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0:1 gegen Wolfsburg : Fürth verzweifelt

  • Aktualisiert am

Und nun? Pekovic und Trainer Büskens sind ratlos Bild: dapd

Wieder kein Tor, wieder keine Punkte: Für Fürth wird die Reise durch die Bundesliga zum Albtraum. Wolfsburg genügt beim Schlusslicht eine abgezockte Leistung und ein Tor durch Dost zum 1:0-Auswärtssieg.

          Der VfL Wolfsburg hat Greuther Fürth den nächsten schweren Hieb im Bundesliga-Abstiegskampf versetzt. Ohne viel Glanz gewannen die Niedersachsen beim abgeschlagenen Schlusslicht der deutschen Fußball-Beletage am Samstag mit 1:0 (1:0) und machten selbst einen Schritt Richtung Tabellenmittelfeld. Im elften Heimspiel der Saison war es für die Franken schon die achte Niederlage.

          Engagiert und leidenschaftlich stemmten sich die Fürther der Wolfsburger Millionentruppe entgegen - wie schon so oft ließen sie in den entscheidenden Momenten aber Cleverness und Abgeklärtheit völlig vermissen. Dem auswärtsstarken VfL reichten so eine abgezockte Vorstellung und ein Tor des Niederländers Bas Dost (23. Minute), um mit drei zusätzlichen Punkten den langen Heimweg antreten zu können.

          Schon unter der Woche hatte sich Wolfsburg im Test gegen den ambitionierten Viertligaklub KSV Hessen Kassel munter für die Partie beim Aufsteiger eingeschossen. Den Südwest-Regionalligaverein fertigte das Team von Trainer Dieter Hecking während der Länderspielpause im Vorbeigehen mit 7:0 ab - und auch in Fürth beschwor die namhafte Wölfe-Offensive um den Brasilianer Diego rasch Gefahr herauf.

          Der 27-Jährige war vor allem im ersten Abschnitt omnipräsent, links wie rechts zu finden und immer elegant am Ball. Allerdings verzettelte sich Diego zu oft in den Zweikämpfen, zu selten kamen seine filigranen Pässe auch bei den Teamkollegen an.

          Blaues Wunder: Wolfsburg reicht ein Tor zum Sieg in Fürth
          Blaues Wunder: Wolfsburg reicht ein Tor zum Sieg in Fürth : Bild: dpa

          Als es einmal in vorbildlicher Manier klappte, durften sich die Gäste prompt über die Führung freuen: Diegos Steilpass nahm der Portugiese Vieirinha auf und spielte weiter zu Dost, der aus kurzer Distanz einschoss. Pech hatte Diego mit einem Freistoß auf die Oberkante der Latte (11.) und unmittelbar vor der Pause, als er an Fürths Keeper Wolfgang Hesl scheiterte (43.).

          Die fränkischen Offensivbemühungen waren zwar mit einem enormen Aufwand und lautstarker Unterstützung der 15.045 Anhänger auf den Tribünen verbunden - aber völlig erfolglos. Früh vergab die kampfstarke Defensiv-Neuerwerbung Jozsef Varga (6.) eine Top-Möglichkeit, im Anschluss konnten auch Lasse Sobiech (25.), Gerald Asamoah (31.), Felix Klaus (35.) und Nikola Djurdjic (40.) keinerlei vorzeigbaren Torjäger-Qualitäten nachweisen.

          Im Dialog: Schiedsrichter Winkmann und Spielmacher Diego
          Im Dialog: Schiedsrichter Winkmann und Spielmacher Diego : Bild: dapd

          Immerhin an großem Einsatz ließen es die Fürther Kicker nicht vermissen - ganz besonders galt das für die serbische Sturmhoffnung Djurdjic, der die Spielvereinigung in der Vorwoche beim 2:1 auf Schalke noch zum überraschenden zweiten Saisonsieg geschossen hatte.

          In seinen Duellen mit Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio aber verzweifelte der 26-Jährige zusehends, kurz nach der Pause verpasste er bei seinen beiden besten Chancen abermals den möglichen Ausgleich. Auch deshalb wurde es nichts mit dem ersehnten ersten Heimerfolg.

          Fürth mit Asamoa rannte und kämpfte - ohne zählbaren Erfolg
          Fürth mit Asamoa rannte und kämpfte - ohne zählbaren Erfolg : Bild: dpa

          Greuther Fürth - VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

          Greuther Fürth: Hesl - Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Klaus (46. Prib), Varga, Pekovic, Sararer (67. Park) - Asamoah (80. Azemi), Djurdic
          VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner (67. Hasebe), Naldo, Madlung, Schäfer - Träsch, Polak (78. Josué) - Vieirinha, Diego, Perisic (46. Olic) - Dost
          Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
          Zuschauer: 15.045
          Tor: 0:1 Dost (23.)
          Gelbe Karten: Klaus (1), Sobiech (2), Varga (2) / Fagner (3), Naldo (7), Träsch (2)

          Quelle: FAZ.NET

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