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0:2 gegen Hamburg Bremen leistet unfreiwillige Aufbauhilfe im Nord-Derby

17.02.2007 ·  Werder Bremen fällt nach der 0:2-Niederlage gegen den HSV auf Platz drei zurück und hat nun schon sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Schalke 04. Für Hamburg gibt es dagegen wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

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Werder Bremen hat im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft einen schweren Rückschlag erlitten. Die harmlosen Bremer kassierten mit dem 0:2 (0:1) am Samstag im Nordderby gegen den defensivstarken Hamburger SV bereits die dritte Bundesliga-Niederlage in Serie.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion schoss Rafael Van der Vaart (42./Foulelfemeter, 87. Minute) die umjubelten Tore für die Hamburger, die den zweiten Sieg unter dem neuen Trainer Huub Stevens feierten und sich nun wieder große Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen dürfen.

Frings auf sich allein gestellt

Der Schwung nach dem 3:0-Erfolg im Uefa-Cup gegen Ajax Amsterdam half den Bremern nur in der Anfangsphase. Werder tat sich schwer und ließ das druckvolle Spiel der Hinrunde weiter vermissen. Ohne die verletzten Tim Borowski und Frank Baumann besaßen die Bremer im Mittelfeld zwar ein optisches Übergewicht, zwingende Chancen ergaben sich aber fast gar nicht. Gegen die tief stehenden Hamburger taten sich die Bremer sehr schwer und zeigten in vielen Aktionen zu wenig Tempo. Der erneut überragende Torsten Frings war meist auf sich allein gestellt, weil Diego sich nur selten durchsetzen konnte und der nach der Halbzeit durch Aaron Hunt ersetzte Jurica Vranjes zu viele Fehler machte.

Wie in den Vorwochen enttäuschend war der Sturm der Bremer, in dem der im Januar verpflichtete Markus Rosenberg erstmals an der Seite von Miroslav Klose beginnen durfte. Aber weder der neue Schwede noch der deutsche Nationalspieler konnte sich in Szene setzen. Klose war engagiert, blieb jedoch bei seinen Dribblings regelmäßig hängen und wirkte glücklos - so bei einem Kopfball in der 66. Minute. Rosenberg gelang hingegen überhaupt nichts, so dass er später für Hugo Almeida Platz machen musste.

Zweimal van der Vaart

Die Hamburger zeigten eine starke Abwehr-Leistung. Ohne die verletzten Guy Demel und Vincent Kompany sowie den in die zweite Mannschaft strafversetzten Danijel Ljuboja hatte der HSV zwar lange Zeit wenig Ballbesitz, erwies sich aber als stabil. Vor allem der starke Thimotee Atouba und die Innenverteidigung sorgten für Sicherheit, so dass die Angriffsbemühungen der Bremer harmlos blieben.

Das Hamburger Spiel nach vorne war indes lange Zeit passend zum Tabellenplatz. Die Werder-Abwehr, in der Christian Schulz den gesperrten Pierre Wome auf der linken Seite ersetze, hatte bis auf die Schlussphase wenig Mühe. Ivica Olic, die einsame Spitze der Hamburger bekam nur ganz selten Anspiele, die er dann jedoch nicht verwerten konnte.

Es war kein Zufall, dass das 0:1 durch einen Elfmeter fiel, denn Chancen besaß der HSV bis dahin nicht. Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) pfiff eine Attacke von Daniel Jensen gegen David Jarolim, und der bis dahin schwache van der Vaart ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher. Es dauerte bis zur 71. Minute, ehe van der Vaart die erste herausgespielte Chance des Spiels hatte. Erst danach waren die Gäste bei Kontern gefährlich und ärgerten sich über einen nicht gegeben Treffer von Pablo Sorin (73.), als Schiedsrichter Kurt Kircher auf Abseits entschied. Jubeln durften sie erst, als van der Vaart einen Konter zum zweiten Treffer abschloss.

Werder Bremen - Hamburger SV 0:2 (0:1)
Bremen: Wiese - Fritz (76. Niemeyer), Mertesacker, Naldo, Schulz - Vranjes (46. Hunt) - Frings, Daniel Jensen - Diego - Klose, Rosenberg (63. Almeida)
Hamburg: Rost - Benjamin, Reinhardt, Mathijsen, Atouba - Jarolim, Laas (82. de Jong) - Mahdavikia, van der Vaart, Sorin - Olic (67. Sanogo)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 42 100 (ausverkauft)
Tore: 0:1 van der Vaart (42./Foulelfmeter), 0:2 van der Vaart (87.)
Gelbe Karten: Mertesacker (2), Diego (8), Daniel Jensen (2) / Jarolim (9), Mahdavikia (2), Laas (3)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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