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0:1 gegen Kaiserslautern Rangnick riskiert zu viel - Schalke verliert

Eine Generalprobe war es kaum. Vor dem Champions-League-Halbfinale würfelt Trainer Rangnick die Schalker Elf durcheinander. Kaiserslautern nutzt das, siegt dank Lakic - und macht einen großen Schritt zum Klassenverbleib.

© dpa Vergrößern Verpokert: Schalkes Trainer Rangnick hat nur Augen für die Königsblasse - und verliert

Zur Generalprobe für das Halbfinalhinspiel in der Champions League gegen Manchester United taugte dieses Bundesligaspiel nicht wirklich. Mit einer auf vielen Positionen veränderten und damit zusammengewürfelten Mannschaft verlor der FC Schalke 04 am Samstagnachmittag sein Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern durch das 14. Saisontor von Srdjan Lakic (42. Minute) 0:1.

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Während die Gelsenkirchener als Tabellenzehnter in der Liga längst sorgenfrei sind, tat der Aufsteiger aus der Pfalz den vermutlich schon entscheidenden Schritt zur Rettung vor dem Abstieg. Der FCK verdiente sich den Erfolg vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena vor allem aufgrund einer beherzt gestalteten ersten Hälfte.

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Alle schauten zunächst nur auf einen: Manuel Neuer, den Torwart, den Kapitän, die Identifikationsfigur des FC Schalke 04. Als er unter dem Glockenklang von AC/DC zu „Hell's Bells“ einlief, gab es viel Applaus, aber auch Pfiffe für den vermutlich in diesem Sommer scheidenden Nationalkeeper zu hören. Neuer klatschte der Nordkurve, wo die eingefleischten Fans der „Königsblauen“ daheim sind, aus alter Verbundenheit laufend zu und konnte sich dann auf die Begegnung mit den „Roten Teufeln“ so wie immer vorbereiten.

Schalke schont sich für die Champions League

Drei Tage vor dem Saisongipfeltreffen hatte Trainer Ralf Rangnick sein Team kräftig durchgemischt. Stammkräfte wie Uchida, Jurado, Baumjohann und Sarpei durften sich auf der Bank für das Duell mit Kaiserslautern schonen; Höwedes fehlte wegen einer Bauchmuskelzerrung; dafür bekamen Escudero, Hao, Pliatsikas, Avelar und Draxler von vornherein ihre Chance.

„Ich habe einige im Hinblick auf das Champions-League-Spiel gegen Manchester nicht aufgestellt“, sagte Rangnick, „wenn wir die hier heute hätten spielen lassen, hätten wir keine Chance, die Partie am Dienstag zu gewinnen.“ Eine Gelegenheit für die abstiegsbedrohten Lauterer? Trainer Marco Kurz jedenfalls ließ eine offensiv orientierte Formation auflaufen.

Tatsächlich wirkte das Vorwärtsspiel des FCK wesentlich besser strukturiert als die Defensive der Schalker. Lakic und vor allem seinem Nebenmann Hoffer boten sich beste Schusspositionen, aus denen sie zunächst nicht trafen. Dann aber stand der kroatische Kapitän der Lauterer wieder einmal frei vor Neuers Tor und hob den Ball mit kühler Präzision vorbei am Schlussmann (42.).

Die Gäste bringen den wertvollen Sieg ins Ziel

Kaiserslauterns 1:0-Führung bei Halbzeit spiegelte den Spielverlauf angemessen. Die Schalker hatten zwar auch ihre Momente, waren aber im Abschluss unkonzentriert. Insgesamt merkte man Rangnicks Aufgebot, in dem nur Neuer und der fleißige Raúl überzeugten, an, dass der Trainer mit seiner Aufstellung am Samstag zu viel gewagt hatte.

Rangnick, der seine erste Niederlage als zurückgekehrter Trainer der Schalker in Kauf nahm, nahm zwar leichte Korrekturen vor und schickte zur zweiten Hälfte die spielstarken Jurado und Baumjohann (für Pliatsikas und Farfan), später auch noch Karimi (für Edu) auf den Platz, doch Entscheidendes tat sich nicht mehr. Die Lauterer verteidigten ihren kostbaren Vorsprung wohlorganisiert und brachten schließlich auch ihr Faustpfand für ein weiteres erstklassiges Fußballjahr ins Ziel.

FC Schalke 04 - 1. FC Kaiserslautern 0:1 (0:1)
FC Schalke 04:
Neuer - Hao, Matip, Metzelder, Escudero - Pliatsikas (46. Jurado), Avelar - Farfán (46. Baumjohann), Raúl, Draxler - Edu (63. Karimi)
1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick (13. Kirch), Abel, Rodnei, Jessen - Tiffert (84. Rivic), Petsos, Moravek, Hlousek - Hoffer, Lakic (77. de Wit)
Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
Tor: 0:1 Lakic (42.)
Gelbe Karten: - / Hlousek (3), Moravek (4), de Wit (1)

Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 23.04.2011, 17:15 Uhr

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