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Samstag, 11. Februar 2012
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0:2 gegen Leverkusen Frankfurter Eintracht im freien Fall

18.10.2008 ·  Die Eintracht-Fans quittierten die erneute Heim-Pleite mit Funkel-Raus-Rufen und skandierten „Wir steigen ab und keiner merkt's“. Die Leverkusener, für die Helmes und Vidal trafen, verbesserten sich auf den dritten Platz.

Von Ralf Weitbrecht, Frankfurt
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Die Krise verfestigt sich. Nach der verdienten 0:2-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen wartet der Tabellenletzte Eintracht Frankfurt weiter auf den ersten Saisonsieg. „Das ist eine Niederlage, die sehr wehtut. Unsere Situation ist prekär, das gilt unverändert“, sagte Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht. Für die offensivstarken Rheinländer hingegen nimmt der Plan, zu den herausragenden Kräften in der Fußball-Bundesliga zu gehören, immer stärkere Konturen an. Nach acht Spieltagen steht Leverkusen nun auf Rang drei.

Den ersten Tiefschlag gab es für die Eintracht schon nach sechs Minuten. Innenverteidiger Marco Russ hatte im Strafraum Stürmer Stefan Kießling zu Fall gebracht, und Patrick Helmes ließ sich mit Saisontor Nummer neun die Chance nicht entgehen, die ambitionierten Leverkusener unbedrängt aus elf Metern in Führung zu schießen.

„Wir steigen ab - und keiner merkt's“

Die Frankfurter, die versprochen hatten, mit „Biss, Leidenschaft und Engagement“ ihrer Arbeit nachzugehen, um endlich den ersten Saisonsieg zu erzielen, enttäuschten vor 48.000 Besuchern auf der ganzen Linie.

Kaum etwas wollte der verunsicherten Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel gelingen. Und es dauerte nicht lange, bis sich das unzufriedene Publikum mit Sprechchören zu Wort meldete. „Wir steigen ab - und keiner merkt's“, hallte durch die Arena. Und tatsächlich: Auch der in die Stammelf zurückgekehrte Kapitän Ioannis Amanatidis, der nach 74 Minuten ausgewechselt wurde, vermochte der Eintracht-Offensive keinen neuen Schwung zu bringen. „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Ich bin schon sehr enttäuscht. Die Niederlage geht absolut in Ordnung“, sagte Funkel.

Auch ohne Feuerwerk war Bayer klar besser

Zarte Hoffnung kam nach dem Seitenwechsel auf, als er sein aus sechs Profis bestehendes Abwehrbollwerk lockerte und für Verteidiger Habib Bellaid Angreifer Ümit Korkmaz brachte. Der Bundesliga-Debütant vermochte aber gleichfalls kaum etwas auszurichten.

Ganz anders Leverkusen: Nach einem Freistoß von Michal Kadlec, den Torwart Oka Nikolov schwach parierte, erhöhte Arturo Vidal mit einem Kopfball (61.) auf 2:0. Dabei war Trainer Bruno Labbadia alles andere als zufrieden: „Diesmal haben wir mit Sicherheit kein Feuerwerk abgebrannt. Aber das stört mich trotzdem wenig.“

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 0:2 (0:1)
Frankfurt: Nikolov - Ochs, Russ, Bellaid (46. Korkmaz), Galindo - Steinhöfer, Fink, Köhler, Spycher - Fenin, Amanatidis (74. Liberopoulos)
Leverkusen:
Adler - Castro, Friedrich, Henrique, Kadlec - Rolfes - Vidal (69. Dum), Renato Augusto (90. Djakpa), Schwegler - Helmes (84. Gekas), Kießling
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 0:1 Helmes (6., Foulelfmeter), 0:2 Vidal (61.)
Zuschauer: 48.000
Gelbe Karten: Fink (2), Liberopoulos (2) - Castro (2), Henrique (2), Schwegler, Vidal (2), Dum

Quelle: FAZ.NET
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