28.08.2010 · Die Tabelle versprach ein Spitzenspiel: St. Pauli und Hoffenheim aber können nicht an ihre furiosen Auftaktsiege anknüpfen. Bis zur 87. Minute öffnet niemand die Torfrabrik, dann ist der Hoffenheimer Vorsah ganz frei - und trifft zum Sieg.
Von Frank Heike, HamburgBis zur 87. Minute sah es so aus, als würde der FC St. Pauli zufrieden in die kleine Länderspielpause gehen. Doch dann traf Isaac Vorsah nach einem Eckball zum glücklichen 1:0 für die TSG Hoffenheim - das genügte den Kraichgauern, um auch das zweite Saisonspiel zu gewinnen. Für den Aufsteiger aus Hamburg war es eine bittere Niederlage nach einem ordentlichen Spiel. Zum Ende hin wirkte St. Pauli sogar frischer als die Hoffenheimer, doch für den angestrebten Heimsieg reichte es nicht.
Feierstimmung gab es erwartungsgemäß schon lange vor dem Anpfiff. Am Mittwoch hatte das Bezirksamt Mitte die neue Haupttribüne abgenommen, nun ist das Stadion am Millerntor zu drei Vierteln fertig und auf dem besten Weg, ein stimmungsvolles Schmuckkästchen mitten in Hamburg zu werden.
Rausgeputzt also hatte sich die ehemalige Bruchbude, passend zu einem herbeigesehnten Tag: genau acht Jahre und 115 Tage nach dem letzten Bundesligaspiel, einem 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg, sah man wieder Bundesligafußball im Stadtteil St. Pauli. Die letzten Minuten vor dem Spiel sind immer noch etwas anders an diesem Bundesligastandort: keine Durchsagen, keine Werbung, nur Fangesänge, dann die Glocken von AC/DCs „Hells Bells“, und es kann losgehen.
Vorsah schockt St. Pauli kurz vor dem Abpfiff
Mutigen Angriffsfußball hatte Holger Stanislawski versprochen, doch manchmal ist die Wirklichkeit anders als die Vorstellung des Trainers des FC St. Pauli: die TSG drängte den FC zunächst in die eigene Hälfte, und man spürte bis auf die Tribüne, dass der Aufsteiger etwas brauchte, um in diese Partie zu finden. Etwas Premierenfieber war also doch im Spiel, wer wollte der Hamburger Mannschaft das verdenken? St. Pauli wäre nach einem Kopfball Bolls an die Latte trotz der Hoffenheimer Überlegenheit beinahe in Führung gegangen (7. Minute), und bekam das Spiel nach 30 Minuten gut in den Griff.
Nach der Pause spielten beide Teams etwas mutiger, es kam auch mehr Tempo ins Spiel. Beinahe hätte Ibisevic zum 1:0 für Hoffenheim getroffen, sein Heber flog knapp übers Tor (54.). Viel Glück hatte St. Pauli, als der eingetauschte Vukcevic ins Tor traf, der Assistent ihn nach einem Freistoß von Salihovic aber im Abseits gesehen hatte. Der Aufsteiger blieb mutig und versuchte bis zum Schluss, irgendwie zum Siegtreffer zu kommen. Doch Vorsahs Treffer schockte St. Pauli dann kurz vor Schluss.
„Wir haben nicht schlecht gespielt“, sagte Pauli-Trainer Holger Stanislawski. „Das waren heute zwei Mannschaften auf Augenhöhe, aber Hoffenheim hat gewonnen.“ Sein Kollege Ralf Rangnick sagte: „Wir können besser spielen. Aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung.“
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |