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0:1 in Freiburg : Schalke bleibt Letzter

Freiburger Freud, Schalker Leid: Florian Niederlechner (r) bejubelt das Tor des Tages Bild: dpa

Fünf Spiele, fünf Niederlagen. Schalke 04 hat unter Trainer Tedesco null Guthaben. Beim 0:1 gegen Freiburg lässt Torwart Fährmann den entscheidenden Ball abprallen.

          Die Schalker Eröffnungsbilanz in dieser Bundesligasaison liest sich wie die vor zwei Jahren: fünf Spiele, fünf Niederlagen, null Guthaben. Der Tabellenzweite der vorigen Saison hat unter Trainer Domenico Tedesco den Horrorstart in der Spielzeit 2015/16 unter Markus Weinzierl kopiert.

          Roland Zorn

          Sportredakteur.

          Die 0:1-Niederlage beim SC Freiburg am Dienstagabend durch einen Treffer von Niederlechner (52. Minute) tat den Schalkern sehr weh. Die Königsblauen bauten nach einer couragierten ersten Hälfte sukzessive ab und hatten am Ende nur noch ihren guten Willen, aber keine Durchschlagskraft mehr im Angebot. Während sich der Sportclub nach dem zweiten Sieg in Folge auf Rang neun verbesserte, verharrt der stolze Traditionsklub aus dem Revier fürs erste auf dem letzten Tabellenplatz.

          Bundesliga

          Not macht erfinderisch. Der Schalker Trainer Tedesco stellte seine Mannschaft nach vier Niederlagen an den ersten vier Spieltagen neu auf und ein. Statt der üblichen Dreierabwehr setzte er diesmal auf eine Viererkette und ließ dabei seinen bewährten Abwehrchef Naldo draußen. Auch der vom FC Bayern München gekommene Mittelfeldorganisator Rudy gehörte zur Schalker Eingreifreserve. In der fehlte diesmal der nach seiner Auswechslung bei der 0:2-Niederlage gegen die Bayern in Richtung Tedesco mosernde Argentinier Di Santo. Dafür bekam im Sturm U21-Nationalspieler Teuchert seine Chance.

          Die Freiburger dagegen stützten sich weitgehend auf ihr am Samstag in Wolfsburg mit 3:1 erstmals in dieser Saison siegreiches Personal. Doch den ganz großen Schwung hatten sie aus Niedersachsen nicht nach Haus mitgenommen. In den wenigen Abschlussmomenten wirkte der Sportclub unkonzentriert. Griffiger und entschlossener kamen die Westfalen daher, die auf die Wende in einer bisher erfolglosen Saison drängten.

          Schon nach fünf Minuten jubelten die Schalker Anhänger, den Stimmungsboykott missachtend, den eine Dachorganisation der Fans für die ersten zwanzig Minuten dieses Wochenspieltags ausgerufen hatte. Doch das Tor durch Teuchert zählte nicht, nachdem Torhüter Schwolow zuvor Schüsse von Serdar und Embolo famos pariert hatte. Da Teuchert bei Embolos Kracher im Abseits stand, hieß es in diesem Fall nicht, aller guten Dinge sind drei. Da die Schalker auch danach bei Harits Diagonalschuss an den Innenpfosten (41.) und Caligiuris Freistoß gegen den Pfosten zweimal das Aluminium trafen, war das 0:0 zur Pause für die Südbadener ein Glücksfall.

          Viel mehr Drive und Druck entwickelte der SC gleich nach dem Wechsel, als die Schalker in ihren Strafraum zurückgedrängt wurden. In dieser Phase gelang Freiburg die Führung, auch begünstigt durch Torhüter Fährmann, der Günters Distanzschuss abprallen ließ - vor die Füße von Niederlechner, der sein erstes Pflichtspieltor für die Freiburger erzielte nach einem Kniescheibenbruch, der den Bayern den Großteil der vergangenen Saison gekostet hat. Den Schalkern fiel danach nichts mehr ein, um das Spiel noch in ihre Richtung zu drehen. Sie kämpften vergeblich gegen die eigene Verunsicherung an.

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