten gab, der alles nur Erdenkliche versucht hat, dann war es Lambertz. Der 28 Jahre alte Kapitän und Liebling der Düsseldorfer Fans rannte, grätschte und schoss ohne Unterlass, wurde für seinen Elan aber nicht belohnt. Der Düsseldorfer Offensive, in der Fortunas Cheftrainer Norbert Meier auf den Australier Robbie Kruse verzichtet hatte und diesen erst spät einwechselte, fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft. Was auch immer der gegen den Abstieg kämpfende Aufsteiger versuchte: Es blieb entweder zu harmlos oder wurde entzaubert.

Die Einblendungen der Tore des FC Augsburg sowie der TSG Hoffenheim, die beide noch den direkten Abstieg verhindern konnten, raubten den müden Profis der Fortuna den letzten Glauben an eine Überraschung in eigener Sache.

Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)

Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Djourou, Eggimann (73. Haggui), Pander - Hoffmann (65. Stindl), da Silva Pinto (80. Andreasen) - Sakai, Rausch - Ya Konan, Diouf
Fortuna Düsseldorf: Giefer - Weber, Langeneke, Bodzek, van den Bergh - Paurevic (77. Ilsø), Fink (52. Reisinger) - Bolly (68. Kruse), Lambertz, Bellinghausen - Schahin
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 49 000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Diouf (36.), 2:0 Ya Konan (61.), 3:0 Ya Konan (76.)
Gelbe Karten: Diouf (6) / Langeneke (4), Paurevic (1), van den Bergh (4)

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